Über uns
A - Mühlbach 2010 - 2012
CR - Costa Rica 2011
CR - Costa Rica 2017
D - Amrum 2010
D - Daarß 2000 ff.
D - Hannover-Hamburg per Bike 2009
D - Havelland 2017
D - Rügen 2011
D - Sehlendorf 2012
E - Fuerteventura 2019
E - Galizien 2006
E - Gomera 2008
E - Gomera 2010
E - Gomera 2011
E - La Palma 2014
E - Mallorca 2006
EC - Ecuador-Galapagos 2018
=> Quito
=> Intag-Tal
=> Mindo
=> Cotopaxi
=> Quilotoa Loop
=> Chimborazo
=> Unterwegs nach Guayaquil
=> Galapagos-Cruise 1
=> Galapagos-Cruise 2
=> Galapagos-Cruise 3
=> Galapagos-Isabela
=> Galapagos-Santa Cruz
=> Video Ecuador 2018
F - Paris 2018
GR - Kreta 2010
I - Amalfi & Cilento 2012
I - Elba 2008
I - Hufeisentour 2013
I - Lüsner Alm-Grödner Joch 2016
I - Rosengarten Trekking 2018
I - Sardinien 2009
I - Toskana 2007
I - Toskana 2008
I - Toskana 2015
LT-LV-EST - Baltikum 2017
Ma - Marokko - 2015
NAM - Namibia 2014
NAM-RB-ZA - Afrika Dreiländertour 2015
P - Algarve 2013
P - Madeira 2017
P - Madeira 2018
RB - Botswana 2013
RB-NAM - Botswana-Namibia 2016
USA - Florida 2009
USA - Südwest 2007
ZA - Südafrika-KwaZulu Natal & Krüger NP 2012
ZA - Südafrika-Western Cape 2016
ZA - Südafrika-Western Cape & Krüger NP 2019
Newsletter bestellen
Foto-Equipment
Foto-Tipps
Foto-Verwertung
Literatur
Packlisten
Videos
Kontakt
 

Galapagos-Cruise 3

08. Mai 2018 – San Christobal
Am frühen Morgen um 6 Uhr sind wir an einem der Schnorchel-Hotspots der Galapagos Inseln: Am Kicker Rock vor der Insel San Christobal. Dieser markante Felsen wird auch Leon Dormido, der schlafende Löwe, genannt. Kein anderes Boot ist wieder einmal so früh auf den Beinen wie wir, so dass wir diesen magischen Ort völlig für uns alleine haben.
Der Leon Dormido wird ohne Zweifel zu unserem Schnorchel-Highlight auf Galapagos.

Eine senkrecht aufsteigende Felsnadel ist getrennt vom Rest des imposanten Felsens. Direkt vom Panga gleiten wir ins Wasser und schwimmen zwischen dem Felsdurchbruch hindurch. Sofort sind wir umgeben von Sea Turtles, mit denen wir eine Weile schwimmen können. Die senkrechten Felswände schillern unter Wasser in allen Farben, und aus jedem noch so kleinen Felsvorsprung luken die Augen der buntesten Fische hervor. Kleine Jelly-Fishes sind um uns herum und lassen die Haut überall etwas brennen – nicht schlimm und angesichts der unfassbar schönen Unterwasserwelt nehmen wir es billigend in Kauf. Auch schwimmen wir wieder mit Seelöwen und später sichten wir eine ganze Gruppe von Haien, die unter uns ihre Bahnen zieht. Corinna sieht zusammen mit Milton sogar noch einen Hammerhai, für die diese Gegend besonders bekannt ist. Der Rest der Gruppe kommt heute leider nicht in den Genuss!

Unmittelbar nach dem Frühstück an Bord brechen wir zu unserer zweiten Aktivität des Tages auf. Cerro Brujo auf San Christobal ist ein unwirklich schöner weißer Sandstrand – er ist ausschließlich vom Wasser aus erreichbar. Am sehr feinen, fast pudrigen Sand kann man erkennen, dass San Christobal eine der ältesten Inseln des Archipels ist. Wenn Genovesa zum Beispiel gerade einmal 300.000 Jahre alt ist, so gibt es San Christobal oder auch Española schon zehn Mal so lange! Wir laufen den Strand hinunter und entdecken Marine Iguana, die sich am Saum des Wassers wärmen. Überall stürzen Pelikane und Boobies senkrecht hinab ins Meer, um Fische zu jagen. Später schnorcheln wir noch in der Nähe des Strandes, dieser Abschnitt ist allerdings relativ unspektakulär.








