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Zion Nationalpark

1.7.2007 - Von Las Vegas zum Zion NP
Da es am gestrigen Abend spät geworden ist, haben wir bis 9:00 Uhr geschlafen. Nach einem kurzen Frühstück im hoteleigenen Starbucks Kaffee mit Cappuccino aus dem Plastikbecher und einem pappigen Panini, checken wir aus und fahren noch einmal zum Wal-Mart, der um 10.00 Uhr öffnet. Hier müssen wir unsere letzten Einkäufe erledigen, da größere Supermärkte auf unserer Route in den kommenden Tagen eher rar sein werden. Wir müssen uns in diesem Monster-Supermarkt erst einmal orientieren, daher dauert die Einkaufstour fast 1,5 Stunden. Es gibt keine besonders ansprechende Auswahl an Wurst und Käse. Wir haben das Gefühl, dass alles künstlich und mit Farbstoffen angereichert ist, zudem nur in Großpackungen zu haben ist. Es lebe die deutsche Esskultur.

Nun denn, nachdem auch das Eis für unsere Superkühlbox gekauft ist, geht es los in Richtung Zion Canyon, auf der Interstate 15 immer geradeaus in Richtung Norden. Kurz hinter St. George biegen wir ab auf eine kleine Landstraße. Die Intertates sind mit unserer Autobahn zu vergleichen, zweispurig samt Mittelstreifen mit Leitplanken. Sie dürfen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 75 MPH ( ca. 115 km/h) befahren werden.

In Springdale erreichen wir den Eingang des Nationalparks. Nachdem der Annual Pass kontrolliert ist, fahren wir zum
Watchman Campground, der sich kurz hinter dem Visitor Center befindet. Zum Glück haben wir diesen Campground von Deutschland aus vorgebucht, denn der Platz ist mittags bereits voll belegt. Am Eingang bekommen wir einen Platz zugewiesen, den wir sogleich ansteuern. Schnell wird das Innenzelt errichtet und die Luftmatratze aufgepumpt. Nun müssen wir erst einmal unsere ganzen Sachen sortieren für die nächsten 2,5 Wochen. Insbesondere muss das komplette Camping- und Wanderequipment so sortiert werden, dass wir es möglichst schnell wiederfinden. Nach der ganzen Räumerei machen wir uns auf den Weg zum Virgin River, der entlang des Campingplatzes fließt. Es tut richtig gut, sich im knietiefen Wasser zu erfrischen. Ein kleiner Strand am Flussrand lädt zum Verschnaufen ein.

Nun wollen wir den Tag aber nicht ganz ungenutzt ausklingen lassen - eigentlich steht auf Wolframs akribisch ausgearbeitetem Reiseplan die Wanderung zu Angels Landing, einem phänomenalen Aussichtspunkt über den Zion Canyon. Da diese Tour jedoch minimal vier Stunden in Anspruch nimmt, ist sie angesichts der fortgeschrittenen Zeit heute nicht mehr machbar. Ein Shuttlebus, der mittlerweile auf dem Scenic Drive des Parks verkehrt (PKW sind im Park verboten) bringt uns zur Zion Lodge, wo wir zu einer einstündigen Wanderung zu den Lower und Middle-Emeral Pools aufbrechen, ein wirklich abwechslungsreicher und sehenswerter Spaziergang mit schönen Ausblicken. Leider liegen die grandiosen Felsformationen, von denen Wasserfälle in die terrassenförmigen Pools rauschen, in den Abendstunden gänzlich im Schatten, so dass die tollen Motive für unsere Fotos nicht optimal ausgeleuchtet sind. Zudem haben wir uns mit der Uhrzeit heute völlig verkalkuliert. Wir sind davon ausgegangen, dass es in Utah eine Stunde vor der Zeit in Nevada ist, dabei ist es genau umgekehrt. Insgesamt fehlen uns demnach bei unserem geplanten Tagesablauf zwei Stunden.

