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Toskana 2015 - Teil 3

Eigentlich ist zu der Umgebung von Sassetta und unserer Unterkunft im Podere San Giuseppe in unseren 2007er und 2008er Berichten bereits alles gesagt. Dennoch möchten wir an dieser Stelle noch einmal unsere Begeisterung über dieses besondere Fleckchen Erde zum Ausdruck bringen.

Im Bogenzimmer von San Giuseppe, das wir 2007 bewohnt haben (dieses Mal sind wir in der Wohnung "Terrazza" im Obergeschoss), verbringt ein Ehepaar aus Steinfurt gerade ihren Urlaub. Interessanterweise sind sie über unsere Website auf diese Unterkunft gestoßen und erkennen uns sofort wieder. Sie berichten davon, dass ihnen in den ersten Tagen, in denen sie das Haus noch ganz alleine bewohnt haben, etwas unheimlich zumute war - es ist hier oben halt ein bisschen einsam! Zudem habe das Telefon nicht funktioniert und auch keine Handyverbindung bestanden - wir können es gut verstehen, dass eine solche Abgeschiedenheit bedrohlich wirken kann. Auf uns üben jedoch genau diese Orte, die wild, unberührt, naturnah und abgeschieden sind, eine besondere Faszination aus und machen sie zu jenen Orten, die wir so gerne aufsuchen und zu schätzen wissen!

Unmittelbar vor der Terrasse des Hauses können Füchse oder Wildschweine mit ihren Frischlingen den Weg kreuzen, abends blinken Tausende von Glühwürmchen im naturbelassenen Wald oberhalb des Hauses, während Nachtigallen ein filigranes Liedchen zur Nacht trällern. Wenn wir abends draußen bei einem Gläschen Rotwein auf der Terrasse sitzen und dem Vogelkonzert lauschen, fühlen wir uns manchmal an Geräusche des südamerikanischen Regenwaldes oder auch aus Afrika erinnert!

San Giuseppe ist für uns auch bei unserem zweiten Aufenthalt ein ganz besonderer Ort. Und dieses Jahr lernen wir auch Besitzerin Lisa Heinrich und ihren Mann Rolf kennen, die gerade in der dritten Wohnung des Hauses weilen und verbringen mit ihnen und den Steinfurtern auch einen sehr netten, unterhaltsamen Abend bei Käse, Wein und Knabbereien!

Während wir in den ersten fünf Tagen die Restaurants des Chiantis in vollen Zügen genossen haben, stehen die Tage in Sassetta in kulinarischer Hinsicht ganz im Zeichen ausgedehnter abendlicher Kochevents. Das frische Gemüse an den Bauernständen entlang der Straßen oder aber auch das Fisch- und Fleischangebot in den kleinen Spezialitätengeschäften und Supermärkten begeistern uns jedes Mal aufs Neue! In
Sassetta neben dem Rathaus gibt es einen hervorragenden und in der Gegend fast schon „legendären“ Metzger, bei dem man Frischfleisch ohne jegliche chemischen Zusätze, unter anderem frische Bistecca Fiorentina (toskanische Spezialität, T-Bone Steak vom Jungochsen) oder mit Glück auch Wildschwein erhält. Schräg gegenüber befindet sich der kleine Spezialitätenladen La Bottega, der Trüffelbutter (ein kleines Gläschen für stolze 7 €) für die Zubereitung von Pasta mit Trüffeln verkauft. Einen Traum von einem Burgundertrüffel (auf italienisch Scorzone) erstehen wir für 10 € bei Simone, dem freundlichen Besitzer des Art-Cafes Roma, ein paar Schritte weiter.

 

Simone spricht ein bisschen Englisch; uns öffnet die Erwähnung, dass wir bei Lisa wohnen, sofort alle Türen! Simones Freund besitzt einen Trüffelhund und besorgt für ihn in der Umgebung das „schwarze Gold“. Simone entschuldigt sich fast dafür, dass die Sommertrüffel nicht ganz so aromatisch seien wie die weißen Trüffel, die in der Region ab November gefunden werden.



Olivenöl in bester „Extra Vergine“ Qualität produziert unsere Vermieterin Lisa Heinrich im Podere San Giuseppe selbst, der Liter für 15 €. Auch bietet sie ein „suchterregendes“ Orangen-Gelee (5 € für ein großes Glas) an.