Weiter geht´s nach Lobos Island. Hier brüten zahlreiche Blue footed Boobies. Ebenso wie die Red Footed Boobies stehen die Elterntiere auf den Eiern, um über ihre großen blauen Füße die richtige Temperatur beim Brüten abzugeben. Allerdings können sie bis zu drei Eier ausbrüten (...und wir sehen sogar einen "Rekord-Booby mit drei Eiern!"), während die Red Footed Boobies immer nur ein Ei legen. Unter einigen Müttern sind auch bereits gerade geschlüpfte, schrumpelige Küken auszumachen, die kaum ihre Augen aufbekommen.

Einige der erwachsenen Boobies haben offenbar noch nicht den Partner zum Paaren gefunden und tanzen vor ihrer Auserwählten auf und ab - ein regelrechtes "Booby-Ballett"! Die Chancen der Männer beim weiblichen Geschlecht hängen von drei Faktoren ab:

1. Von den schönsten blauen Füßen

2. vom schwungvollsten Tanz
3. vom eindrucksvollsten „Gesang“!

So einfach ist das Liebesleben der Blue-Footed Boobies!

 



Mit den Pangas fahren wir zurück zum Boot, ziehen uns schnell um und fahren dann in die türkisfarbene Lagune für einen weiteren Schnorchelgang. Wir sind kaum im Wasser, da werden wir auch schon umkreist von neugierigen Seelöwen. Das Wasser ist kristallklar, so dass sich die verspielten Gesellen wunderbar beobachten lassen. Manche scheinen uns regelrecht erschrecken zu wollen, in dem sie mit Affenzahn auf uns zugeschnellt kommen und erst im letzten Moment abdrehen. Mindestens ein halbe Stunde lang schwimmen wir inmitten der Seelöwen und können uns kaum sattsehen.

Milton hat weiter im Innern der Lagune Sea Turtles entdeckt, so dass wir in seine Richtung schwimmen. Die Meeres-Schildkröten sind aber plötzlich gar nicht mehr so interessant, da ich direkt unter mir einen grasenden Marine-Iguana entdecke! Das wollte ich unbedingt sehen! Evolution Live erlebt! Es ist grundsätzlich faszinierend, dass sich ein Land-Reptil aufgrund von Umwelteiflüssen ins Wasser begibt und eine solch lange Zeit unter Wasser sein kann, um am Meeresgrund die Felsen abzugrasen! Schließlich besitzen Iguanas keine Kiemen! Milton meint später, dass er seit zwei Jahren auf Lobos Island keine Marine-Iguanas mehr gesehen habe.


Wie immer gibt es nach dem Tauchgang einen kleinen Snack und ein erfrischendes Getränk. Dazu wird ein feuchter, warmer Lappen gereicht wie auf einer Luxus-Yacht! Auch werden nach jeder Schnorcheltour frische Handtücher bereitgestellt, ein wirklich bemerkenswerter Service! Nun freuen wir uns, dass wir einen kurzen abendlichen Bummel durch Puerto Barquerizo Moreno auf San Christobal machen können. Insbesondere freuen wir uns für unseren Guide Milton, der kurz seine Familie besuchen möchte, denn seine jüngste Tochter hat heute Geburtstag. Es ist für ihn die einzige Chance, seine Familie in nächster Zeit zu sehen, da er bereits eine Anschlusstour mit einer anderen Company bestätigt hat. Während der Fahrt bemerken wir plötzlich, dass unser Boot am Hafen vorbeifährt. Wir werden zu einem außerordentlichen Meeting gebeten und dort verkündet Milton, der Captain und er hätten einen langjährigen Disput und aus diesem Grund wolle der Captain ihm nicht den Gefallen tuen, in San Christobal einen außerplanmäßigen Stopp einzulegen. Kevin, der Lehrer der amerikanischen Studenten und Catja, die gut Spanisch spricht, wirken auf den Captain ein, und nachdem wir bereits über eine Stunde hinter San Christobal sind, willigt er schließlich ein, doch noch umzukehren. Milton ist uns für die Intervention unendlich dankbar und wir sind froh, dass er nun doch noch seine kleine Tochter zum Geburtstag überraschen kann. Die Stimmung war bei allen Teilnehmern kurzzeitig auf den Nullpunkt gesunken!

Wir laufen durch ein paar Souvenirshops, kaufen T-Shirts mit Boobies auf dem berühmten "Abbey-Road Zebrastreifen" und trinken dann mit Anna und Catja in einer Bar an der Mole einen Cocktail. Anschließend schauen wir uns noch eine Weile das lustige Treiben der unzähligen Seelöwen an, die sich zum Schlafen überall im Molengebiet ausgebreitet haben.


