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Zagora

18. Februar 2015
Am nächsten Morgen verlassen wir Dar Sidi Bounou und erwerben noch einige Postkarten von den Bildern, die Nancy gemalt hat. Zumeist sind Alltagsszenen aus dem Leben der Berber dargestellt, die irgendetwas mit Musik und Tanz zu tun haben. Ein wunderbares Bild ist zum Beispiel die Momentaufnahme von einer Berber-Hochzeit.

Heute ist in Zagora Souk, den wir uns gerne anschauen wollen. Es ist ein Souk überwiegend für Einheimische, das macht ihn so interessant. Die Anmache von aufdringlichen Händlern bleibt hier eher die Ausnahme – und im schlimmsten Fall lassen sie sich durch ein sehr bestimmtes „savi“ (=verschwinde!) vertreiben. Es geht trubelig zu, überall werden Gemüse, Obst, Gewürze, Fleisch und vieles mehr lautstark feilgeboten. Auch bieten Schneider, Schuhmacher und andere Handwerker ihre Dienste an.








Da es uns nach einem sauberen Badezimmer „gelüstet“, steigen wir im Riad Dar Sofian ab, das an der Straße nach Tazzarine gelegen ist. Das eindrucksvolle Haus ist geschmackvoll eingerichtet, mit kunstvoll verzierten Möbelstücken und allerlei schönen Deko-Gegenständen ausgestattet. Auch die Gästezimmer haben einen sehr guten Standard (100,-- € inkl. HP) und sind pieksauber. Der Clou: Es gibt richtig bezogene Bettdecken – Premiere in Marokko! Zur Begrüßung werden wir wie üblich zunächst einmal zum Tee eingeladen und der Besitzer, der gut deutsch spricht, plaudert eine Weile mit uns. Dann relaxen wir eine Weile in unserem gemütlichen Zimmer.


 

Trotz des Wetters - es ist sehr windig und für die Jahreszeit viel zu kalt - ist uns nach Bewegung und wir erkunden ein kleines Stück der Palmarie, in der unser Riad liegt. Die Außentemperaturen in Zagora betragen derzeit gerade einmal 10° Grad, wenige Kilometer nördlich in Agdz soll gar Schnee liegen, ein extrem seltenes Ereignis, wie der Besitzer des Riads uns berichtet. Ein Teil der durch Stampflehmmauern begrenzten Parzellen ist saftig grün, in anderen wiederum ist die lehmige Erde durchzogen von tiefen Rissen, nachdem sich der Boden zunächst im November mit Wasser vollgesogen hat und nun langsam wieder austrocknet.


Das Dinner am Abend ist unspektakulär, aber man speist in einem sehr ansprechenden Ambiente. Wir ordern Kefte bzw. Fleischbällchen mit Ei und Tomatensoße, natürlich zubereitet in einer Tajine.

 

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