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Greater Kruger NP

17. September 2019 - Hoedspruit – Balule Game Reserve / Greater Kruger Park
Mit den Big 5 auf Tuchfühlung

Heute müssen wir die “Schönste Stadt der Welt“ verlassen und nachdem wir uns von Gastgeber Marc verabschiedet haben, brechen wir zum Flughafen von Kapstadt auf. Da auf Inlandsflügen lediglich 20 Kilogramm Gepäck erlaubt sind, müssen wir für das Übergepäck auf dem zweieinhalbstündigen Inlandsflug nach Hoedspruit am Rande des Kruger Parks eine Extra-Gebühr zahlen, die sich allerdings in Grenzen hält. In einem Flughafen Restaurant gönnen wir uns ein deftiges Frühstück mit Eiern und Speck, Pommes, Steak und Boereworst – das dürfte man so sicher nicht alle Tage zelebrieren, um nicht aus allen Nähten zu platzen!

Der Flughafen in Hoedspruit ist abenteuerlich, das Terminalgebäude ist ein eingeschossiger, langgestreckter Bungalow. Gepäckbänder sucht man vergeblich, die Koffer werden mit Manneskraft in die Halle transportiert. Das winzige Büro der Avis-Autovermietung ist außerhalb des Gebäudes untergebracht, dort nehmen wir unseren über Check 24 gebuchten Nissan X-Trail in Empfang. Der Avis-Angestellte versichert uns noch, dass man in ganz Südafrika keinen Allrad-Antrieb benötigt - bei der Anfahrt zum Ximongwe River Camp sind wir allerdings froh, ein solches Fahrzeug gebucht zu haben.

Auf direktem Weg fahren wir zum Parsons Gate, dem Eingang zum Balule Game Reserve, das zum Greater Kruger Park gehört. Das Balule Game Reserve ist ein Zusammenschluss diverser Private Game Reserves, die vor fünfzehn Jahren dem Kruger National Park angeschlossen wurden. Am Gate werden die Formalitäten erledigt und die Conservation Fee entrichtet. Mit einem normalen PKW wäre die Strecke zur Lodge kaum machbar, und wir sind froh, einen höher gelegten SUV gebucht zu haben. Schon auf der Anfahrt zum Ximongwe River Camp sehen wir die ersten Tiere, Impalas, Kudus, Gelb- und Rotschnabel-Tokos und viele mehr. Ximongwe heißt auf Zulu „Bateleur“, eine Adlerart, die hier zu finden ist.

Johann erwartet uns in der River Lodge und gibt uns eine kurze Einweisung. Wir müssen die übliche Indemnity-Form unterschreiben. Wir befinden uns in einem Big 5 Gebiet ohne Umzäunung, so dass natürlich gewisse Verhaltensregeln eingehalten werden müssen. Das Hippo Cottage verfügt über eine erhöhte Terrasse, von der wir direkt auf den Fluss schauen können - was für eine galaktische Lage.

Es dauert nicht lange, da kommt auch schon Bewegung im Busch auf der anderen Seite des Olifant Rivers auf. Zwei Elefanten Bullen trotten gemächlich auf das Ufer zu und futtern genüsslich an den verdorrten Mopanebüsche. Buschböcke und Impalas grasen unbeeindruckt direkt neben uns, wenig später schwimmt ein großes Krokodil den Fluss hinab, gefolgt von einer jungen Giraffe, die nicht nur uns
auf unserem Beobachtungsposten, sondern auch die sie umschwirrenden Red-billed Oxpecker kritisch beäugt. Für Kirsten und Micha als Afrika-Newcomer hätte dieser erste Tag im Busch kaum aufregender verlaufen können, und sie sind bereits nach wenigen Stunden geflasht und im „Afrika-Fieber“!

Unten am Flussufer pickt ein Langspornkibitz (White-crowned Lapwing) nach Getier. Wie jede andere Kiebitz-Art in Afrika auch, regt sich der Vogel lautstark auf, wenn man seinem Nest zu nahe kommt. Lapwings sind Bodenbrüter und legen ihre gut getarnten Eier, die sich kaum vom Untergrund unterscheiden, in Ufernähe ab. Immer wenn sich andere Lebewesen ihren Gelegen nähern, machen sie sich lautstark bemerkbar und versuchen so die "Eindringlinge" von den Eiern zu vertreiben. Diese Taktik fruchtet selbst bei Elefanten!


