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Hüttentour

Übersicht Hüttentour Lüsener Alm zum Grödner Joch:
Tag 1: Herolerhof über Lüsener Alm zur
Maurerberghütte (17,6 km) = Dolorama Weg, 1. Etappe
Tag 2: Maurerberghütte über Göma zur
Schlüterhütte (16,8 km), Dolorama Weg, 2. Etappe
Tag 3: Schlüterhütte / Adolf Munkel Weg / Schlüterhütte (14,6 km), Teil des Dolorama Weges, 3. Etappe
Tag 4: Schlüterhütte über Puez Hütte zur
Regensburger Hütte
(12,2 km)
Tag 5: Regensburger Hütte zum Grödner Joch (18 km),
Rifugio Frara


1. Tag: Heroler Hof – Maurerberghütte, 17,5 km, 950 Höhenmeter Anstiege, 6,5 Stunden
Wir verabschieden uns von Sylvia und dem Rest der Familie auf dem Heroler Hof und brechen auf zur ersten Etappe unserer Hüttentour, die uns quer durch die Dolomiten führen wird. Wettermäßig sind wir wieder einmal im wahrsten Sinne des Wortes auf der Sonnenseite des Lebens: Es ist die erste stabile Woche des Jahres mit ganz viel Sonnenschein angekündigt! 

Wir müssen uns beim ersten Aufstieg zur Tulper Campis erst einmal wieder an die zehn Kilogramm Gepäck auf dem Rücken gewöhnen – jedoch finden wir beide schnell unseren Rhythmus. Der Griabl-Steig führt uns durch einen verwunschenen Wald und alsbald eröffnet sich ein letzter Blick hinunter auf den Heroler Hof. Nach zwei Stunden erreichen wir die Kreuzwiesenalm, wo wir eine kurze Rast einlegen und uns mit einer hausgemachten Holundersaftschorle erfrischen. Nicht umsonst ist die Kreuzwiesenalm in den letzten Jahren schon mehrfach zur Hütte des Jahres gekürt worden. Hier kann man auch sehr komfortabel und stilvoll in Doppelzimmern übernachten!

Wir steigen hinauf auf den Campill, 2.120 Meter hoch, und erfreuen uns eine Weile am Ausblick auf das unter uns liegende Pustatal. Über saftig grüne Wiesen folgen wir dann dem Wanderweg zum Jakobsstöckl und lassen uns auch nicht von einem mitten auf dem Wanderweg platzierten Verbotsschild für Wanderer am Passieren hindern. Manchen Bauern sind die Wanderer offenbar ein Dorn im Auge, aber ein Verbotsschild mitten auf einem ausgewiesenen Wanderweg zu platzieren ist schon etwas merkwürdig!

Auf der Wieseralm legen wir eine längere Mittagspause ein. Die Alm liegt lauschig in einem kleinen Sattel, umgeben von saftig grünen Wiesen, auf denen Kühe friedlich weiden – Alpenidylle pur! Es gibt sogar einen kleinen Jungen mit Tirolerhut, der offenbar zu den Wirtsleuten gehört und in jedem Heidi-Film als Peter durchgehen könnte!

Von der Wieseralm müssen wir wieder aufsteigen auf das Glittner Joch, wo uns das Panorama auf den Kronplatz und andere Dolomiten-Gebirgszüge schier den Atem raubt.

Bis hinunter zum Glittner See folgen wir nun einem steil abfallenden Pfad. Dort erwartet uns ein fast kitschig-schönes Bild eines im See dümpelnden, hölzernen Segelschiffs mit einem schneeweißen Schwanenpärchen davor – dazu fügt sich die im See spiegelnde Bergkette ein!

Weiter geht´s steil bergab zur Turnaretsch-Hütte, die mittlerweile nicht mehr bewirtschaftet wird und danach zum Lüsner Joch. Vor uns liegt noch eine letzte Wanderstunde mit mäßigem Anstieg bis zu unserem ersten Etappenziel, der Maurerberghütte. Energiebündel wählen die Variante 1a über den Maurerberggipfel, die mit weiteren 300 Höhenmetern aufwartet. Wir für unseren Teil haben genug für heute, da wir bereits fast 1.000 Höhenmeter Anstiege in den Knochen haben. Der letzte Teil des Weges erfreut noch einmal das Wanderherz! Der Pfad führt durch üppig blühende Alpenrosen hindurch und eröffnet den Blick auf schroffe Felsmassive.

