Über uns
A - Mühlbach 2010 - 2012
CR - Costa Rica 2011
CR - Costa Rica 2017
D - Amrum 2010
D - Daarß 2000 ff.
D - Hannover-Hamburg per Bike 2009
D - Havelland 2017
D - Rügen 2011
D - Sehlendorf 2012
E - Galizien 2006
E - Gomera 2008
E - Gomera 2010
E - Gomera 2011
E - La Palma 2014
E - Mallorca 2006
EC - Ecuador-Galapagos 2018
F - Paris 2018
GR - Kreta 2010
I - Amalfi & Cilento 2012
I - Elba 2008
I - Hufeisentour 2013
I - Lüsner Alm-Grödner Joch 2016
I - Rosengarten Trekking 2018
=> Rosengarten - Teil 1
=> Rosengarten Teil 2
=> Rosengarten Teil 3
=> Video Rosengarten
I - Sardinien 2009
I - Toskana 2007
I - Toskana 2008
I - Toskana 2015
LT-LV-EST - Baltikum 2017
Ma - Marokko - 2015
NAM - Namibia 2014
NAM-RB-ZA - Afrika Dreiländertour 2015
P - Algarve 2013
P - Madeira 2017
RB - Botswana 2013
RB-NAM - Botswana-Namibia 2016
USA - Florida 2009
USA - Südwest 2007
ZA - Südafrika-KwaZulu Natal 2012
ZA - Südafrika-Western Cape 2016
Newsletter bestellen
Foto-Equipment
Foto-Tipps
Foto-Verwertung
Literatur
Packlisten
Videos
Kontakt
 

Rosengarten - Teil 1

03./04. Juli 2018 – Anreise zu unserem „Basislager“, der Plafötsch Alm
Wie schon bei unseren letzten beiden Wanderurlauben in den Dolomiten, übernachten wir bei der Anreise in der Nähe von Nesselwang in der idyllischen Pension „Zum Alten Reichenbach“, wo wir nach einem kleinen Abendspaziergang, um die lange Autofahrt auf den Gliedern zu schütteln, im gemütlichen Biergarten wunderbar zu Abend essen. Am nächsten Morgen geht es über den Fernpass in aller Ruhe in Richtung Brenner.

Wir passieren Tiers und stellen unser Auto an dem kleinen Parkplatz unterhalb der Plafötsch Alm ab. Von hier aus ist es bergauf noch ein Fußweg von vierzig Minuten, zweihundert Höhenmeter sind dabei zu bewältigen. Wir nehmen zunächst nur unseren Rucksack mit nach oben, den Rest des Gepäcks werden wir mit den Besitzern der Plafötsch Alm dann gegen Abend mit dem Auto abholen.


Die Plafötsch Alm liegt unmittelbar unterhalb der malerischen Rosengarten-Zinnen – sie wird sozusagen das Basislager für unsere bevorstehende Hüttentour rund um den Rosengarten sein. Die nette Besitzerin der Alm, Renate, zeigt uns unser gemütliches Zimmer mit Ausblick auf das imposante Felsmassiv. Die Zimmer sind frisch renoviert und verfügen seitdem über ein eigenes Badezimmer. Auch die Betten sind groß, bequem und nagelneu. Nachdem wir uns mit Kaffee und Apfelstrudel gestärkt haben, sitzen wir den ganzen Nachmittag im Liegestuhl auf der Wiese vor dem Haus, entspannen und schauen auf den von der Sonne beleuchteten Rosengarten und den benachbarten Latemar.

Schon Reinhold Messner sagte über die Dolomiten, dass sie die schönsten  Berge der Welt seien und diesem Ausspruch können wir uns angesichts dieses atemberaubenden Panoramas nur anschließen!

Am Abend wird uns ein schmackhaftes und zünftiges Menü serviert, zubereitet von „Mutter Rosa“: Es gibt Ravioli mit einer Sahne-Kräutersoße, hausgemachte Polenta mit Gulasch sowie ein Stück Wassermelone als Dessert. Dann erleben wir den ersten schönen Sonnenuntergang mit Alpenglühen im Felsmassiv des Rosengartens.


05. Juli 2018 – Auf dem Oachener Höfeweg
Die Gäste der Plafötsch Alm waren in dieser Nacht sehr international: Ein Paar aus China, ein anderes aus Dubai, jeweils mit einem jugendlichen Sohn, wirken in der Dolomitenidylle mehr als exotisch! Nach dem Frühstück laufen wir hinunter zum Parkplatz und fahren nach Prösels, um von dort den Oachener Höhenweg zu erwandern. Wir werfen noch einmal einen Blick zurück auf die malerische Kulisse von Schloss Prösels und dem idyllischen Dörfchen Oberbozen im Tal.