Langspornkiebitz (White-crowned Lapwing)

Entlang des Flusses schnellen Brown-hooded Kingfisher über die Wasseroberfläche und spähen nach Beute. Immer wieder kehren sie zwischendurch zurück zu ihren erhabenen Aussichtspunkten.


Braunkopfliest (Brown-hooded Kingfisher)

Johann serviert uns am Abend, wie an den darauffolgenden auch, ein leckeres Menü, bevor wir uns bewaffnet mit einem Gläschen Sauvignon Blanc nochmals auf unseren Beobachtungsposten begeben. Tatsächlich kommen zwei Elefanten über den Fluss, um direkt vor unserer Nase frische Blätter von den Bäumen abzuziehen. Wir lauschen in die Nacht hinein und sind einmal mehr begeistert vom unfassbaren nächtlichen African Sky mit seiner Milchstraße und dem Kreuz des Südens.




18. September 2019 - Balule Game Reserve

Elefanten zum Frühstück

Um 6.30 Uhr startet unser erster Gamedrive mit Mario. Sofort bekommen wir mehrere Giraffenmütter mit ihren Jungtieren vor die Linse, darunter ein süßes, eine Woche altes Giraffenbaby, bei dem die Hörner noch ganz weich und biegsam sind, um die Mutter im Geburtskanal nicht zu verletzen. Auf allen Giraffen, selbst auf den kleinsten, schwirren Scharen von Madenhackern (Red-billed Oxpecker), die lästige Parasiten aus dem Fell herauspicken.

Giraffen haben eine interessante Diät: Da die Blätter, die von Bäumen abgegrast werden, wenig Calcium enthalten, die dünnen Beine aber einen extrem schweren Körper tragen müssen, gleichen Giraffen den Calciummangel durch das Zerbeißen von tierischen Knochen, die sie finden, aus. Nur so erhalten ihre Knochen die feste Konsistenz, die sie tatsächlich benötigen. Ihre lange Zunge hat eine blaue Färbung, sie ist wenig durchblutet und daher extrem strapazierfähig. Spitze Dornen von Akazien können ihr beim Abgrasen der feinen Blätter nichts anhaben.


Kurze Zeit später zeigt uns Mario einen Schakalbau in einem verlassenen Temitenbau, in dem sich fünf Jungtieren aufhalten. Das Mutigste wagt sich aus dem Erdhügel heraus und beäugt uns misstrauisch. Die Eltern scheinen gerade auf der Jagd zu sein und müssen dann die Kleinen sich selbst überlassen. Noch nie zuvor haben wir Schakal-Babys gesehen – wir sind hin und weg!



Auf einer offenen Ebene gibt es für uns erst einmal ein Busch-Frühstück mit Rusks Kaffee und Tee.
Wir beobachten ein süßes Steinböckchen, dass nach Wurzeln im Boden scharrt. Zwischendurch entdecken wir auch immer wieder Vögel, darunter einige Erstsichtungen.

Zurück in der Lodge steht das Frühstück schon für uns bereit – was für ein Luxus. Es gibt Eier mit Speck, gebratene Tomaten, Toast und einen Obstsalat mit Joghurt und Cerealien. Kaum haben wir uns auf der Beobachtungsterrasse niedergelassen, da nähern sich vom anderen Flussufer auch schon vier junge Elefantenbullen. Wir sitzen nur wenige Meter entfernt und können das nun folgende Spektakel aus allernächster Nähe beobachten.


Immer wieder tauchen die Elefanten ihren Rüssel in den Fluss und sprühen Wasserfontänen über sich, um die aufgeheizte Haut abzukühlen. Es folgen ausgiebige Schlammbäder und Grasen am Fluss, aber auch immer wieder ein kleines Kräftemessen zwischen zwei jungen Bullen. Stundenlang könnte man dem Treiben zuschauen, und wir können uns nicht erinnern, jemals solch hautnahe und intensive Begegnung mit Elefanten gehabt zu haben – ausgenommen vielleicht im Okawango-Delta, wo sich nachts Elefanten an dem Baum geschabt haben, unter dem wir unser Auto mit Dachzelt abgestellt haben!


