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L´Isle-sur-la-Sorgue - Roussillon

Unser Plan ist, auf dem an einem Bächlein gelegenen Campingplatz La Sorguette in L´Isle-sur-la-Sorgue einzumieten; leider ist für ein Wohnmobil unserer Größenordnung kein Platz mehr frei, so dass Plan B her muss, der France Passion Platz der Domaine de LaGasqui, ca. fünf Kilometer außerhalb des kleinen Städtchens gelegen. Am Ende gefällt uns der Platz sehr viel besser als der anonyme und recht große Campingplatz in der Stadt. Das Weingut ist schwierig zu finden, die Beschreibung im France Passion Führer etwas verwirrend. Wir stellen unser Wohnmobil auf der großen Wiese vor dem Weingut, auf dem bereits zwei weitere Wohnmobile stehen, ab. Im Shop des Weingutes melden wir uns an und kaufen direkt eine Flasche Olivenöl und eine Flasche Rose´ für heute Abend.

Danach wird erst einmal ein gutes Stündchen vor dem Wohnmobil gechillt, bevor wir uns nachmittags zu einer Ortsbesichtigung aufraffen. Dabei habe ich eine interessante Vogelsichtung: Zunächst höre ich den markanten Ruf eines Pirols, der kurze Zeit später über uns hinwegfliegt. Es ist sehr schwierig einen Pirol zu Gesicht zu bekommen, da der Vogel zwar knallgelb und auffällig ist, jedoch auch sehr scheu und sich immer in dichten Baumkronen aufhält.

Erstmals schnallen wir unsere Fahrräder vom Gepäckträger, denn es sind knapp fünf Kilometer bis in die Stadt. Endlich sind wir aus den Bergregionen heraus und die zu bewältigenden Steigungen sind mäßig. Bei der Gelegenheit finden wir auch die eigentliche Zufahrt zur Domaine de LaGasqui über ein wesentlich besser zu befahrenes Sträßchen. Zumeist führt die Strecke in die Stadt über einen Fahrradweg – Frankreich ist halt ein Radfahrer-freundliches Land.

L´Isle-sur-la-Sorgue wird auch das Klein-Venedig der Provence genannt, zu Recht, denn die Sorgue umgibt mit ihren verzweigten Wasseradern das kleine Städtchen fast wie ein Spinnennetz. Überall plätschert es an hölzernen Wasserrädern oder an kleinen Staustufen herunter. Natürlich ist dies nicht nur uns bekannt, sondern auch zahlreichen anderen Touristen. Da wir das verlängerte Himmelfahrtswochenende haben, ist es im Ort relativ voll. Wir lassen erst einmal unsere Füße in der kalten Sorgue abkühlen und machen dann eine Runde durch die Innenstadt. Die Gässchen im Stadtkern finden wir nicht so spannend, wie die anderer Städtchen zuvor.


Auf gleichem Weg radeln wir wieder zurück zu unserem Wohnmobil, verbringen den Abend mit Reiseberichtschreiben und der weiteren Planung unserer Reise, bevor wir ein vorzügliches Menü zubereiten: Tomaten mit Burrata und frischem provenzalischem Basilikum, Nudeln mit Trüffel und Olivenöl sowie dem Küchlein aus der Boulangerie in Sablet. Kleiner Abstrich bei unserem Gourmet-Menü: Der konservierte Trüffel ist den Preis nicht wert – von Trüffelgeschmack keine Spur! Man sollte halt nur auf frische Zutaten setzen – für uns war der  konservierte Trüffel allerdings auch ein Erstversuch!




1. Juni 2019 - L´Isle-sur-la-Sourgue – Roussillion (70 Km)
Am Morgen füllen wir unseren Frischwassertank auf. Die Chefin des Weingutes fragt uns zunächst, ob wir gestern auch etwas gekauft hätten, andernfalls hätte sie uns nicht den Zugang zum Trinkwasser genehmigt. Wir halten das für absolut verständlich und können es nicht nachvollziehen, dass es Wohnmobilisten gibt, die auf den schönsten France Passion Plätzen kostenlos stehen wollen und es dennoch  nicht für nötig halten, bei den Betreibern ein Minimum einzukaufen!

Wir machen noch eine kurze Foto-Session in L´Isle-sur-la-Sorgue und stellen abermals fest, dass es häufig nicht so einfach ist, einen Parkplatz für ein Wohnmobil zu ergattern. In L´Isle-sur-la-Sorgue ist wenigstens noch ein Parkplatz für Wohnmobile ausgeschildert – das werden wir heute noch ganz anders erleben.


