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P - Madeira 2018

Im September 2018 zieht es uns zum zweiten Mal für zehn Tage auf die Blumeninsel. Dieses Mal steht die Reise jedoch unter anderen Vorzeichen, da wir sozusagen als „Reiseleiter“ für Corinnas Eltern fungieren. Aus diesem Grund müssen unsere Wandertouren dieses Mal deutlich moderater ausfallen als im Vorjahr. Wir haben uns wieder in die Villa Sealine in Calheta eingebucht – für uns gibt es auf ganz Madeira kaum einen anderen Ort, der mehr Ruhe, Komfort und einen derartig spektakulären Ausblick bietet!


Wir beschränken uns in diesem Bericht ausschließlich auf die neu entdeckten Touren und Orte, die wir in unserem Madeira-Reisebericht 2017 noch nicht ausführlich beschrieben haben.


Wanderungen

Von Achada do Teixeira auf den Pico Ruivo
Besonders begeistert uns die Wanderung vom Achada do Teixeira auf den höchsten Berg Madeiras, den Pico Ruivo (Rother Nr. 33). Im vergangenen Jahr haben wir den Pico Ruivo noch vom Pico do Arieo angesteuert – eine sehr anstrengende Tour. Bei dieser Variante handelt es sich mehr um einen Spaziergang, daher ist die Route eine der meist begangenen auf der Insel überhaupt. Vor Antritt der Tour sollte man unbedingt darauf achten, dass sich möglichst kein Kreuzfahrtschiff im Hafen von Funchal befindet. Die Tour ist bei den Schiffen, die den Hafen in Funchal ansteuern, sehr beliebt ist und der Berg kann dann von Menschenmassen bevölkert werden. Kreuzfahrtschiffe steuern Madeira insbesondere ab November an – dann muss auf allen Top-Touren mit großem Andrang gerechnet werden. Ebenso empfehlenswert ist, die Besteigung des Pico Ruivos am frühen Nachmittag zu starten, um den zahlreichen geführten Gruppen aus dem Weg zu gehen.


Der Parkplatz an der Achada do Teixeira ist zum Glück nur mäßig gefüllt. Auf einem gut ausgebauten Pflasterweg steigen wir bergauf. Während des gesamten Weges eröffnen sich grandiose Ausblicke auf den Pico do Ariero bis hin zur Halbinsel Sao Lourenco. An einer Schutzhütte machen wir ein kleines Picknick, bevor wir zu unserer nächsten Etappe, dem Casa de Abrigo aufbrechen.

Die ehemals einzige Berghütte Madeiras ist mittlerweile nicht mehr bewirtschaftet, aber wenigstens kann man hier seine Wasserflaschen wieder auffüllen. Der Gipfel ist von hier aus in zehn Minuten über einen Treppenweg zu erreichen. Oben wird der Wanderer mit einem grandiosen Rundumblick belohnt. Auf gleichem Weg geht es zurück zum Ausgangspunkt. Dichte Wolkenschwaden ziehen während unseres Abstiegs hinauf in Richtung Gipfel und hüllen das Tal in ein mystisches Licht.


Levada do Rei

Eine weitere Top-Tour, die wir bislang noch nicht kannten, ist die Wanderung entlang der Levada do Rei (Rother Nr. 30). Wir empfehlen aufgrund ihrer Beliebtheit auch diese Tour erst gegen 15 Uhr zu starten. Es geht immer entlang der Levada in einem Steilhang, hoch oberhalb des Ribeira Bonito Tals. Überall blühen Bananen-Maracujas und da einige Früchte reif sind, kommen wir sogar in den Genuss eines leckeren Snacks. In den Lorbeerbäumen am Wegesrand tummeln sich Madeira-Goldhähnchen, die sich sehr leicht mit unserer Vogel-App anlocken lassen. Für einige Passagen ist eine gewisse Schwindelfreiheit erforderlich, da man über die schmale, teilweise ungesicherte Levada-Mauer balancieren muss. Die steilen Felswände an der Levada sind dicht bewachsen von Moosen und Farnen und verwandeln den Wegverlauf in eine grüne Hölle. Für uns ist der Wasserfall der Endpunkt, da wir Corinnas Vater nicht zumuten wollen, unter dem Wasserfall hindurchzulaufen. Ich lasse mir den Spaß allerdings nicht nehmen! In zwanzig Minuten erreicht man vom Wasserfall den Ribeiro Bonito, den eigentlichen Umkehrpunkt dieser schönen Wanderung.