In der Ferne sichten wir die Masten des Rittner Horns, einer Station der Hufeisenrunde im Sarntal, die wir 2013 gemacht haben. Unterwegs kommen wir an einem ehemaligen Weinkeller eines Gasthofes, heute ein Kulturdenkmal, vorbei, der über eine natürliche Klimaanlage verfügt. Durch das poröse Gestein im Felsen wird Luft abgekühlt und in Windröhren des Kellers getrieben. Dadurch herrschen hier ganzjährig ohne künstliche Energie Temperaturen um 12 ° C, sehr beeindruckend.


Nun passieren wir zahlreiche Gehöfte, in denen überwiegend Wein und Obst angebaut wird. Wir können den süßen und gerade reifen schwarzen Maulbeeren nicht widerstehen, auch wenn wir durch den extrem färbenden Saft der Beeren sehr leicht als „Obstdiebe“ enttarnt werden können! Auch Brombeeren, Blaubeeren, Kirschen, Johannisbeeren und Himbeeren sind eine willkommene Wegzehrung zwischendurch.
 



Unsere Mittagspause legen wir im Fronthof ein, der seine Tische in einem netten kleinen Garten aufgestellt hat – die Buschenschank hat im Juli und August Dienstag bis Donnerstag geöffnet. Wir bestellen eine klare Rinderkraftsuppe mit Käseknödeln und hausgemachte Holunderbeeren-Schorle – lecker, lecker! An den selbst produzierten Wein wagen wir uns nicht heran, zumal wir noch eine gute Strecke vor uns haben. Im Fronthof werden zudem Schinken und Kaminwurzen von eigenen Schweinen hergestellt – natürlich können wir daran nicht vorbeigehen. Die Kaminwurzen werden Bestandteil einer Brotzeit auf einer unserer kommenden Wanderungen sein.


Weiter führt uns der Rundweg in Richtung St. Kathrein, das wir jedoch links liegen lassen und anstatt dessen in die Straße zum Schnaggerkreuz abbiegen. Der Weg führt uns entlang eines Abenteuerpfades für Kinder zurück zu unserem Ausgangspunkt. Die Runde ist hervorragend geeignet zum „Einlaufen“, die reine Gehzeit beträgt gut 2,5 Stunden, auf den ca. 11 Kilometern sind dabei 400 Höhenmeter im moderaten Auf- und Abstieg zu bewältigen.

Nach dem Aufstieg zur Plafötsch Alm, belohnen wir uns für unseren Wandertag mit einem Buchweizenrolle, der heute frisch von Renate zubereitet wurde und einer Tasse Kaffee. Ein Gewitter zieht auf und vertreibt uns hinein in die gute Stube, wo uns der zehnjährige Sohn des Hauses, Felix, ein zünftiges Ständchen auf seiner „Quetschkommode“ spielt.

Auch heute ist das Abendessen aus Rosas Küche wieder ein Genuss: Es werden Speckknödel serviert, gefolgt von einem Kalbsschnitzel mit Rosmarinkartoffeln. Rosa hat sogar schon ein Kochbuch über regionale Spezialitäten verfasst und man kann auch einen Kochkurs bei ihr auf der Plafötsch Alm buchen!


06. Juli 2018 – Durch die Südtiroler Weinstraße
Keine Dolomitentour, ohne einen Abstecher ins Südtiroler Weingebiet am Kalterer See! Da wechselhaftes Wetter angesagt ist, entscheiden wir uns, diese Tour heute zu machen. Zunächst gilt unser Interesse aber dem Karer See. Auf dem kostenpflichtigen Parkplatz ist schon am frühen Morgen der Teufel los. Vermutlich haben wir sogar noch Glück, denn lediglich ein Reisebus steht auf dem Parkplatz. Durch einen Tunnel, der die Landstraße unterquert, strömen Heerscharen von Menschen zu einer Aussichtsplattform. Das Panorama auf den türkisfarbenen See und das sich darin spiegelnde Latemar-Massiv ist unwirklich schön. Wir haben großes Glück, dass die Sonne gerade den Berg anstrahlt und kaum ein Lüftchen die Spiegelungen auf der Wasseroberfläche beeinträchtigt. Wieder einmal bereue ich, dass wir nur unsere kleine Sony-Alpha 6000 Systemkamera mitgenommen habe, denn hier ließe sich eine fantastische Zeitraffer-Aufnahme machen!