Zum Beispiel bei der Fontaine-de-Vaucluse, unserer nächsten Station. Kaum einer weiß, dass die Quelle der Sorgue die größte Quelle Europas ist! Wir haben uns für eine der beliebtesten Touristenattraktionen der Region ausgerechnet das lange Himmelfahrtswochenende ausgesucht, dementsprechend überfüllt ist es hier. Am ersten Parkplatz werden wir direkt abgewiesen – für Wohnmobile gesperrt. Es gäbe einen Parkplatz für Wohnmobile hinter der Brücke am Ende des Tals. Natürlich ist dieser Platz bis auf den letzten Platz belegt, so dass wir einfach entlang der Sorgue die Straße weiterfahren und irgendwann am Straßenrand parken. Mit dem Fahrrad machen wir uns auf zurück zum Örtchen, der eigentlich komplett aus Souvenirshops, Imbissbuden und Restaurants besteht. Wir reihen uns ein in den Pilgerstrom, der zur sagenumwobenen Quelle führt. Tatsächlich ist der Weg entlang des grün-schimmernden Stromes sehr schön. Die Quelle selbst ist ein ziemlich unspektakuläres türkis-farbiges Wasserloch in einer Felshöhle.



Auf dem Rückweg nehmen wir einen kleinen Mittagssnack im Restaurant Philip direkt am Ufer der Sorgue ein. Wir sind sehr überrascht, denn wir hätten Touristen-Abzocke erwartet. Das bestellte Sandwich ist lecker und preislich in Ordnung und die Bedienung ist überaus zuvorkommend und freundlich – von uns also eine glatte Empfehlung! Wir schauen uns noch auf der anderen Seite der Sorgue eine Weile um und radeln dann zurück zu unserem Wohnmobil.

Unser nächstes Ziel ist das Zisterzienserkloster Abbaye de Sénanque. Hier befindet sich das wohl berühmteste und am häufigsten fotografierte Lavendelfeld der gesamten Provence. Natürlich stehen auch hier die Felder noch nicht in Blüte, so dass wir uns mit Fotos der grünen Lavendelpracht begnügen und uns den Rest hinzudenken müssen. Ansonsten ist das Kloster recht unspektakulär. Was auffällt, ist die Vielzahl an aufgestellten Verbotsschildern; die katholische Kirche sollte aus unserer Sicht besser einmal in den eigenen Reihen schauen und dort restriktive Verbote zu deutlich wichtigeren Themenkomplexen aussprechen! Auf eine Besichtigung verzichten wir, vielmehr wenden wir uns dem nahen provenzalisches Bilderbuchdorf Gordes zu.


Unser eigentlicher Plan war, uns einen Stellpatz auf dem im Womo-Führer genannten terrassierten Parkplatz zu suchen. Leider ist der Parkplatz mittlerweile für Wohnmobile komplett gesperrt, man darf noch nicht einmal tagsüber hier parken! Nicht das erste Mal fühlen wir uns als Wohnmobilfahrer in Frankreich diskriminiert! Auch der Campingplatz Les Sourge ist komplett ausgebucht so dass wir nach einem Standardfoto von der gegenüberliegenden D 2 das Weite suchen!


Wir fahren ins nahe Roussilion, wo wir uns erneut über die Parkplatzsituation für Wohnmobile ärgern, da sie ähnlich ist wie in Gordes. Scheinbar sind diese Orte nicht mehr angewiesen
auf die in der Regel gutbetuchte Klientel der Wohnmobilbesitzern (oder –mietern). Wir haben das Gefühl, dass sich diese Einstellung auf Dauer rächen wird. So beschließen wir, direkt  zum France Passion Platz der Domaine Girod zu fahren und sind blass erstaunt, als uns die Besitzerin erzählt, dass die Stadt lediglich 20 Minuten zu Fuß entfernt liegt. Ein perfekter Ausgangspunkt also für eine Stadtbesichtigung. Zunächst aber machen wir eine Weinprobe und kaufen auch ein paar Flaschen von den sehr ordentlichen Tropfen ein.

Zu Fuß machen wir uns auf zu einer abendlichen Stadtbesichtigung. Roussillon ist berühmt für seine Ockerbrüche, auf denen die Stadt mehr oder weniger steht. Nahezu alle Häuser weisen Fassaden in der Ocker-Farbpallette aus. Der Sentier des Ocres schließt leider bereits um 18.30 Uhr, so dass wir nur ein paar Schnappschüsse von der Stadt aus machen können.


Das Städtchen gefällt uns auf Anhieb außerordentlich gut. Bei der Restaurantauswahl haben wir indes nicht ganz so viel Glück: Wir entscheiden uns für das bei Tripadvisor an 2 gelistete Le P´tit Gourmand. Als wir nach sage und schreibe 45 Minuten noch einmal Wasser auf dem Tisch stehen haben, beschließen wir das Etablissement zu verlassen. Am Nachbartisch hatte sich ein spanisches Pärchen, dem es ähnlich erging, in der Zwischenzeit selbst die Getränke aus dem Lokal geholt! Aus unserer Sicht also unbedingt einen Bogen um diese „Servicewüste“ machen! So landen wir im La Grappe de Raisin, wo der Service freundlich und professionell ist und provenzalische, wenn auch nicht sonderlich ausgefallene Hausmannskost auf den Tisch kommt. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt aber in jedem Fall in diesem Lokal.



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