Zurück am Campingplatz entfache ich ein Grillfeuer für unsere mitgebrachten Supersteaks. Es qualmt recht ordentlich, was wohl an den vermeintlich umweltfreundlichen Grillanzündern liegt. Schnell schnippeln wir noch einen Salat zusammen, als plötzlich ein Auto vor unserem Platz stoppt. Aus ihm entsteigt ein Parkranger, der sich ganz interessiert unser Feuer anschaut. Er erklärt uns, dass es verboten sei, diese Art von Grillanzünder zu verwenden. Es dürfen nur Grillanzünder in flüssiger Form verwendet werden. Unser Trockenanzünder ist auf Holzbasis und somit verboten. Die Logik dieser Regel erschließt sich uns zwar nicht ganz, aber selbstverständlich werden wir künftig darauf achten. Der Parkranger fragt, ob er uns noch Flüssiganzünder besorgen soll, da unser Grillfeuer nur langsam in Schwung kommt. Er fährt davon und kehrt kurze Zeit später mit Flüssiganzünder wieder zurück. Nachdem er den Anzünder großzügig über dem Feuer verteilt hat, steht unserem Grillvergnügen nichts mehr im Wege. Nach unserem leckeren ersten Barbecue fallen wir geschafft ins Bett. Leider lässt uns ein die ganze Nacht andauernder heftiger Sturm kaum zur Ruhe kommen. Die Zeltwände flattern stark umher und man hat ständig das Gefühl, dass ein Ast auf das Zelt krachen könnte.


2.7.2007 - Zion Nationalpark
Nach der unruhigen Nacht gibt es „zur Belohnung“ einen echten Cappuccino, selbstgebrüht in unserer mitgebrachten „toskanischen Espressokanne“. In der Pfanne aufgebackene Panini machen unser kleines Frühstück nach Las Vegas zu einem echten Gourmetmahl. Wir müssen heute Morgen bereits unsere Sachen zusammenpacken, da wir nach unserer Wanderung weiter nach Escalante fahren wollen. Nach einer Stunde sind wir schließlich startklar. Am Visitor Center, das unmittelbar beim Campground liegt, startet der Shuttlebus in den
Zion Canyon. Vorbei an der beeindruckenden Kulisse senkrecht in den Himmel ragender rot leuchtender Felswände führt der Scenic Drive bis zum Temple of Sinawawa, der Endstation.


Flora und Fauna im Zion NP sind unwahrscheinlich vielfältig. Zu Gesicht bekommen wir u.a. Wild Turkeys (wilde Truthähne), Squirls (kleine Erdhörnchen) und Maultierhirsche. Letztere sind derartig an den Menschen gewöhnt, dass sie in aller Seelenruhe selbst auf den Campgrounds grasen. Offenbar hat der bevorstehende Independence Day zahlreiche Amerikaner zu einem Kurzurlaub im Zion NP veranlasst. Menschenhorden pilgern vom Temple of Sinawawa den 1,5 Kilometer langen Riverside Walk entlang. Wir müssen uns einreihen, da am Ende des Trails der Weg in die „Narrows“ des Virgin Rivers beginnt. Diese lustvolle Wanderung durch das bis zu hüfthohe Flussbett, die sehr viel Spaß macht, sollte man definitiv nur bei gutem Wetter machen. Die in den Monaten Juli und August häufig auftretenden Thunderstorms verwandeln den so sanft anmutenden Virgin River dann innerhalb kürzester Zeit in einen reißenden Strom. Im Visitor Center haben wir uns zuvor nach dem Risiko der bei Canyon-Hikern gefürchteten Flashfloods am heutigen Tag erkundigt und die Auskunft erhalten, dass nicht mit einem Wetterumschwung zu rechnen sei. Auf dem ersten Kilometer werden wir begleitet von zahlreichen anderen Fluss-Hikern, deren Zahl bei weiterem Vordringen in den Canyon allerdings immer mehr abnimmt.

Die Landschaft ist von Anfang an spektakulär. Bis zu 500 Meter ragen die Sandsteinfelsen beidseitig des Virgin Rivers empor. Unsere Wanderstöcke erweisen sich sehr schnell als äußerst hilfreich: Leicht kann man auf den glitschigen Felsen im Flussbett ins Straucheln kommen. 


Den eigentlichen Beginn der Narrows erreicht man ca. nach 1,5 Stunden. Hier sind die Felswände gerade einmal noch sieben Meter voneinander getrennt. Großartige Fotomotive ergeben sich insbesondere an den engen Stellen. Ohne Stativ ist hier kaum noch etwas zu machen, da relativ wenig Licht in den Canyon einfällt. Nach rund 2,5 Stunden entschließen wir uns schließlich zur Rückkehr. Noch einmal bewundern wir die Hanging Gardens hoch oben in der Felswand und nehmen ein erfrischendes Bad in einem tiefen Pool. Da wir nur noch wenige Fotostopps einlegen, sind wir bereits nach gut 1,5 Stunden zurück am Einstieg, wo wir zunächst unsere Schuhe wechseln und in rund 20 Minuten zurück zum Parkplatz am Ende des Scenic Drives laufen. Die Tour durch den Virgin River kann man wunderbar in alten, möglichst leichten, Turnschuhen oder aber in Trekkingsandalen machen. Letztere geben allerdings nicht ganz so viel Halt.
   
 
 






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