Auch das Birderherz schlägt in der Ximongwe Lodge höher. Ständig entdeckt man neue Arten, insbesondere in den mächtigen Bäumen unten am Fluss, die üppige Früchte tragen.


Maskenpirol (Black-headed Oriole)                                                                   Strichelracke (Purple Roller)

Um die Lodge herum sind Schalachweber (Red-headed Weaver) mit dem Nestbau an Strommasten beschäftigt. Auch bei diesen Webervögeln bauen die Männchen die Nester, die allerdings nicht annähernd so filigran und gleichmäßig ausfallen, wie beispielsweise bei Maskenwebern. Die Männchen unterscheiden sich von den Weibchen nur in der Paarungszeit stark, dann wird das Gefieder am Kopf knallrot, während das der Weibchen eher blassgelb ist. Nach der Paarungszeit gleicht sich das Männchen dann der Farbe des Weibchens an. 


Haubenbartvogel (Crested Barbet)                                                                   Scharlachweber (Red-headed Weaver)

Unser abendlicher Gamedrive steht ganz im Zeichen von Elefanten. Zunächst genehmigen wir uns einen stimmungsvollen Sundowner auf dem Hügel des Ximongwe Safari Camps, das mitten im Busch gelegen ist. Zu einem kühlen Savannah Dry gibt es Billtong und Cracker mit Käsecreme. Auf dem Rückweg passieren wir mehrere große Elefantenherden, die ebenso wie die Elefanten am Olifants River, die wir heute nahe unserer Lodge beobachtet haben, einen komplett entspannten Eindruck machen. 



19. September 2019 - Balule Game Reserve
Zu Fuß unterwegs im Big 5 Gebiet


Johann höchstpersönlich ist unser Guide für den Morning-Walk. Wie üblich erhalten wir eine Unterweisung in die Sicherheitsbestimmungen, kann es doch passieren, auf Löwen, Leoparden oder Elefanten zu treffen. Wie bei dieser Art von Walks durch den Busch vorgeschrieben, ist Johann bewaffnet, um uns vor unvorhergesehenen Zwischenfällen im Ernstfall zu schützen. Johann kennt den Busch wie seine Westentasche und hat jede Menge interessanter Geschichten zu erzählen.

 Zu den zahlreichen Krokodilen, die im Fluss schwimmen, weiß Johann zu berichten, dass Krokodile extrem anpassungsfähig sind und dadurch so etwas wie die „letzten Dinosaurier“ sind. Dabei ist ihr Gehirn kaum größer als ein Golfball! Sie sind absolute Allesfresser und verschlingen, was Ihnen vor das furchterregende Maul gerät. Krokodile sieht man immer wieder auf Sandbänken liegen, wo sie ihr durch die Nacht heruntergekühltes Blut auf 36° Celsius wieder aufheizen.

Wenig später erspähen wir ein mächtiges Kudu-Männchen. Wenn der Hormonhaushalt des Kudu Weibchens signalisiert, dass es bereit für die Paarung ist, setzen sich Männchen auf ihre Spur, Kudu-Weibchen sind jedoch nicht so schnell zu haben! Das Weibchen verschließt den Geschlechtskanal durch ihren Schwanz, indem sie ihn zwischen ihre Hinterläufe klemmt. Schnell kristallisieren sich aus der Gruppe der Verfolger die beiden stärksten männlichen Rivalen heraus und kämpfen schließlich final darum, sich mit dem Weibchen paaren zu dürfen. Der Rest der schwächeren Kudu-Männchen gehen derweil längst wieder ihrer Wege! Erst wenn das stärkste Kudu-Männchen den letzten Kampf gewonnen hat, hebt das Kudu Weibchen ihren Schwanz und signalisiert nunmehr, bereit zur Paarung zu sein! In Afrika ist es in der allzeit gefährlichen Wildnis gängige Praxis, dass Tiere zum Überleben nur die besten Gene für ihre Nachfahren zulassen, um sie für das Leben im Busch möglichst optimal auszustatten.


