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Vermillion Cliffs National Monument: Coyote Buttes North

13.7.2007 - Coyote Buttes mit "The Wave"
Bereits um 6.30 Uhr klingelt am heutigen Morgen der Wecker. Bei unserem Besuch der mittlerweile zumindest in Deutschland bei Insidern legendären „Wave“ in den Coyote Buttes North möchten wir zumindest auf dem Hinweg der größten Hitze entgehen. Wir präparieren uns erneut mit einem Mineraliendrink, den wir zuletzt bei anstrengenderen Wanderungen immer eingenommen haben und befüllen unsere Wassersäcke. Vorsichtshalber nehmen wir alle drei Säcke mit jeweils drei Litern Wasser auf diese Tour mit, da es unterwegs wenig Schatten gibt. Der Himmel ist heute glücklicherweise wolkenlos – so werden optimale Lichtbedingungen für unsere Fotos herrschen, auf der anderen Seite wird die Sonne unerbittlich auf uns herab braten!

The Wave darf man auch als Tageswanderung nur mit einem gültigen Permit besuchen. Das begehrte Permit haben wir uns bereits vor drei Monaten im Internet gesichert. Immer zum ersten Tag eines Monats werden um 12.00 Uhr Mountain Time (in Deutschland acht Stunden vor) die Permits für den drei Monate voraus liegenden Monat vergeben. Am 1. April wird also auf der Internetseite des Bureau of Landmanagement der komplette Juli freigeschaltet. Wir waren um Punkt 20.00 Uhr bereit und haben tatsächlich ein Permit für den heutigen Tag ergattert. Innerhalb von fünf Minuten ist auf der Internetseite übrigens kein einziges Permit mehr für den ganzen Monat zu bekommen. Update 2017: Vergabe beginnt an jedem Monatsersten nunmehr um 1.05 Mountaintime und jeweils vier Monate im Voraus.

Am Parkplatz des Wire Passes stellen wir unseren Toyota ab und tragen uns in das Trailregister ein.

Die Materialien zur Orientierung, die vom BLM bei der Permitvergabe herausgegeben werden, sind mittlerweile ausgezeichnet. Keine Spur mehr von der im Internet noch häufig kursierenden „Pfadfinderromantik“ und den Erzählungen von sich verirrenden Hikern. Es gibt neben sechs Fotos von markanten Punkten des Trails, eine hervorragende kleine Topo Map und sogar GPS-Koordinaten.

 

Einige Sicherheitsfanatiker haben zudem noch Steinmännchen gebaut, die allerdings von den Rangern regelmäßig wieder zerstört werden, um nicht den unverbesserlichen Wanderern ohne Permit den Weg zur Wave zu leicht zu machen. Außerdem soll allen legalen Hikern nicht das Gefühl unberührter Wildnis geraubt werden. Mit Hilfe der BLM Materialien und unseres GPS-Gerätes finden wir den Weg völlig problemlos und stehen nach knapp fünf Kilometern, die wir in 1 Stunde und 15 Minuten absolvieren, völlig überwältigt am Nordeingang der Wave (GPS 12 S 0410499 UTM 4094760). Diesen unglaublichen Anblick vergisst man vermutlich ein Leben lang nicht. Die Naturkräfte, die solch sagenhafte Landschaften formen, lassen einen vor Ehrfurcht erstarren. Wir fühlen uns auf alle Fälle privilegiert, dieses Landschaftswunder erleben zu dürfen und hoffen, dass durch das Permitsystem die Einsamkeit dieses Ortes noch sehr lange erhalten bleibt. Man muss schon sehr aufpassen, wohin man tritt, da auch hier die Felsstrukturen äußerst fragil sind.