09. Mai 2018 – Española

Española ist die südlichste Insel des Archipels und gehört zu den sehr alten Inseln des Archipels (3 Mio. Jahr). Sie war für uns vor der Buchung ein gesetztes Ziel der Kreuzfahrt, da wir unbedingt die „Waved Albatrosse“ sehen wollten. Voller Vorfreude steuern wir mit dem Panga den Punta Suarez an. Hunderte von Marine Iguanas räkeln sich auf den schwarzen Felsblöcken in der Sonne. Sie sehen auf Española komplett anders aus, als auf den anderen Inseln. Sie werden auch „Christmas Tree Marine Iguanas“ genannt, da sie in der „Mating Season“ intensiv rot und grün gefärbt sind. Davon ist derzeit lediglich ein Rotschimmer an den Flanken am am Kopf übriggeblieben.

Natürlich haben auch wieder einige Seelöwen die Landungsmole okkupiert, so dass wir sie durch „in die Händeklatschen“ zur Seite komplimentieren müssen, um passieren zu können. Auch die endemischen Española Mockingbirds sehen wir, die größte aller Galapagos Mockingbird Arten!

Oder aber die dramatisch rot gefärbten Lava-Lizzards - merkwürdiger Weise tragen bei dieser Spezies die Weibchen die auffällige Farbe, während die wesentlich größeren Männchen unscheinbar dunkel gefärbt sind.



Unser Hauptinteresse gilt aber natürlich den Albatrossen, die Ende März hierher kommen und bis Anfang Dezember zur Aufzucht ihrer Brut verweilen.
Waved Albatross Paare sind monogam und bleiben in der Regel ein Leben lang zusammen. Der derzeit überall stattfindende Hochzeitstanz ist ein einzigartiges Erlebnis. Stundenlang beschnäbeln sich die Partner, er tanzt vor ihr auf und ab und stimmt ein nicht enden wollendes, heulendes Hochzeitslied an (vgl. auch unser Video). Stundenlang könnte man dem Schauspiel zusehen, doch die Zeit drängt, unsere Zeit auf Española ist, wie auf den anderen unbewohnten Inseln auch, begrenzt.




Die Steilküste auf Española wird als „Airport“ für die Albatrosse bezeichnet. Denn von hier aus starten sie ihre Flüge - dabei weisen sie eine imposante Spannweite von bis zu 2,40 Meter auf. Hier befindet sich auch das Hueco Soplador (Blow-Hole), eine bis zu zwanzig Meter hohe Wasserfontäne, die durch den Druck der Brandung auf einen kleinen Kanal in den Felsen entsteht.

Nach dem gestrigen anstrengenden Tag voller Aktivitäten, sind wir ganz froh, heute vor und nach dem Lunch Zeit zum Chillen an Bord zu haben. Die Gardner Bay ruft erst wieder um 14 Uhr. Erneut haben wir eine Wet-Landing an einem schneeweißen Puder-Sandstrand wie aus dem Bilderbuch! Unvermeidlich döst auch hier eine große Seelöwen-Kolonie am Strand. Corinna macht dem Seelöwen-Bullen in ihrem Wetsuite echte Konkurrenz, der straft sie allerdings mit Missachtung!

Natürlich gibt es wieder viele Dinge zu entdecken, wie zum Beispiel Austernfischer, die am Spülsaum auf fette Beute hoffen. Wir laufen die Gardner Bay hinunter bis zum Ende und betrachten erneut fasziniert grasende Marine Iguanas auf den aufgrund der Ebbe nahezu trocken liegenden und von Algen begrünten Felsen.

Die Schnorcheltour führt uns heute hinaus zu einem vorgelagerten Felsen. Unterwegs sichten wir einen Tiger-Snake-Eal und einen großen Hummer, der sich unter einem Felsvorsprung versteckt. In einer Höhle schlafen zwei White-tipped Reef Sharks auf dem Grund, mehr oder weniger auf einem riesigen Sting-Ray liegend. Erst durch unsere Bewegungen erwachen die Haie und schwimmen vor unserer Nase eine kleine Ehrenrunde. Später entdecken wir noch zwei große Sea Turtles, die auf dem Meeresboden grasen. Was für ein Glück wir erneut bei dieser Schnorcheltour haben!