Wir passieren einen Termitenhügel. Diese Hügel sind steinhart, was die Termiten in der Mischung mit losem Sand und Einspeichelung erreichen. Es gibt keine wirkliche Königin, aber so etwas wie eine große „Eierproduktionsmaschinen-Ameise“, die nichts anderes zu tun hat, als bis zu 10.000 Eier pro Tag zu produzieren. Sie kann bis zu 50 Jahre alt werden. Es gibt im Bau Arbeiterinnen, die auf von zerstörerischen Elefanten produziertem toten Holz einen Pilz kultivieren, der als Nahrung dient. Die Temperatur im Hügel wird zum einen durch die Körperwärme der Termiten reguliert, zum anderen durch Lüftungsschächte. Termiten fühlen, wenn Regen sich anbahnt, dann werden alle Eingänge im oberen Bereich des Hügels verschlossen, damit der Bau trocken bleibt.

Gegen Ende des Walks nähern wir uns einem mächtigen Elefantenbullen, der ungefähr 4,5 Tonnen wiegt. Elefanten hören und wittern extrem gut, sehen aber hingegen äußerst schecht. Natürlich pirschen wir uns gegen den Wind an und beobachten das mächtige Tier lautlos, nur wenige Meter weit von ihm  entfernt. Der Bulle grast weiterhin friedlich Büsche ab und hat uns offensichtlich nicht bemerkt. Es ist einfach ein großartiges Erlebnis, sich zu Fuß diesen imposanten Tieren zu nähern!

Johann hat uns zuvor bereits einen Platz gezeigt, der von einem alternden Bullen aufgesucht worden ist, erkennbar unter anderem am mächtigen Dung, in dem unverdaute Blätter zu finden sind. Johann erklärt, dass dieser Bulle voraussichtlich nicht mehr lange zu leben hat, da die Verdauung nicht mehr einwandfrei funktioniert. Nährstoffe können nicht mehr in ausreichendem Umfang aufgenommen werden. Letztlich wird dieses Tier irgendwann verhungern, auch weil die Zähne zum Zermalmen der Nahrung nicht mehr richtig funktionieren. Elefanten wechseln sechs Mal in ihrem Leben ihre Zähne, um der hohen Beanspruchung von minimal achtzehn Fressstunden pro Tag gerecht zu werden. Die beiden Tusker sind übrigens gleichzusetzen mit den beiden Schneidezähnen im Oberkiefer zum Beispiel von Menschen.

Am Nachmittag bin ich auf der Jagd nach dem Glanzhauben-Turaco (Purple-crested Turaco), der sich immer wieder mit lautem Geschrei in den hohen Bäumen am Fluss niederlässt. Durch den Sound aus meiner Roberts App lassen sich die sehr territorialen Tiere eine Zeitlang an einer Stelle halten, so dass es mit Glück gelingen kann, brauchbare Fotos von den unsteten Vögeln zu schießen. Ich benötige allerdings mehrere Anläufe und viel Geduld, da sich das Pärchen zumeist im Schatten oder gar in uneinsehbaren Baumkronen aufhält. Nach schweißtreibender Arbeit ist es dann aber geschafft und ein paar passable Schnappschüsse von diesem wundervollen Vogel im Kasten.


Glanzhauben-Turaco (Purple-crested Turaco)

Auf dem abendlichen Game Drive, den erneut Mario durchführt, werden wir von einem jungen brasilianischen Pärchen auf Hochzeitsreise begleitet. Sie sind völlig Afrika-unerfahren, so dass wieder einmal die Frage nach angeblich „betrunkenen Elefanten“ auftaucht, die von vergorenen Marulafrüchten gefressen haben. Natürlich ist diese Geschichte nichts als eine Legende, die wir schon so oft gehört haben. Sie entsteht dadurch, dass Elefanten Marulafrüchte lieben und häufig unter Marulabäumen beobachtet werden können, wie sie sich mit ihren Stoßzähnen am Stamm des Baumes abstützen. Sie halten unter dem Baum aber nur ein kleines Nickerchen. So entsteht die Legende, Elefanten seien vom übermäßigen Genuss von Marulafrüchten betrunken. Elefanten müssten Tonnen von Marulafrüchten fressen, damit bei der immensen Körpermasse überhaupt eine minimale Wirkung einsetzen könnte! Ansonsten verläuft der abendliche Gamedrive ziemlich ereignislos – wir sehen nicht einen einzigen Elefanten, geschweige denn das Löwenrudel, nach dem Mario Ausschau hält.

