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Sanibel Island

20. Oktober 2009 - Vom Myakka State Park nach Sanibel Island
Nach dem Frühstück vor unserer Cabin packen wir unsere sieben Sachen zusammen und geben den Schlüssel zur Cabin bei der Ranger Station ab. Wir versuchen erneut am Upper Myakka Lake ein Kanu zu mieten, doch auch heute Morgen weht ein so starker Wind, dass der Concessioner uns davon abrät. Wir werden sicher im Laufe unserer Reise noch Gelegenheit haben, mit dem Kanu einen Flusslauf zu erkunden. Im Park gibt es einen kleinen Parkplatz, von dem aus ein kleiner Trail entlang des Flusses führt. Hier bekommen wir am anderen Flussufer unseren bislang besten Alligator vor die Linse.

Heute geht es nach Sanibel Island. Die Natur überragt auf dieser und auf der benachbarten Captiva Island alles, denn kein Gebäude der beiden Inseln darf höher als 13,7 Meter sein. Sanibel besitzt prachtvolle, muschelübersäte Strände und dies ist zugleich die große Freizeitbeschäftigung fast aller Touristen, die hier Station machen. Da der schüsselförmige, warme Golf von Mexiko keine Riffe besitzt, werden die Schalen der Meerestiere zumeist nicht zerrieben und wohlbehalten an den Strand geschwemmt. Sanibel gilt als das beste Muschelrevier der ganzen USA.

Die Unterkünfte auf Sanibel und Captiva sind teuer, aus diesem Grund schlagen wir unser Quartier auf dem Periwinkle Campground auf, pro Campsite 35 USD. Wir erinnern uns beim Aufschlagen des Zeltes daran, dass wir das letzte Mal unser Zelt im Grand Canyon vor zwei Jahren aufgebaut haben. Die Sanitäranlagen auf dem Platz sind für amerikanische Verhältnisse nicht besonders gut.

Zunächst leihen wir uns Fahrräder bei Billy´s Rentals auf der Hauptstraße in der Nähe des Campgounds. Damit wollen wir uns in den nächsten Tagen auf der Insel fortbewegen. Wir fahren zum West Gulf Beach, einem Strand, an dem flache Apartmentanlagen die Küstenlinie säumen. Hier machen wir einen ausgedehnten Spaziergang am Strand entlang und begeben uns zugleich auf die Suche nach Muscheln. Besonders beliebt bei den Muschelsammlern sind die „Sanddollars“ oder die gepunktete filigrane Junonia Muschel. Der komplette Strand ist mit Muscheln übersäht, aber außer den hier in Massen vorkommenden Jakobsmuscheln und anderen Muschelarten ist am heutigen Tag keine seltene Beute zu machen. Zu viele Muschelsucher befinden sich am Strand und haben die besten Stücke bereits den ganzen Tag über abgeräumt. Die beste Zeit, Muscheln zu finden, ist eine Stunde vor bis eine Stunde nach der ersten Low Tide des Tages – dies wäre am morgigen Tag zwischen 8 und 10 a.m. – kaum vorstellbar, dass wir das so früh schaffen!?



Am Abend essen wir einen superfrischen ganzen Hummer im MC T´s Shrimp House. Das Ambiente des Lokals ist zwar eher mittelprächtig, halt typisch amerikanisch, dafür ist der Hummer hervorragend und zudem am heutigen Tag eine „Special Promotion“, pro Person 20 USD, wirklich ein unschlagbar günstiger Preis.


21.10.2009
Im kleinen Supermarkt neben dem Campground gibt es ausschließlich das mit Luft aufgepumpte Weißbrot, das einfach ungenießbar ist. Insofern fällt das Frühstück heute etwas unbefriedigend aus. Wir wollen zum Bowman´s Beach, dem wohl besten Muschelrevier auf Sanibel. Dorthin sind es ungefähr 15 Kilometer, mit unseren klapprigen One-Speed-Bikes eine anstrengende Angelegenheit. Wir stellen unsere Räder am Parkplatz des Bowman´s Beach ab und stellen alsbald fest, dass dieser Strand wahrhaft traumhaft ist. Keinerlei Bebauung befindet sich hinter den Dünen und 200 Meter nach dem Strandabschnitt am Parkplatz hat man den Strand mehr oder weniger für sich alleine. Hier sind tatsächlich die vielfältigsten Muscheln in Hülle und Fülle zu finden, der komplette Spülsaum ist mit einem breiten und dicken Muschelteppich ausgelegt.


Wir laufen den ganzen Strand hinauf bis zum Übergang nach Captiva Island. Unterwegs haben wir ein tolles Erlebnis mit Delphinen. Einige Tiere tummeln sich in Strandnähe und sind zum Greifen nahe. Ich versuche die Gelegenheit zu ergreifen und den zutraulichen Tieren im Wasser näher zu kommen. Doch haben sie offenbar heute kein Interesse, mit Menschen zu spielen. Die Delphine sind auf der Jagd, welches deutlich an den Fischschwärmen, die vor ihnen aus dem Wasser springen, zu erkennen ist.

Am Blind Pass Beach kaufen wir beim Supermarkt des Sunset Grills ein Baguette und einen leckeren Shrimp-Salad, den wir auf der farbenfrohen, etwas kitschig anmutenden Terrasse genüsslich verzehren. Auf dem Rückweg legen wir noch herrlich erfrischende Badepausen ein – das Wasser hat nicht mehr annähernd die Temperaturen, wie noch vor einigen Tagen. Vom Strand aus kann man, wie fast überall in Florida, im Sturflug ins Wasser stürzende Braune Pelikane beobachten, die auf diese Weise Fische jagen. Auch sehen wir noch einen Great Blue Heron, der fast wie ein Kormoran am Strand seine Flügel im Wind ausbreitet und trocknet.