Nach dem Abendessen macht sich unser Boot auf den Weg zu unserer nächsten Destination, Floreana Island, eine der vier bewohnten Inseln, die ungefähr sechs Stunden auf See von Española entfernt liegt.




10. Mai 2018 – Floreana Island und Santa Cruz

Der erste Teil der Nacht war turbulent und wir sind kräftig durchgeschüttelt worden. Dennoch fühlen wir nach wie vor keinerlei Anzeichen von Seekrankheit. Wir landen auf Floreana Island am Punta Cormorant erneut sehr früh an, um in einer Lagune Flamingos zu beobachten. Lediglich 500 Flamingos leben derzeit auf den Galapagos Inseln. Die Lebensbedingungen sind alles andere als optimal, daher bleibt die Population auf den Inseln überschaubar. Schon vom Panga aus sehen wir Flamingos über der Insel schweben. Und tatsächlich sind die prachtvoll gefärbten Vögel auch in der Lagune.

Milton gibt einige Erläuterungen zur Flora der Galapagos Inseln. Alle endemischen Blüten sind entweder gelb oder weiß, was unmittelbar mit den Vorlieben der Bestäuber zusammenhängt. Die Galapagos Bienen werden zum Beispiel von der Farbe Gelb angezogen. Auf der Rückfahrt mit den Pangas zum Boot erleben wir einen nahezu makellosen Regenbogen über dem Eiland.


Noch vor dem Frühstück unternehmen wir einen letzten Schnorchel-Trip an der Corona del Diablo, einem halb versunkenen Vulkankegel, dessen zackige Spitzen wie eine Krone aus dem Meer ragen. Tausende bunte tropische Fische und Seesterne sind in der Unterwasserwelt zu bewundern, ebenso unzählige Haie.

Wir haben nunmehr eine vierstündige Fahrt auf dem Boot vor uns, um unser nächstes Ziel zu erreichen, Santa Cruz. Santa Cruz hat 20.000 Einwohner, Zweidrittel der Galapagos Gesamtbevölkerung.

Nahezu jede Kreuzfahrt muss Station in der Darwin Station in Puerto Ayora machen. Hier beschäftigen sich 200 Wissenschaftler und Freiwillige mit „Conservation Projects“. Charles Darwin ist natürlich in der ganzen Anlage allgegenwärtig. Hervorzuheben ist insbesondere das Zuchtprogramm für Riesenschildkröten.


Dass Darwin seine Evolutionstheorien auf den Galapagos Inseln entwickelte und diese ausschließlich auf den Forschungen zu seinen berühmten Darwin-Finken basierte, ist ein Irrtum. Darwin verbrachte lediglich fünf Wochen auf dem Archipel und nur ein Prozent seines berühmten Werkes „Die Entstehung der Arten“ ist den Galapagos Inseln gewidmet. Auf jeglichen Merchandising Artikeln ist Darwin natürlich ein Verkaufsschlager und darauf sind Zitate zu finden wie zum Beispiel:
„It is not the strongest of the species that survive, nor the most intelligent, but the one most responsive to change“. Ein sehr kluger Ausspruch, der zum Phylosophieren anregt!



Vom Anleger ist es ein gemütlicher Spaziergang von knapp 30 Minuten zur Station. Über einen Pfad durchläuft man mehrere Ausstellungsräume und erfährt etwas über die Arbeit sowie über Galapagos im Allgemeinen. Es wird dokumentiert, dass Seefahrer einen entscheidenden Anteil an der Dezimierung von Riesenschildkröten hatten, denn sie verfrachteten Riesen-Schildkröten zu Hunderttausenden als lebendes Frischfleisch auf ihre Boote. In einem klimatisierten Raum ist das Präparat des legendären „Lonesome George“ hinter Glas zu bewundern, um es mmöglichst lange zu erhalten. Bis zu seinem Tod im Jahr 2012 haben Wissenschaftler verzweifelt versucht, ein weibliches Pendant für Lonesome George, den vermeintlich letzten Vertreter der Spezies „Pinta“, zu finden, um die Art zu erhalten. Jegliche Paarungsversuche, auch mit verwandten Spezies missglückten, so dass die Art nunmehr als ausgestorben gilt. Lonesome George gehört zu den Riesenschildkröten Spezies mit gewölbtem Panzer ("Saddlebacks"), der ihnen die Futteraufnahme
in höheren Regionen ermöglicht, während Arten mit ungewölbtem Panzer ("domed") ihr Futter ausschließlich am Boden finden.