"The Wave" ist ein sehr überschaubares kleines Gebiet, in dem sich Fotografen nach Herzenslust austoben können. Beste Tageszeit ist die Mittagszeit, da dann die komplette Wave in der Sonne liegt. Neben der Haupt-Wave sind auch die kleineren Nebenzugänge äußerst interessant. Für die Erkundung der näheren Umgebung benötigen wir inklusive eines ausgiebigen Fotoshootings und eines kleinen Picknicks in der Welle, gut und gerne 1,5 Stunden.










 


 

 


Danach steigen wir das Plateau, das zu einer weißen Felsformation im Süden – genannt Top-Rock - führt, einige Höhenmeter hinauf und erreichen eine Felsgruppe, die von Profi-Fotografen „Second Wave“ genannt wird. Auch dieser Felsen ist makellos geformt, unterscheidet sich mit seiner weißlichen Farbschattierung jedoch stark von der Haupt-Wave.

Die meisten Besucher der Wave schauen sich ausschließlich die zugegebener Maßen wahnsinnig spektakuläre Wave an – dabei verpassen sie eine ganze Menge. Im Westen der Wave ist ein großes Plateau mit großartigen Brainrocks, die wie Gehirnstrukturen aussehen. Weiter westwärts liegen zu unseren Füßen in einem schmalen Wash weitere tiefrote Buttes. Die ganze Landschaft sieht hier so aus, als ob jemand seinen Farbkasten fallen gelassen hat und alle Farben ineinander übergelaufen sind. Wir steigen nun ab in den farbenfrohen Wash, in dem von oben ebenfalls einige Wellenstrukturen auszumachen sind. Dieser kleine Canyon nennt sich Sand Cove. Hier sind die Felsstrukturen wieder ganz anders als im restlichen Gebiet der Coyote Buttes North. Es gibt sogar sehr formschöne „Narrows“.



 







Über Slickrocks treten wir nach diesem rund drei Kilometer langen interessanten Abstecher den Rückweg an, wobei wir nun die anstrengenden Sanddünenpassagen auslassen können, da wir uns bereits auf einem höheren Niveau befinden und querfeldein über die Felsen laufen können.

Mittlerweile hat die Sonne ihren Höchststand erreicht und es ist brütend heiß. Jeder kraftraubende Anstieg durch sandiges Terrain wird tunlichst vermieden. Ohne Probleme finden wir den Weg zurück, tragen uns aus dem Trailregister aus und kommen zum entspannenden Teil des Tages.

Erneut fahren wir an den Lake Powell zum Lone Rock, der heute aufgrund des nahen-den Wochenendes allerdings deutlich voller ist. Mit Mühe und Not ergattern wir zwischen den zahlreichen Campern und Wohnmobilen ein Plätzchen am Wasser, errichten mit Hilfe von Stativen, Wanderstöcken und einem Bettlaken eine provisorische Beschattung und stürzen uns alsbald in die „kühlen“ Fluten. Aufgrund der hohen Wassertemperaturen kann man sich stundenlang im Wasser aalen.

Gegen Abend kaufen wir in Page ein leckeres Hägen Dasz Eis, dass wir genussvoll am Wahweap Viewpoint verzehren. Erneut ziehen dunkle Gewitterwolken auf und es kommen sogar einige Regentropfen herunter. In den letzten Tagen haben wir mehrfach das Spektakel erlebt, dass sich Wolken entladen, die Regentropfen jedoch vor Ankunft auf der Erde verdunstet sind. Das Resultat sind dann teilweise interessante lichtdurchflutete Nebelbänke.

Heute gibt es am Abend leckere Tortillas mit einem guten Chardonnay auf der „Terrasse“ vor unserer Honeymoon Cabin.


14.7.2007 -  Cathedral Wash und Lee´s Ferry
Eigentlich soll es heute in den Buckskin Gulch gehen – den längsten Slotcanyon der Welt. Da die Wave-Wanderung in der Bruthitze jedoch an den Kräften gezehrt hat, ändern wir unsere Pläne. Der Buckskin Gulch muss warten, bis wir das nächste Mal im Südwesten der USA unterwegs sind. Als Alternative haben wir uns eine interessante Wanderung durch den Cathedral Wash in der Nähe von Lee´s Ferry ausgeguckt. Über Page fahren wir in südlicher Richtung bis zur Kreuzung der 89A. Dort überqueren wir die Navajo Bridge über den Colorado. Eine Meile dahinter liegt der Trailhead.