Endlich kommt die Maurerberghütte in Sicht, die in einer derart exponierten Lage mit Blick auf den Peitlerkofel gelegen ist, dass es einem die Sprache verschlägt! Wir belohnen uns mit einem kühlen Weizenbier und genießen die Spätnachmittagssonne.


Der Standard der Maurerberghütte ist das Beste, was wir auf unseren Wandertouren je erlebt haben. Es gibt gemütliche Doppelzimmer mit Dusche und WC – weit entfernt von den teilweise gewöhnungsbedürftigen Hütten-Matratzenlagern, in denen man vor lauter Geschnarche der Mitwanderer nachts kein Auge zumachen kann. Abendessen gibt es a´la Carte – wir entscheiden uns für eine Gerstesuppe (7 €), Gulasch mit Knödel (14 €) bzw. Spaghetti Bolgnese (7,50 €).

2. Tag: Maurerberghütte über Göma zur Schlüterhütte, 16,8 km, 815 Höhenmeter Anstiege, 4,5 Stunden
Nach einem deftigen Bergfrühstück machen wir uns auf zu unserer zweiten Etappe. Zunächst steigen wir hinab über einen unspektakulären Fahrweg zum Pe de Barz und von dort hinauf zum Würzjoch, einem sehr beliebten Ziel für Tageswanderer und auch Biker. Dort grasen zwei super-süße, wuschelige Kälber vor dem Panorama des Peitlerkofels. Offensichtlich sind sie es gewohnt, von Wanderern gestreichelt zu werden, denn sie regen sich kaum von der Stelle, wenn man sich ihnen nähert!



Wir haben die längere Variante über Göma, links herum um den Peitlerkofel, gewählt. Die sattgrünen und blühenden Almwiesen mit dem Peitlerkofel Massiv im Hintergrund sind beeindruckend. Abertausende Trollblumen stehen in voller Blüte. In der Göma Hütte stärken wir uns mit einer hausgemachten Holundersaftschorle, bevor es an den recht steilen Aufstieg zur Göma-Scharte geht.


Oben an der Scharte relaxen wir eine Weile mit Blick auf das Ortler-Massiv und genießen mitgebrachte Kaminwurzen, Käse und Brot. Auch die Rückseite des Peitlerkofels ist landschaftlich grandios, nicht so schroff und felsig, eher lieblich und grün!




Der weitere Verlauf des Peitlerkofel-Rundweges führt durch eine Bilderbuch-Alpenlandschaft ohne größere Anstiege. Den Aufstieg auf den Berg sparen wir uns, da es weitere 500 Höhenmeter bedeuten würde. Das letzte Wegstück über den Wanderweg 35 ist noch einmal steil und geröllig. Dann aber kommt unser heutiges Etappenziel, die Schlüterhütte, in Sicht.

Wir beziehen unser Zweibettzimmer mit Dusche und WC auf dem Gang – nicht ganz so komfortabel wie die Maurerberghütte, dennoch sehr gemütlich. Bei Weizenbier und Apfelstrudel – eine tolle Kombination – genießen wir die Nachmittagssonne in vollen Zügen.

3. Tag: Schlüterhütte – Adolf-Munkel Weg – Schlüterhütte, 4,4 Km, 600 Höhenmeter Anstieg, 4 Stunden
Da wir eine weitere Nacht in der Schlüterhütte verbringen werden, nutzen wir die Gelegenheit, um ein paar Sachen am Morgen auszuwaschen. Der Adolf-Munkel-Weg, wie auch unsere ersten beiden Etappen, Teil des neu errichteten Dolorama-Weges, steht auf dem Programm. Über einen steilen Pfad steigen wir zunächst 250 Höhenmeter hinab zur Gampenalm und folgen dann dem Fahrweg 35.

Nach ca. einer Stunde erreichen wir den Einstieg in den Adolf-Munkel Weg. Unterwegs öffnet sich immer wieder der Blick auf die Geislergruppe. Eine Kuh namens Lotte gibt ein malerisches Fotomotiv vor dem zerklüfteten Felsmassiv ab.



Mittagspause halten wir an der idyllischen Gschnaggenhardt-Alm ab, wo wir mit Live-Musik auf dem Akkordeon vom Almwirt höchst persönlich unterhalten werden und gönnen uns eine leckere Speckknödel- bzw. Gemüsesuppe.

