Zion Nationalpark1.7.2007 - Von Las Vegas zum Zion NP
![]() ![]() Nun wollen wir den Tag aber nicht ganz ungenutzt ausklingen lassen - eigentlich steht auf Wolframs akribisch ausgearbeitetem Reiseplan die Wanderung zu Angels Landing, einem phänomenalen Aussichtspunkt über den Zion Canyon. Da diese Tour jedoch minimal vier Stunden in Anspruch nimmt, ist sie angesichts der fortgeschrittenen Zeit heute nicht mehr machbar. Ein Shuttlebus, der mittlerweile auf dem Scenic Drive des Parks verkehrt (PKW sind im Park verboten) bringt uns zur Zion Lodge, wo wir zu einer einstündigen Wanderung zu den Lower und Middle-Emeral Pools aufbrechen, ein wirklich abwechslungsreicher und sehenswerter Spaziergang mit schönen Ausblicken (Bild links). Leider liegen die grandiosen Felsformationen, von denen Wasserfälle in die terrassenförmigen Pools rauschen, in den Abendstunden gänzlich im Schatten, so dass die tollen Motive für unsere Fotos nicht optimal ausgeleuchtet sind. Zudem haben wir uns mit der Uhrzeit heute völlig verkalkuliert. Wir sind davon ausgegangen, dass es in Utah eine Stunde vor der Zeit in Nevada ist, dabei ist es genau umgekehrt. Insgesamt fehlen uns demnach bei unserem geplanten Tagesablauf zwei Stunden. Zurück am Campingplatz entfacht Wolfram mit Hilfe von Kaminanzündern ein Grillfeuer für unsere mitgebrachten Supersteaks. Es qualmt recht ordentlich, was wohl an den vermeintlich umweltfreundlichen Grillanzündern liegt. Schnell schnippeln wir noch einen Salat zusammen, als plötzlich ein Auto vor unserem Platz stoppt. Aus ihm entsteigt ein Parkranger, der sich ganz interessiert unser Feuer anschaut. Er erklärt uns, dass es verboten sei, diese Art von Grillanzünder zu verwenden. Es dürfen nur Grillanzünder in flüssiger Form verwendet werden. Unser Trockenanzünder ist auf Holzbasis und somit verboten. Die Logik dieser Regel erschließt sich uns zwar nicht ganz, aber selbstverständlich werden wir künftig darauf achten. Der Parkranger fragt, ob er uns noch Flüssiganzünder besorgen soll, da unser Grillfeuer nur langsam in Schwung kommt. Er fährt davon und kehrt kurze Zeit später mit Flüssiganzünder wieder zurück. Nachdem er den Anzünder großzügig über dem Feuer verteilt hat, steht unserem Grillvergnügen nichts mehr im Wege. Nach unserem leckeren ersten Barbecue fallen wir geschafft ins Bett. Leider lässt uns ein die ganze Nacht andauernder heftiger Sturm kaum zur Ruhe kommen. Die Zeltwände flattern stark umher und man hat ständig das Gefühl, dass ein Ast auf das Zelt krachen könnte. 2.7.2007 - Zion Nationalpark Nach der unruhigen Nacht gibt es „zur Belohnung“ einen echten Cappuccino, selbstgebrüht in unserer mitgebrachten „toskanischen Espressokanne“. In der Pfanne aufgebackene Panini machen unser kleines Frühstück nach Las Vegas zu einem echten Gourmetmahl. Wir müssen heute Morgen bereits unsere Sachen zusammenpacken, da wir nach unserer Wanderung weiter nach Escalante fahren wollen. Nach einer Stunde sind wir schließlich startklar. Am Visitor Center, das unmittelbar beim Campground liegt, startet der Shuttlebus in den Zion Canyon. Vorbei an der beeindruckenden Kulisse senkrecht in den Himmel ragender rot leuchtender Felswände führt der Scenic Drive bis zum Temple of Sinawawa (Bild unten), der Endstation. ![]()
Die Landschaft ist von Anfang an spektakulär. Bis zu 500 Meter ragen die Sandsteinfelsen beidseitig des Virgin Rivers empor. Unsere Wanderstöcke erweisen sich sehr schnell als äußerst hilfreich: Leicht kann man auf den glitschigen Felsen im Flussbett ins Straucheln kommen. ![]() Den eigentlichen Beginn der Narrows erreicht man ca. nach 1,5 Stunden (Bild oben links). Hier sind die Felswände gerade einmal noch sieben Meter voneinander getrennt. Großartige Fotomotive ergeben sich insbesondere an den engen Stellen. Ohne Stativ ist hier kaum noch etwas zu machen, da relativ wenig Licht in den Canyon einfällt. Nach rund 2,5 Stunden entschließen wir uns schließlich zur Rückkehr. Noch einmal bewundern wir die Hanging Gardens (Bild oben rechts) hoch oben in der Felswand und nehmen ein erfrischendes Bad in einem tiefen Pool. Da wir nur noch wenige Fotostopps einlegen, sind wir bereits nach gut 1,5 Stunden zurück am Einstieg, wo wir zunächst unsere Schuhe wechseln und in rund 20 Minuten zurück zum Parkplatz am Ende des Scenic Drives laufen. Die Tour durch den Virgin River kann man wunderbar in alten, möglichst leichten, Turnschuhen oder aber in Trekkingsandalen machen. Letztere geben allerdings nicht ganz so viel Halt.
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