Zu Beginn des Weges ist das trockene Bachbett relativ flach, bis man fast unerwartet vor einem acht Meter hohen Dryfall („trockener Wasserfall“) steht. An dieser Stelle wird der Canyon tiefer und kleinere Narrows folgen. Von nun an sind einige Klettereinlagen zu bewältigen.

Zwei weitere Drop Offs, bei denen der Bach im Winter ein paar Meter hinab in ein darunter liegendes Becken stürzt, sind jeweils noch seitlich zu umgehen, bis man in der Ferne bereits den Colorado rauschen hört.
 

 

Am Colorado angekommen, stellen wir fest, dass das Wasser unglaublich kalt ist (maximal 14° Grad) – an ein langanhaltendes Bad wie im Lake Powell ist also nicht zu denken sondern lediglich an eine schnelle Abkühlung. In der Höhe der Cathedral Wash Mündung befindet sich im Colorado eine kleine Stromschnelle. Einige Tourenboote passieren uns auf ihrem Weg in den Grand Canyon. Diese Touren in großen Schlauchbooten beginnen zumeist bei Lee´s Ferry, dauern einige Tage und sind unglaublich teuer (ab ca. 3.000 USD). Zudem muss man sich sein Ticket für dieses kleine Abenteuer ein Jahr im Voraus sichern.

Hier unten am Colorado gibt es kaum Schatten und die Sonne brutzelt heftig. Unter einem Strauch finden wir zumindest ein halbschattiges Plätzchen auf einem Felsen. Der Rückweg den Canyon hinauf ist etwas anstrengender, da die Kletterpassagen aufwärts zu bewältigen sind und auch die Felswände aufgrund der senkrecht stehenden Sonne mittlerweile keinen Schatten mehr spenden. Der einzige kleine Zwischenfall auf dem Rückweg ist, dass Corinna in einen vermeintlich ausgetrockneten Pool tritt mit den Worten, „hier muss vor kurzem aber noch Wasser gestanden haben“! Sie hat den Satz noch nicht ganz ausgesprochen, da ist sie auch schon knöcheltief im Matsch versunken. Dieses Wasserloch ist tatsächlich etwas tückisch, da zwar die obere Schicht des Bodens rissig und ausgetrocknet erscheint, sich darunter aber noch nasser tiefer Sand befindet.

Die vier Kilometer lange Cathedral Wash Wanderung (Roundtrip) ist insgesamt nie wirklich gefährlich, dennoch sollte man bei den Auf- und Abstiegen jederzeit vorsichtig sein und keinesfalls an Höhenangst leiden, da man an einigen Stellen auf einem schmalen Grad an bis zu acht Meter hohen senkrechten Felswänden entlang wandert. Oben am Parkplatz angekommen, fahren wir noch das kurze Stück bis Lee´s Ferry, einem insgesamt unspektakulären Plätzchen, von dem aus die Rafting Trips durch den Grand Canyon starten. Lee´s Ferry ist die einzige Chance weit und breit, an den Colorado hinunter zu kommen, ohne eine lange Wanderung auf sich zu nehmen. Wir fahren auch noch an den eindrucksvollen Balanced Rocks vorbei und schießen einige Fotos. Ein riesiger fast runder Felsbrocken ruht auf einem schmalen steinernen Hals – wieder einmal ein Wunderwerk natürlicher Erosionskräfte.



Heute ist unser letzter Abend in der Paria Adventure Ranch, bevor wir zum Grand Canyon aufbrechen. Es werden noch einmal Steaks gegrillt, dazu gibt es erneut gekochte Kartoffeln mit Dipp.


 







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