Mehr oder weniger auf gleichem Weg geht es danach wieder aufwärts zur Schlüterhütte, kurz unterbrochen von einer kurzen Kaffeepause auf der Gampenalm. Der anschließende Aufstieg zur Schlüterhütte hat es noch einmal in sich und bringt uns kräftig ins Schwitzen. Dann aber ist es geschafft und wir relaxen vor dem Abendessen noch eine ganze Weile vor der Hütte und genießen die herrliche Abendsonne.

Wir haben heute Abend eine sehr skurrile Tischzusammensetzung, ein Belgier, ein Franzose, ein Italiener, ein Ehepaar aus Hongkong und wir! Es entwickeln sich kuriose Gespräche und wir haben jede Menge Spaß – das macht halt einen richtigen Hüttenabend aus! Die Menschen auf den Hütten sind zumeist angenehm, da sie in der Regel naturverbunden und unkompliziert sind. Über dem Geisler bildet sich ein atemberaubender Sonnenuntergang mit tollen Farben.



 

4. Tag: Schlüterhütte – Regensburger Hütte, 12,2 km, 710 Höhenmeter Anstiege, 3:55 Stunden
Es steht erneut eine landschaftlich grandiose Etappe auf dem Wanderplan. Wir folgen zunächst dem Dolomiten Höhenweg 2 bis zur Madalges Alm, wo wir in einem Stall zwei wenige Tage alte Kälbchen mit ihrer Mutter entdecken.

Die Almwiesen, die wir durchwandern, stehen in voller Blüte - Enzian, Trollblumen, Edelweiß und viele andere mehr. Der Pfad schlängelt sich entlang der Rückseite des Geißlermassivs. Die Roarscharte mit dem davorliegenden steil ansteigenden Schotterfeld wirkt von unten nahezu unbezwingbar, fast bedrohlich! Vor dem Aufstieg machen wir noch eine kurze Trinkpause auf einem malerischen Felsvorsprung.

Es ist der erste Teil unserer Wanderung, bei der Schwindelfreiheit und absolute Trittsicherheit gefragt ist. Der steile, schweißtreibende Weg hinauf zur Scharte windet sich in Serpentinen durch das Schotterfeld.




Wenige Meter vor dem Gipfel vernehmen wir über uns ein Grollen – kurze Zeit später prasselt ein Steinschlag auf uns nieder. Corinna befindet sich noch ein paar Schritte hinter mir, während ich mich unter einen kleinen Felsvorsprung retten kann. „Schnell, komm zu mir“, brülle ich ihr panisch entgegen. Sie wird gerade noch von einem kleinen Steinchen im Gesicht getroffen, das eine lange Schmarre verursacht - dann bringt auch sie sich in Sicherheit. Kurz darauf entdecken wir die Verursacher und Übeltäter des Steinschlages: Eine Gämsen-Familie prescht im Affenzahn den steilen Berg hinab und hat dabei über uns das lockere Geröll in Bewegung versetzt. Das hätte ins Auge gehen können! Wir bringen den letzten Abschnitt bis zur Roar Scharte, an der es sogar noch einige Schneefelder gibt, hinter uns und legen oben eine Rast ein. Vor uns liegt ein senkrecht abfallendes Felsmassiv, das wir am morgigen Tag überqueren müssen. Es ist von hier aus nicht erkennbar, an welcher Stelle ein Weg für Nicht-Bergsteiger durch diese Steilwand führen könnte!

Während des Abstieges zur Regensburger Hütte entdecken wir das erste Murmeltier unserer diesjährigen Tour. Es nimmt ein ausgiebiges Sonnenbad auf einer Almwiese und verbirgt sich sogleich hinter einem Felsen, als wir näherkommen. In der Hütte angelangt, beziehen wir unser Zimmer, das über ein Waschbecken und auch über eine Steckdose zur Aufladung der Kamera-Akkus und des Handys verfügt. Die Lage der Regensburger Hütte ist einmal mehr grandios. Vor uns liegt der Ciampinei mit seiner Bergstation – er gehört ebenfalls zum Sella Ronda Skigebiet - sowie das Tal von Wolkenstein.

Wir sitzen beim Abendessen zusammen mit Corinna – welch ein Namenszufall – aus Hamburg sowie Mercedes aus der Nähe von Barcelona. Die Beiden machen ebenfalls eine dreitägige Hüttentour. Wir haben gemeinsam einen unterhaltsamen und lustigen Abend, der lediglich ein wenig durch die EM-Halbfinal-Niederlage der deutschen Mannschaft gegen Frankreich getrübt wird.