Weitere Ausflüge

Nonnental (Curral das Freiras)
Kaum ein Madeira Urlauber lässt einen Ausflug ins berühmte Nonnental aus. Im 16. Jahrhundert diente das abgeschiedene Tal den Nonnen des Klosters Santa Clara in Funchal als Rückzugsort bei Piratenüberfällen - daher der Name. Das Tal zählt ebenfalls zu den beliebtsten Orten Madeiras, so dass auch hier große Gefahr betseht, ihn mit Heerscharen von anderen Touristen teilen zu müssen. Das Nonnental ist für Touristengruppen wie für Einheimische besonders an Wochenenden ein äußerst beliebtes Ausflugsziel; dann bevölkern häufig mehrere Busladungen die Aussichtspunkte am Eira do Serrado. Bei unserem Besuch hält sich der Andrang indes in Grenzen. Von der Plattform aus hat man einen grandiosen Ausblick auf das 450 Meter tiefer gelegene Nonnental.

Gegenüber beherrscht das imposante Felsmassiv des Pico Grande die Szenerie. Wir fahren hinab nach Curral das Freiras und essen zu Mittag in dem sehr empfehlenswerten Restaurant Sabores do Curral, das über eine tolle Außenterrasse verfügt – das benachbarte Vale das Freiras Restaurant, das häufig von großen Reisegruppen angesteuert wird, scheint hingegen eher eine Touristenfalle zu sein.

 

Porto da Cruz
Im Nordosten der Insel befindet sich das verschlafene Nest Porto da Cruz. Hier endet auch eine grandiose Küstenwanderung, die wir in unserem Reisebericht 2017 beschrieben haben. Zunächst essen wir in dem sehr empfehlenswerten Restaurant Vila Bela direkt am Meer mit Blick auf die Steilküste zu Mittag.

Hier gibt es unter anderem sehr leckeren Thunfisch, der Oktopus ist leider gerade aus! Das sehr einladend aussehendes Meerwasserschwimmbad nebenan lassen wir aus und laufen anstatt dessen entlang der schönen Promenade, über die man zum Praia da Lagoa, einem schwarzen Sandstrand am südlichen Ortsrand, gelangt. Hier legen wir eine Badepause ein. Für uns ist der Strand in Porto da Cruz eine der besten Bademöglickeiten ganz Madeiras.


Unmittelbar am Strand befindet sich die einzige Rumfabrik Europas, deren langer Schornstein scheinbar über die gesamte Praia wacht! In den Erntemonaten zwischen April und Juni wird hier der Zuckerrohr gepresst und zu Rum verarbeitet. Die Anlage kann besichtigt werden und im Shop nebenan können die Rumprodukte verköstigt und erworben werden.


Jardim Tropical Monte Palace
in Funchal
Direkt an der Teleferico Bergstation von Funchal befindet sich der Nordeingang des Jardim Tropical. Zunächst schauen wir uns im Museu Mont Palace im Schnelldurchlauf die Ausstellung mit afrikanischen Skulpturen an.


Der Garten selbst erstreckt sich über 70.000 Quadratmeter und ist sehr weitläufig. Er berherbergt zahlreiche exotische Pflanzen, unter anderem Proteen und Brotpalmfarne aus Südafrika, Orchideen vom Himalaya oder Mammutbäume aus Amerika. Im Zentrum steht noch heute das altehrwürdige Hotel, in das bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Haute Volee zur Sommerfrische abgestiegen ist.





Von der südlichen Begrenzungsmauer des Parks aus beobachten wir die von zwei traditionellen Korbschlitten, die mit einem Tempo von bis zu 38 km/h ihre bis zu drei Passagiere in Richtung Altstadt befördern. Jeweils zwei traditionell gekleidete "Gondolieros" halten die Schlitten weitgehend in der Spur, die Passagiere sehen in den Körben in der Regel alles andere als entspannt aus. In früheren Zeiten wurde diese einzigartigen Gefährte für Lasten aber auch die schnelle Beförderung von Menschen vom Berg hinab ins Tal eingesetzt, heute ist sie ausschließlich eine relativ kostspielige Touristenbelustigung (1 Person 25 €, 2 Personen 30 €).




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