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Rosengarten Teil 2

08. Juli 2018 – Tag 1 „Rosengarten Trekking“: Von der Plafötsch-Alm über die Tschamin Schwaige zur Tschafonhütte
Heute beginnt unsere Hüttentour rund um den Rosengarten, und wir sind schon richtig gespannt! Der Rucksack ist schnell gepackt und nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Renate samt Familie und machen uns auf zu unserer ersten Etappe. Den größten Teil des Weges zur Tschamin Schwaige haben wir bereits gestern absolviert, allerdings gehen wir heute im ersten Abschnitt eine kleine Variante. Das Wetter zum Wandern ist grandios, es ist überwiegend sonnig, aber nicht zu heiß.

Da es zum Einkehren in der Tschamin Schwaige noch viel zu früh ist, setzen wir unseren Weg unmittelbar fort. Über einen Fahrweg geht es sechshundert Höhenmeter stets bergauf und wir kommen erstmals richtig ins Schwitzen. Immer wieder erfreuen wir uns an den bunten Schmetterlingen, die an den Wildblumen am Wegesrand Nektar saugen. Unter anderem sichten wir Hufeisenklee-Widderchen, die, wie der Name schon sagt, von Kleeblüten unwiderstehlich angezogen werden und durch jeweils sechs rote Flecken an den Vorderflügeln gekennzeichnet sind.


Das letzte Stück entlang des Bergpfades 4a ist phänomenal und eröffnet einen Weitblick auf die zerklüfteten Rosengarten- und Latemar-Massive.


Schließlich erreichen wir unser heutiges Etappenziel, die Tschafonhütte. Sie ist ähnlich familiär geführt wie die Plafötsch Alm, und wir sind sofort begeistert von unserem kleinen Zimmer. Wir essen eine Kleinigkeit und relaxen dann den Rest des Tages. Da heute Sonntag ist, haben zahlreiche Einheimische die Tschafonhütte als Ausflugsziel genutzt - dementsprechend voll ist sie heute Nachmittag.
 

Es gibt für die Hüttengäste eine urige Outdoor-Dusche hinter dem Hasenstall, mit Ausblick auf die grasenden Hauskühe Lara und Gundi! Abendessen gibt es in Tschafonhütte  a´ la Carte. Wir entscheiden uns für Gulasch mit Speckknödel sowie ein Brennnessel-Spinat-Omelett. Draußen veranstalten die beiden Kühe zur Belustigung der Übernachtungsgäste ein kurioses Rennen rund ums Haus und laben sich verbotener Weise an den Blumen der Terrasse!


Wir beschließen, uns den Sonnenuntergang auf der Völseggspitz anzuschauen. Von der Hütte ist es ein Spaziergang von zwanzig Minuten zur Bergspitze. Oben eröffnet sich mit ein toller Blick auf den vom Abendlicht beleuchteten Schlern – auch das Schlernhaus, unser morgiges Etappenziel, ist zu erkennen.



09. Juli 2018 Tag 2 „Rosengarten Trekking“: Von der Tschafonhütte über den Prügelweg und die Sesselschwaige zum Schlernhaus (10,7 km, 3:20 Stunden)
Corinnas Geburtstag! Wieder einmal begehen wir ihren Ehrentag während einer Hüttentour in den Dolomiten. Es wird uns ein tolles Frühstück mit selbstgemachter Butter und Joghurt (von Lara und Gundi!), hausgemachtem Frischkäse, Marmelade und einem frischen Ei serviert. Der Hüttenwirt spendiert sogar noch ein Glas Prosecco als er aufgrund der Geschenke mitbekommt, dass Corinna Geburtstag hat.

Eine Stunde lang laufen wir ganz entspannt durch einen lichten Fichtenwald bis wir den Prügelweg erreichen. Von hier aus heißt es nun tausend anstrengende Höhenmeter anzusteigen! Der Prügelweg führt zunächst ziemlich steil zu einem Bergrücken hinauf bis zum Eingang in eine enge Schlucht. Ein Holzsteg ist über den Bach gebaut worden, nicht zuletzt, um das Vieh auf die saftigen Wiesen des Schlerns auf- und abzutreiben. Der Aufstieg zur Sesselschwaige ist spektakulär und schweißtreibend. Oben angekommen, machen wir bei atemberaubendem Ausblick zurück ins Tal eine ausgiebige Mittagspause.



Das nächste Teilstück zur Moarbodn Hütte ist ebenfalls ziemlich steil und führt über die mittlerweile baumfreien Almwiesen. Auch hier pausieren wir eine Weile und genießen einmal mehr den Ausblick auf Rosengarten und Latemar.