Nachdem wir den See einmal umrundet haben, flüchten wir vor den nunmehr immer zahlreicher werdenden Bus-Touristengruppen und fahren über Bozen zur Kellerei Kaltern. Dort machen wir eine intensive Weinprobe und kaufen danach kräftig ein, insbesondere natürlich die Südtiroler Spezialtrauben, wie zum Beispiel Lagrein, Kerner (den wir besonders lieben) oder Blauburgunder, der dem deutschen Spätburgunder entspricht.
Wir entscheiden uns, den Wein liefern zu lassen, da er ansonsten eine Woche lang in unserem Kofferraum „schmoren“ würde - bei den vorhergesagten hohen Temperaturen der nächsten Tage keine besonders gute Idee!

Unsere nächste Station sind die Montiggler Seen, die wir einmal umrunden wollen. Am kleinen Montiggler See an der Jausenstation legen wir unsere Mittagspause ein und stärken uns mit einem relativ unspektakulären Nudelgericht. Einige Buchfinken wagen sich bis unmittelbar an die Tische heran, um ein paar übriggebliebene Brotkrumen zu erbeuten. Leider bewahrheitet sich der Wetterbericht, und es ziehen dunkle Regenwolken auf, was uns allerdings nicht von unserer Runde um die Seen abhalten soll.

Auf dem Rückweg machen wir an der Frommeralm eine kurze Kaffepause und steigen dann bei Nieselregen und mittlerweile kühlen 11 ° C wieder hinauf zur Plafötsch Alm. Aus dem Tal ziehen dichte Nebelschwaden herauf und tauchen die Almwiesen in ein mystisches Licht.



Nach dem erneut leckeren Abendessen (Pizza, Schnitzel mit Bratkartoffeln) setzen wir uns mit einem Gläschen Wein nach draußen und bewundern einmal mehr den spektakulären Sonnenuntergang am Rosengarten, der heute besonders grandios ausfällt. In Ermangelung meiner Spiegelreflexkamera entdecke ich die Zeitrafferfunktion an meinem I-Phone, die das Spektakel erstaunlich eindrucksvoll festzuhalten in der Lage ist!



07. Juli 2018 – Wanderung durch das malerische Tschamintal
Das Tschamintal gilt als eines der schönsten Täler Südtirols. Die Wetteraussichten sind perfekt, so dass wir uns direkt nach dem Frühstück auf den Weg machen. Heute findet der Sky-Marathon rund um den Rosengarten statt und bereits früh morgens hecheln die Extremsportler den Berg hinauf. Wir umwandern die Ausläufer des Rosengartens oberhalb von St. Cyprian und gelangen auf einem gemütlich ansteigenden Fahrweg ins Tschamintal. Eine senkrecht aufsteigende Felswand begrenzt das Tal, wir wenden uns aber zunächst einem Weg zu, der ein ganzes Stück durch den Bosco Tschamin führt.


Am „Rechten Leger“ stoßen wir auf den breiten Bachlauf, der hier oben zu dieser Jahreszeit mehr oder weniger trocken liegt. Auf einer Bank machen wir eine ausgiebige Mittagspause bei Schüttelbrot und Kaminwurzen. Dabei feuern wir die Läufer an, die sich mittlerweile bereits hier auf den letzten Kilometern befinden. Die kürzere 32 Kilometer lange Marathon-Route führt durch das Tschamintal zurück nach St. Cyprian.

Der Rückweg entlang des Tschmainbaches, der im unteren Verlauf mehr und mehr mit Quellwasser gespeist wird und sich dementsprechend anfüllt, ist tatsächlich spektakulär. Unterwegs machen wir am Bach noch kurze Pausen, auch um unsere strapazierten Füße im kalten Wasser zu kühlen. Auf dem Weg nach St. Cyprian stoppen wir an der Tschaminschwaige, bestellen zur Belohnung für den langen Wandertag leckeren Kaiserschmarrn, bevor wir den letzten Abstieg auf einem lauschigen kleinen Pfad, der oberhalb des Tschamin Baches entlang führt, in Angriff nehmen.

 


Der Bus in St. Cyprian kommt mit zwanzigminütiger Verspätung und bringt uns schließlich zum Plafötsch-Parkplatz. Nach dem Aufstieg relaxen wir auf der Alm im Liegestuhl und genießen die Stille und das phantastische Panorama. Das Abendessen ist wie gewohnt lecker, es gibt Melone mit Speck, Wiener Schnitzel mit hausgemachtem Kartoffelsalat sowie Buchteln mit Vanillesoße!



►Weiter


Es waren schon 293584 Besucher hier!