In Freigehegen leben verschiedene Riesenschildkröten, sortiert nach Inseln, mit dem Ziel, die verbliebenen Spezies zu erhalten und sie auch wieder in ihr natürliches Habitat auszuwildern. Im Informationscenter gibt es eine Schautafel, die eine Übersicht über den Lebensraum aller Riesenschildkröten Arten gibt, auch derer, die bereits ausgestorben sind.


Wir verbringen noch einige Zeit in Puerto Ayora, das auf den ersten Blick nicht gerade einen übermäßig einladenden Eindruck vermittelt. In der Travel Agency Galapagos Evolution Dreams direkt am Anleger kaufen wir unser Roundtrip-Ticket nach Isabela und handeln sogar noch einen Sonderpreis von 50 USD p.p. aus.

Zurück auf dem Boot beobachten wir rund um das Schiff eine große Anzahl von Black-tipped Reef Sharks sowie Golden Cownose-Rays. Der Rumpf unseres Bootes wurde gerade gesäubert von allerlei Getier, das sich im Laufe der Zeit dort festgesetzt hat. Ein Festmahl für die Rochen und Haie!



Der Farewell Cocktail und Abschiedsabend ist richtig emotional. Milton hat für uns ein kleines Video unserer Tour zusammengeschnitten – bei dem einen oder anderen kullern Tränen der Rührung!

Mit einem Cocktail verabschiedet sich auch die Crew von uns, nicht ohne ein Riesen-Dankeschön aller Passagiere für das große Engagement und den vorzüglichen Service an Bord in Empfang zu nehmen. Das häufig so gerügte Procedere zum Tipping der Crew und des Guides ist dezent, und jeder Passagier kann in einem vorbereiteten (und nicht personalisierten) Umschlag das Trinkgeld geben, was er für angemessen hält (empfohlen wir ungefähr insgesamt 5 % des Cruise-Preises).




11. Mai 2018 – North Seymour Island und von Santa Cruz nach Isabela
Eine letzte Insel besuchen wir heute in aller Herrgottsfrühe, North Seymour Island, unmittelbar vor Baltra gelegen. Ein bisschen Wehmut beschleicht alle Teilnehmer, da es unwiderruflich unsere letzte gemeinsame Tour ist. North Seymour ist lediglich zwei Quadratkilometer groß und die Vegetation erinnert uns ein bisschen an Genovesa. Sie besteht überwiegend aus Palo Santo Bäumen, die zehn Monate im Jahr wie abgestorben aussehen. Lediglich im Februar und März, wenn ein wenig Niederschlag fällt, beginnen die Bäume zu treiben.

Auf den zarten Büschen haben die großen Fregattvögel ihre Nester gebaut, es ist allerdings überwiegend eine andere Spezies als auf Genovesa, Magnificent Frigatebirds. Die Great Frigatebirds sind etwas kleiner und weisen bläulich schimmernde Flugfedern auf, während sie auf North Seymour einheitlich schwarz sind. Auch hier sehen wir wieder einige balzende Männchen mit einem imposant aufgeblähten Kehlsack, der deutlich intnesiver gepunktet ist als bei den Giant Frigatebirds. Auf North Seymour sind auch bereits einige Fregatt-Küken geschlüpft.


Auch brüten auf der Insel Blue Footed Boobies, die sich einen unspektakulären Brutplatz gebaut haben, in dem sie einen Kreis mit dem Schwanz auf dem Boden ziehen und ihn notdürftig mit Federn ausstatten. Dieses Territorium stellt den Wohnbereich für die geschlüpften Mini-Boobies dar. Sie sind mit ihrem flauschigen Federkleid richtig süß! Wie auf den meisten anderen unbewohnten Inseln führt ein markierter Pfad über die Insel und es ist strikt verboten diesen zu verlassen.





Es ist Zeit, North Seymour zu verlassen und zum Boot zurückzukehren. Ein letztes Frühstück und ein letztes emotionales Dankeschön von Milton an die Gruppe. Er bezeichnet uns als die beste Gruppe, die er je geführt hat. Auch wenn er sicherlich für jede Gruppe ähnliche Worte findet, steckt doch eine gewisse Portion Wahrheit dahinter! Wir haben Milton richtig ins Herz geschlossen und er ist eine dieser starken Persönlichkeiten, die uns auf unseren Reisen ein Stück weit geprägt haben. Er hat es geschafft, in uns ein Feuer und auch Liebe für das großartige Naturwunder der Galapagos Inseln zu entfachen.



Weiter ►







Kommentar zu dieser Seite hinzufügen:
Dein Name:
Deine Nachricht:

Es waren schon 297690 Besucher hier!