Die letzten zweihundert Höhenmeter zum über uns liegenden Schlernhaus durch bunt blühende Almwiesen genießen wir in vollen Zügen.

 

 

Das Schlernhaus ist mit 150 Betten eine der größten Unterkünfte der Gegend. Wir haben wieder ein Doppelzimmer gebucht, eine Dusche sucht man im ganzen Haus jedoch vergeblich. Es gibt lediglich einen Waschraum, in dem man sich frisch machen kann. Insgesamt ist das Schlernhaus natürlich nicht annähernd so heimelig und persönlich wie unsere bisherigen Unterkünfte. Das Abendessen ist ok, aber natürlich kein Vergleich zu dem frisch zubereiteten Gerichten in der Plafötsch Alm oder der Tschafon Hütte.


Kein Abend ohne Gipfelbesteigung! Der heutige auf den Mont Petz ist wahrhaft phänomenal! Ein Rundumblick auf die kompletten Dolomiten, inklusive der Marmolada, Seiser Alm, Rittner Horn und viele weitere Gipfeln lässt unser Herz höher schlagen und ist ein großartiger Abschluss eines spektakulären Wandertages.


 






10. Juli 2018 Tag 3 „Rosengarten Trekking“: Vom Schlernhaus über die Tierser Alpl zum Rifugio Micheluzzi (14,3 km, 4:00 Stunden)

Dichter Nebel umgibt das Schlernhaus, als wir am frühen Morgen die Fensterläden an unserem Zimmer zurückschlagen. „Erst einmal frühstücken, dann wird´s schon besser werden“, versuchen wir Zweckoptimismus für den heutigen Wandertag zu verbreiten. Das Frühstück ist, wie schon fast erwartet, eine Enttäuschung. Abgepackter Käse, Marmelade und Butter vom Büffet, auch hier ist Massenabfertigung angesagt!

Wir halten uns nicht lange auf und brechen zu unserem ersten heutigen Etappenziel, der Tierser Alpl, auf.  Von der sicher aussichtsreichen Wanderung können wir nichts berichten, denn wir sehen gar nichts - ...außer ein paar Almkühen, die uns auf dem Wanderweg entgegenkommen und uns neugierig beäugen! Der Nebel raubt uns komplett die Sicht und so arbeiten wir uns mehr oder weniger im Blindflug Schritt für Schritt hinunter. Unterwegs treffen wir eine Schäferin mit ihrem Border Colly Chiara. Sie ist das erste Jahr überhaupt als Schäferin tätig und ist in der Zeit von Mai bis Oktober mutterseelenalleine mit den Schafen und dem Hund in einer einsamen Almhütte auf dem Schlernplateau ohne jeglichen Luxus wie Dusche oder WC unterwegs!

Nach insgesamt zwei Stunden Wanderzeit gelangen wir zur Tierser Alpl, wo wir uns mit einer leckeren Graupensuppe stärken. Die moderne, fast „stylische“ Hütte liegt sehr idyllisch auf einem Bergsattel.


Nach einer kurzen Pause setzen wir unseren Weg fort. Mittlerweile hat sich der Nebel aufgelöst und die wärmende Sonne kommt endlich hervor. Es geht nun stetig bergab ins Duron Tal, wo wir auf einen breiten und ebenen Fahrweg stoßen. Zahlreiche Murmeltiere sind hier zu beobachten, die ihren Clan durch durchdringende Rufe vor sich nähernden Wanderern oder anderen etwaigen „Feinden“ warnen.


Nach weiteren zwei Stunden erreichen wir das Refugio Micheluzzi. Die Zimmer sind einfach ausgestattet, verfügen aber teilweise über eigene Badezimmer. Vor der Hütte gönnen wir uns Kaffee und Kuchen bei leider mittlerweile nicht mehr so sonnigem Wetter. Nach kurzer Zeit fängt es an wie aus Kübeln zu schütten. Wir sitzen im Trockenen und hoffen, dass sich das Wetter bis morgen wieder beruhigt.

Das Abendessen im Micheluzzi ist einfach nur bombastisch! Wir können frei wählen aus einem Primi und einem Secundi Piatti sowie einem Dessert. Der Antipasti Teller für Zwei ist köstlich, überfordert uns aber bereits von der Menge! Danach gibt es hausgemachte Polenta mit Rehpfeffer bzw. frischer Bratwurst und als krönenden Abschluss Panna Cotta mit Waldfrüchten. Nach dieser üppigen Schlemmerei muss ein Abendspaziergang her, der jedoch durch erneut einsetzenden Regen jäh unterbrochen wird.


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