5. Tag: Regensburger Hütte - Puez Hütte – Grödner Joch,18 km, 1.070 Höhenmeter Anstieg, 5:40 Stunden
Beim Hüttenwirt haben wir uns am Abend noch über den Aufstieg über die Sieles-Scharte erkundigt, da dort auf unserer Kompass-Karte ein Klettersteig verzeichnet ist. Er meint lapidar, dass alles ganz harmlos sei, es gäbe lediglich ein paar ausgesetzte Stellen, die durch Drahtseile gesichert seien. Also wagen wir den Aufstieg. Bereits um 8 Uhr sind wir startklar, denn wir haben heute die längste und anstrengendste Etappe unserer Tour vor uns. Zunächst geht es auf gleichem Weg wie gestern Nachmittag zurück, bis sich die Pfade zur Roar- bzw. zur Sieles-Scharte gabeln. Der halbstündige Aufstieg ist erneut steil und schweißtreibend. Wir steigen bereits in der ersten Wanderstunde ab der Regensburger Hütte 630 Höhenmeter an! Der mit Drahtseilen gesicherte Abschnitt des Steiges erweist sich tatsächlich als völlig harmlos – Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind allerdings auch hier obligatorisch. Oben angekommen erwartet uns einmal mehr ein atemberaubendes Panorama.

Der Pfad fällt nun seicht abwärts und eröffnet spektakuläre Einblicke in das unter uns liegende Langental. Die Bergwiesen sind ein Paradies für Murmeltiere – überall wuseln die niedlichen Pelztiere über Stock und Stein, so dass wir zahlreiche Foto-Stopps einlegen müssen.


Nach drei Wanderstunden erreichen wir endlich die Puez Hütte. Ursprünglich hatten wir geplant, hier zu übernachten und nicht in der Regensburger Hütte, aber die Kritiken über die Hütte in den einschlägigen Wander-Foren waren vernichtend: Über Unfreundlichkeit, ungemütlichem Matratzenlager bis hin zu extrem schlechter und knapper Verpflegung war alles vertreten! So machen wir hier lediglich eine Mittagspause und sind am Ende über unsere Entscheidung froh. Irgendwie wirkt die Puez Hütte etwas unpersönlich und man fühlt sich im Gegensatz zu anderen Hütten nicht auf Anhieb wohl.

Anschließend folgen wir weiter dem Dolomiten-Höhenweg 2 und schauen von einem Aussichtspunkt aus hinab in das tief zerklüftete Langental.

Wir müssen noch zwei weitere Anstiege bewältigen, zum Crespeinajoch sowie zum Cirjoch, unterbrochen von einer Rast am schön gelegenen Crespeinasee. Vom Cirjoch geht es schließlich steil bergab durch eine zerklüftete Mondlandschaft. Das Sella-Massiv ist mittlerweile ebenfalls sichtbar und mit ihm leider auch die zahlreichen Gondeln und Aufstiegsanlagen des Sella-Skizirkusses.

An der Jimmy-Hütte belohnen wir uns für die anstrengende Tour mit Kaffee und Apfelstrudel. Danach beziehen wir unser Zimmer im Refugio Frara, unmittelbar am Grödner-Joch gelegen. Nach Tagen der Stille und Einsamkeit hat uns die Zivilisation wieder – das ist nicht immer ein schönes Gefühl! Insbesondere die zahlreichen Motorradfahrer, die mit aufheulendem Motor die Passstraße rauf und runter jagen oder mit laufendem Motor vor unserem Rifugio verweilen, gehen uns alsbald auf den Senkel! Vorteil der Unterkunft am Grödner-Joch ist allerdings, dass wir die heutige Nacht erneut in einem Doppelzimmer mit komfortablem Bett verbringen können. Unsere Wanderbekanntschaften, Corinna und Mercedes, haben sich ebenfalls entschlossen, nicht in der Puez Hütte sondern am Grödner Joch zu übernachten, so dass wir einen weiteren netten gemeinsamen Abend verbringen können.

9.7.2016 – Geburtstagsfrühstück am Grödner Joch
Corinnas Geburtstag! Ich pflücke am Morgen auf einer Almwiese einen bunten Strauß mit Wildblumen und bereite einen kleinen Geburtstagstisch vor. Das Wetter präsentiert sich von seiner besten Seite, so dass wir draußen auf der Terrasse des Rifugios das Geburtstagsfrühstück zelebrieren können. Corinna freut sich sehr über mein Geschenk, ein fünftägiger Kurztrip nach Barcelona. Leider ist das Mario Biondi Konzert, das in dieser Zeit im Rahmen des „Mas i Mas Festivals“ stattfinden sollte, und für das ich bereits Karten in der ersten Reihe gebucht hatte, aus unerfindlichen Gründen abgesagt worden – egal, wir werden trotzdem ein paar tolle Tage in dieser großartigen Stadt verleben!