Nachdem wir nach dem abendlichen Dinner unsere Rechnung beglichen haben, berichtet Johann, dass er künftig eine sehr interessante viertägige Foto-Birding-Tour in den Norden des Kruger Parks anbieten wird – sicher eine sehr interessante Option für uns in den kommenden Jahren. Im Norden des Kruger Parks gibt es eine Reihe von Vogelspezialitäten, die teilweise extrem selten sind.



20. September 2019 – Balule Game Reserve – Kruger Park/Boulders Bush Lodge
Boots-Safari auf dem Olifants River


Um 5.30 Uhr klingelt der Wecker, da wir im Olifants River Camp eine River Cruise gebucht haben. Zunächst fahren wir aus dem Balule Game Reserve heraus und treffen auf halbem Weg auf Johann, der heute mit dem brasilianischen Pärchen eine Kruger Park Tour machen will. Er hat Löwen am Wegesrand entdeckt, die sich aber direkt unter einen Busch verzogen haben. Ich sehe gerade noch eine Löwin hinter dem Busch hervorluken, bevor sie sich zum Schlafen ablegt und sich unserem Blickfeld endgültig entzieht. Wenn der Tag schon so vielversprechend beginnt!

Rund um Phalaborwa befindet sich ein riesiges Minengebiet, in dem Kupfererze abgebaut werden. Die Anfahrt zum Olifant River Camp ist eine staubige Angelegenheit, da zahlreiche Lastwagen, die aus dem Abbaugebiet kommen, auf der Gravelroad massive Staubwolken aufwirbeln. Die Lage des Olifant River Camps am Rand des Minengebietes kann man nicht gerade als idyllisch bezeichnen.

Wir steigen ein in das zweistöckige Boot, wo wir ein einfaches Frühstück serviert bekommen, auf das man allerdings getrost verzichten kann. Am frühen Morgen ist die Sonne noch durch Wolken verdeckt – dadurch haben wir etwas schwierige Fotobedingungen. Der erste Teil der Cruise führt uns zum Staudamm, von wo wir in größerer Entfernung Hippos im Wasser liegen sehen. Erst der zweite Teil wird interessant. Zahlreiche Wasservögel sind am Ufer des Olifant Rivers zu beobachten, ein Goliath Heron, der mit 1,50 Meter größte afrikanische Reiher, Scharen von pfeifenden White-faced Whistling Ducks, ein Nimmersatt Storch, Malachit Kingfisher und viele andere mehr.


Witwenente (White-faced Whistling Ducks)                                                                   Nilgans (Egyptian Goose)

Malachit Eisvogel (Malachite Kingfisher)                                                                   Goliathreiher (Goliath Heron)
Nimmersatt (Yellow-billed Stork)

 Senegalkiebitz (African Wattled Lapwing)

Auch am Ufer passiert einiges: Zwei Giraffenbullen kämpfen, in dem sie ihre Hälse mit großer Wucht aneinander schlagen, eine Auseinandersetzung, die bisweilen tödlich enden kann. Giraffen haben im Übrigen ebenso wie wir Menschen sieben Halswirbel, die natürlich sehr viel größer sind, damit die enorme Halslänge erreicht wird.

Wir passieren fast lautlos im Schilf grasende Elefantenherden und eine Büffelherde, die zum Trinken an den Fluss gekommen sind. Die zwei Stunden vergehen wir im Flug, wir hätten auch noch zwei weitere Stunden auf dem Fluss verbringen können.

Im Spar-Markt von Phalaborwa erledigen wir unseren Grundeinkauf für die ersten Tage im Kruger Park. Schilder an den ATM´s warnen vor Betrügern, die es auf die Kreditkarten oder das Geld von sorglosen Touristen abgesehen haben. Der Sparmarkt ist äußerst dürftig sortiert, in manchen Shops der größeren Camps im Kruger Parks kann man sicher besser einkaufen. Die Ladekapazität unseres Nissans gerät nach dem Einkauf an ihre Grenzen, aber am Ende bekommen wir doch alles verstaut.




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