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St. Lucia


Wir haben uns eingebucht im Santa Lucia Guesthouse, wo wir zunächst eine Nacht verbringen wollen und am nächsten Morgen von dort aus aufbrechen wollen zu unserem fünftägigen Abenteuertrip durch den Hluhluwe Imfalozi Park.



Einen Teil unseres Gepäcks dürfen wir während dieser Zeit im Guesthouse sicher deponieren – das haben wir zuvor mit Rika per Mail vereinbart. Francois, der etwas klapprig und fahrig wirkende Inhaber des B&B (später erfahren wir, dass Francoise bereits 92 Jahre alt ist!) nimmt uns in Empfang und ist über unser Auftauchen leicht irritiert, zumal kein Zimmer mehr frei ist. Auch seine Frau Rika kann das Problem zunächst nicht lösen. Den beiden ist die Situation offenkundig mehr als peinlich, da sie unsere Reservierung zwar finden und Rika sich auch an unsere E-Mail Konversation erinnern kann, jedoch bleibt es bei der Tatsache, dass sie komplett ausgebucht sind. Sie versichern, dass es in 15 Jahren ihres Bestehens noch niemals zu einer Doppelbuchung gekommen sei. Das tröstet uns zunächst auch nicht wirklich, zumal die einzige Lösung darin zu bestehen scheint, uns in ein anderes Guesthouse umzubuchen. Rika kommt schließlich die Erleuchtung als sie feststellt, dass ein anderes deutsches Paar, das ihr Zimmer gerade erst bezogen hat, durch eine kooperierende Reise-Agentur fälschlicherweise bei ihr eingebucht worden ist (es gibt noch ein anderes B&B mit nahezu identischem Namen, St. Lucia statt Santa Lucia Guesthouse!). Kurzerhand werden die Beiden aus ihrem Zimmer wieder hinaus komplimentiert, um für uns Platz zu machen. Rika triumphiert mit den Worten „I didn´t make a mistake“ und uns soll es auch recht sein, auch wenn uns das etwas „bedröppelt dreinschauende“ junge deutsche Paar leid tut und ihrerseits nun umziehen muss! Das Guesthouse verfügt über sehr komfortabel eingerichtete Zimmer, die zwar allesamt etwas „plüschig“ wirken, aber dennoch sehr gepflegt sind. Wie alle Unterkünfte in Santa Lucia ist auch dieses nicht gerade zum Schnäppchenpreis zu bekommen – wir zahlen 900 Rand inklusive Frühstück.Es bleiben uns noch zwei Stunden, während eines kleinen Rundganges das Örtchen zu erkunden. Santa Lucia ist eine reine Ferienhaus-Siedlung am Indischen Ozean an der Elephant Coast. Es ist ein kleines geradezu tropisch anmutendes Paradies. In den Vorgärten der Häuser tummelt sich eine Vielzahl bunter Vögel in üppigen Feigenbäumen, andere wiederum picken auf Grasflächen nach Würmern. Unter anderem sichten wir Helmperlhühner oder eine Gruppe von Trompeterhornvögel, die sich an den Früchten eines Feigenbaumes gütlich tun.

Aber auch verschiedene Säugetiere wie Zebramangusten oder Grünmehrkatzen bevölkern das Örtchen. Am Ortsrand gibt es den Igwalagwala Trail, der durch ein dicht bewachsenes Waldgebiet führt. Die kuriosesten Vogelrufe kann man hier bei einer Wanderung durch den Wald vernehmen, die Verursacher der Rufe zu entdecken, ist hingegen um ein Vielfaches schwieriger:  In dem dicht bewachsenen Gebiet sind Tiere aller Art schwer auszumachen - diese Erfahrung haben wir ja bereits im Regenwald Costa Ricas gemacht.

Bei Einbruch der Dunkelheit wird es auf einigen Straße Santa Lucias in Richtung Strand gefährlich, da sich Hippos bis in die Vorgärten der Häuser herantrauen. Erstaunlicherweise passieren die meisten tödlichen Unfälle in Südafrika keinesfalls mit Raubtieren wie Löwen oder Leoparden sondern mit den unberechenbaren Nilpferden, die alles über den Haufen walzen, was sich ihnen in den Weg stellt. Insbesondere sollte man es tunlichst vermeiden, den mehrere Tonnen schweren Kolossen den Weg zum Wasser abzuschneiden!

Am Abend präparieren wir noch in einer aufwendigen Prozedur unsere Hemden und Hosen mit Nobite Insektenschutz für unsere Outdoor Tour im Imfalozi Park. Insbesondere Zecken sollen dort eine Plage sein. Zudem beginnen wir heute mit unserer Malaria Prophylaxe, da wir ab morgen für vier Nächte teils unter freien Himmel schlafen werden und unserer Information nach der Umfolozi Park nicht Malaria-frei ist (das wird sich am nächsten Tag allerdings als Irrtum herausstellen, so dass wir das Malaria-Medikament zunächst wieder absetzen.

Santa Lucia ist ebenfalls komplett Malaria-frei. Hilfreiche Hinweise zu den Risikozonen KwaZulu Natalsfinden sich zum Beispiel auf der Internetseite von SA-Venues. Wir haben uns für das relativ teure Malaron entschieden, da bei diesem Medikament die geringsten Nebenwirkungen zu erwarten sind. Zwei Packungen mit jeweils 12 Tabletten (man muss eine Tablette täglich nehmen, auch noch sieben Tage nach Verlassen des Malariagebietes) haben uns stolze 100 € pro Nase gekostet.

Dass Santa Lucia ein Ort der Gegensätze ist, zeigt sich uns zum Dinner: In der Gastronomiemeile der McKenzie Street herrscht überaus lebhaftes Treiben. Für viele Besucher ist Santa Lucia zu touristisch – das können wir nur bestätigen, jedoch hat der Ort auf der anderen Seite durchaus seinen Charme und ist zudem ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Aktivitäten im Hluhluwe/Imfalozi Park sowie dem Cape Vidal, das wir nach unserer Rückkehr in ein paar Tagen noch ausgiebig erkunde nwerden. Unsere Restaurantwahl fällt auf das „Ocean Basket“ – wenn man so will, eine Systemgastronomie nahezu mit McDonald´s Ambiente, in dem es allerdings ausschließlich Fisch und Meeresfrüchte gibt! Wir entscheiden uns für einen „Seafood-Platter“ für zwei Personen (189 Rand), auf dem Tintenfischtuben, frittierte Tintenfischarme, Fischfilets und Muscheln zu finden sind. Dazu gibt es einen südafrikanischen Sauvignon Blanc. Das Essen wird uns sicher nicht als kulinarischer Höhepunkt unserer Reise in Erinnerung bleiben, jedoch ist das Gebotene für den Preis absolut in Ordnung. Nach dem Essen gibt es noch eine eindrucksvolle Zulu-Tanzeinlage auf dem Parkplatz vor dem Restaurant: Barbusige Zulu-Mädchen und junge Tänzer in Original Zulu Trachten bewegen sich zu rhythmischen Trommelklängen nahezu ekstatisch – anschließend geht einer der Zulus mit einem „Klingelbeutel“ herum und sammelt den verdienten Lohn für die Darbietung von den rund herum stehenden Touristen ein.

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