Unseren ursprünglichen Plan, noch bis auf den 3.100 Meter hohen Piz Boé zu wandern und in der Capanna Fassa Hütte zu übernachten, müssen wir leider verwerfen, da es Corinna nicht so gut geht. Irgendwie macht ihr die Anstrengung in der Höhe zu schaffen. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Corinna und Mercedes und fahren mit Bus und Bahn in 3 ½ Stunden zurück nach Mühlbach und von dort aus zum Zumis-Parkplatz am Rande der Lüsner Alm.



Wir wandern zur Roner Hütte, um dort eine kurze Mittagspause einzulegen, und dann weiter über den Wanderweg 14 zurück zum Heroler Hof. Sylvia begrüßt uns herzlich und lädt uns auf eine Tasse Kaffee und einen frischen Krapfen ein. Wir berichten von unseren Erlebnissen unserer Hüttentour und verabschieden uns dann endgültig. Sicher wird es ein Wiedersehen geben – wir haben den Heroler Hof und deren Betreiber lieb gewonnen!

Wir müssen die letzten beiden Nächte auf den dreihundert Meter tiefer gelegenen Löchlerhof ausweichen, da der Heroler Hof leider ausgebucht ist. Auch diese Unterkunft ist sehr schön gelegen, jedoch kommt er weder vom äußeren Ambiente, noch von der Zimmerausstattung an den Heroler Hof heran.
Pluspunkt ist allerdings ein schöner Pool mit Ausblick auf den Peitlerkofel, der sicher insbesondere Familien mit Kindern anzieht.

Corinna bekommt beim Abendessen ein überraschendes Geburtstagsständchen auf Trompeten von den Hausherren gespielt – eine sehr aufmerksame Geste. Auf der Terrasse stoßen wir noch einmal bei herrlichstem Wetter auf das Geburtstagskind an und fallen dann todmüde ins Bett. Draußen vor der Tür macht ärgerlicher Weise eine italienische Großfamilie richtig "Alarm"! Kinder donnern mit Bobby Cars die Straße hinunter, begleitet von tosenden Anfeuerungsrufen und Gelächter der Eltern. Da wir in den letzten Nächten nicht besonders gut geschlafen haben, liegen schnell die Nerven blank und wir bitten die Ruhestörer um Rücksicht, was sie glücklicherweise auch prompt beherzigen. So schlafen wir in dieser Nacht erstmals wieder tief und fest durch.


10.7.2016 - Auslaufen auf der Lüsner Alm

Wir wollen den Morgen mit Relaxen am Pool verbringen - aber irgendwie steht unser Aufenthalt in diesem Haus unter keinem guten Stern: Nach kurzer Zeit wird eine lärmende Pumpe (oder Aggregat?) auf dem Hof unter uns in Gang gesetzt. Morgens hatten uns bereits andere Gäste, die ihre Motorräder auf dem Hof „warm laufen“ ließen, extrem genervt! Wir flüchten alsbald vor dem Lärm, der die Alpenidylle so empfindlich stört und fahren zum Zumis Parkplatz, um von dort aus einen letzten kleinen Spaziergang über die Lüsner Alm zu unternehmen.

Auf der Lüsner Alm ist heute einiges los, da auf der Roner Hütte ein Volksfest mit Live-Musik stattfindet. Die „Ursprung Buam“, scheinbar eine lokale Größe der Volksmusik, spielen auf zum Tanz! Hinter der Roner Hütte wird es dann bedeutend beschaulicher. Wir laufen bis zur Starkenfeldhütte, ca. sechs Kilometer vom Zumis Parkplatz entfernt, um dort eine Kleinigkeit zu Mittag zu essen. Es gibt ein leckeres „Nocken-Bis“ (10,50 €), dazu Fruchtmolke und eine hausgemachte Holunderschorle. Auf dem Rückweg machen wir noch ein kleines Nickerchen an einem lauschigen Waldsee, um dann zum Parkplatz zurückzuwandern.

Am nächsten Tag fahren wir naherzu staufrei in einem Rutsch zurück nach Hannnover. Unser Résumé: Ein toller Aktivurlaub mit einer extrem spannenden, wenn auch anstrengenden Hüttentour!


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