Mit solchen frischen Qualitätsprodukten, die in der Heimat nur schwierig zu bekommen sind, wird zum Beispiel eine schlichte Caprese zu einem kulinarischen Hochgenuss: Köstlicher frischer Büffel-Burrata (zumeist erhältlich im neuen Conad Superstore in Venturina an der Frischetheke), eine Sonderform des Mozzarellas, der im Inneren mit Sahne angereichert ist, ansonsten dem gewöhnlichen Mozzarella entspricht, aromatische Tomaten mit Basilikumblättern und bestes toskanisches Olivenöl -  LECKER ...! Burrata heißt übersetzt übrigens so etwas wie „gebuttert“, was auf die extrem cremige Konsistenz des Käses hindeuten soll.

Weitere Schlemmereien, die wir im Podere San Giuseppe unter anderem während unserer allabendlichen Dinner-Events genießen:



Steinbutt auf Gemüsebett / Pici mit frischen Erbsen und grünem Spargel


Kastanien Tagliatelle (eine Spezialität von La Bottega) mit Trüffel / Amalfi-Zitronentarte

Die ersten Tage in Sassetta stehen bei schönstem Sommerwetter ganz im Zeichen ausgedehnter Strandspaziergänge oder Faulenzen am Strand, zumeist am Strand von Punta Ala oder am Golf von Follonica, aber auch manche Wanderung nehmen wir in Angriff. Mittlerweile gibt es in den Touristenbüros einen deutschsprachigen Wanderführer über die Costa degli Etruschi mit zwölf schönen Touren. Die Broschüre kann man sich auch auf der Website als pdf herunterladen. Bei unseren Erkundungstouren erfreuen wir uns immer wieder an den Farbklecksen in der Landschaft prächtig blühender Mohnfelder, insbesondere wenn sie sich unmittelbar am türkisfarbenen Meer befinden ...

 

Einen schönen halbstündigen Spaziergang kann man rund um den "Hausberg" Sassettas, den Monte Bufalaio (als Route 102 ausgeschildert), machen. Ausgangspunkt ist ein kleiner Waldparkplatz ca. zwei Kilometer außerhalb von Sassetta). Von einem Aussichtspunkt kann man hier wunderbare Fotos von den am Hang gelegenen Häusern Sassettas machen. Am Wegesrand sind kunstvolle Skulpturen aus rotem Mamor, der Spezialität der Steinbrüche des Ortes, zu bewundern.

Parco Natural della Maremma
Tatsächlich entdecken wir während unseres Aufenthaltes in Sassetta noch ein lohnendes neues Ausflugsziel, den Parco Naturale della Maremma. Der Park ist eines der letzten Rückzugsgebiete für freilebende Maremma-Langhornrinder und -pferde. In einer etwa einstündigen Autofahrt gelangen wir nach Albarese, wo sich das Besucherzentrum des Parks befindet. Hier entrichten wir das Eintrittsgeld von 10 € p.P. und erhalten Vorschläge zu Wanderungen. Jeweils zur vollen Stunde (bis 15 Uhr) fährt ein Bus die Besucher mitten hinein in den Park. Eine sehr schöne und abwechslungsreiche Tour ist der rund 7 Kilometer lange und bestens ausgeschilderte Wanderweg „A2“.

Unser erstes Etappenziel ist der Torre die Castel Marino aus dem 12. Jahrhundert. Von hier aus hat man einen großartigen Blick über die ausgedehnten Pinienwälder, die von einem Feuchtgebiet mit schnurgeraden Kanälen durchzogen werden. Bunte Schmetterlinge umschwirren die wild wachsenden Blüten rund um das Castel.


Weiter geht es hinab zum wundervollen und naturbelassenen Strand von Collelungo. Unterwegs kreuzt eine grüne Schlange unseren Weg, leider viel zu schnell, um sie zu bestimmen, geschweige denn zu fotografieren! Am Strand genießen wir für ein paar Stunden die Sonne und das Rauschen der Wellen, die an den Strand schlagen.




Der Rückweg führt uns über eine kleine Anhöhe, auf dessen Spitze der Torre di Collelungo thront, durch malerische Olivenhaine zurück zu unserem Ausgangspunkt.
In der Azienda Agricola Alberese erwerben wir noch ausgezeichnete Bistecca vom Maremma-Langhornrind, natürlich in Bio Qualität, außerdem hervorragenden Käse sowie einen sehr guten Rotwein namens Barbicato, zwölf Monate im Barrique gereift (ein Cuvee mit 85 % Sangiovese Trauben), für unser heutiges Dinner.







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