Unsere Muschelausbeute kann sich heute sehen lassen – wir finden große bunte „Horse Conch“ Shells, eine der weltgrößten Muschelarten überhaupt, eine sp iralförmige „Auger-Shell“ und viele weitere traumhaft schöne Muscheln. Den Sanddollar oder die Junonia finden wir allerdings nicht. Etwas ernüchternd ist, dass man im Muschelgeschäft am Periwinkle Way mit dem einprägsamen Namen „She Sells Sea Shells“ die beliebten aber sehr fragilen Sanddollars für gerade einmal 1 USD kaufen kann. Auf solch einen unsportlichen Souvenirerwerb lassen wir uns dann jedoch nicht  ein.
 
Da wir gestern im MS T´s Shrimp House königlich gespeist haben, entscheiden wir uns auch heute für dieses Restaurant, zumal es von unserem Campground
nicht sehr weit zu fahren ist. Heute bestellen wir einen Grouper mit Mango Sauce (24 USD) und einen MC T´s Catch All Teller (22 USD), der Jakobsmuscheln, Shrimps und ebenfalls ein kleineres Grouper Filet enthält (Bild rechts). Der Fisch ist erneut richtig frisch und lecker.

Am Abend recherchieren wir noch vor unserem Zelt Unterkünfte für die verbleibenden Tage. Wir haben uns entschlossen, den Penhandle auszulassen, da wir lieber zwei Gebiete noch intensiver kennen lernen möchten: Das Gebiet um Crystal River sowie den Okefenokee Swamp an der Grenze zu Georgia. Zunächst einmal haben wir unseren Aufenthalt auf Sanibel um einen Tag verlängert. Auf dem Campground gibt es sehr unangenehme „Biting Flies“, winzige beißende Fliegen, die uns in der Abenddämmerung zu schaffen machen und unzählige juckende Stellen an der Haut verursachen.



22.10.2009
Wir fahren mit unseren Fahrrädern zunächst ins J.N. „Ding“ Darling National Wildlife Refuge. Durch das Naturschutzgebiet verläuft eine fünf Meilen lange Straße mit unterschiedlichen Aussichtspunkten, von denen Vögel beobachtet werden können. Wir bekommen heute sogar einige Spoon Bills vor unsere Kameras, wunderschöne Flamingo ähnliche Vögel mit einem löffelförmigen Schnabel. Ansonsten ist die Mittagszeit für Vogelbeobachtung eher ungünstig, so dass wir nicht viele Tiere zu sehen bekommen. Die Mangrovenwälder an den Ufern bilden aber dennoch eine schöne Kulisse. 

An einigen Aussichtspunkten bekommen wir den Little Blue Heron vor die Kameralinse, wie auch einen weiteren Wood Storch. Im Visitor Center haben wir uns ein Bestimmungsbuch für Vögel in Florida gekauft. Wir werden in Florida noch zu echten Ornithologen – die Vogelbeobachtung macht hier aber auch aufgrund der Artenvielfalt und der spektakulären bunten Exemplare sehr viel Spaß. Am Ende des Rundkurses begehen wir einen aus Holzbrettern angelegten Trail durch die Mangroven. Kurz vor Betreten des Pfades huscht ein Bobcat über den Weg – so schnell können wir allerdings nicht unsere Kameras zücken, um ihn auf einem Foto zu verewigen.

Der Rundweg endet wieder an der Sanibel Captiva Road, kurz hinter dem Zugang zum Bowman´s Beach. Dem Strand statten wir noch einen weiteren Besuch ab. Hier haben wir gestern die vielen tollen Muscheln gefunden. Nach einer wohltuenden Abkühlung im Meer befällt uns wieder das Muschelsuchfieber. Tatsächlich können wir noch einige schöne Muscheln mit den Füßen ertasten – dies ist ohnehin die empfohlene Vorgehensweise, seltenere und unbeschädigte Exemplare aufzuspüren. Mit unserer Ausbeute im Gepäck geht es zurück zum Fahrradverleih, wo wir unsere Fahrräder zurückbringen.

Die Swampers im Okefenokee National Park haben mittlerweile geantwortet. Sie haben nur noch eine Cabin ab morgen frei. Also ändern wir die Reihenfolge der letzten beiden Stationen und fahren zunächst ganz nach Norden, das bedeutet eine Fahrstrecke von rund 400 Meilen am morgigen Tag.

Zum Sonnenuntergang wollen wir noch Captiva Island kennenlernen. Captiva ist mit Sanibel durch eine Brücke verbunden. Die Insel wirkt auf Anhieb sehr viel heimeliger als Sanibel, sie ist allerdings auch bedeutend exklusiver und teurer als ihre benachbarte Schwester. Am Ende der Insel erleben wir am Strand einen der eindrucksvollsten Sonnenuntergänge, den wir je gesehen haben. Auch bereichern wieder einige Delfine die Abendstimmung.




Unser Abschlussmahl auf Sanibel/Captiva nehmen wir im Mucky Duck ein, eines der wenigen Restaurants, die unmittelbar am Strand liegen. Das Restaurant verfügt zwar über einen wunderschönen Vorhof zum Meer hinaus, doch kann man dort leider nicht speisen. Die Amerikaner haben es nun einmal nicht gerne gemütlich beim Essen! Da kein Tisch frei ist, kommen wir auf die „Warteliste“ und können so wenigstens bei einem Glas Wein die Abendstimmung am Strand genießen.

Schließlich werden wir nach einer knappen Stunde „aufgerufen“ und bekommen einen Tisch in dem wie immer vollklimatisierten, fast kühlen Restaurant zugewiesen. Wir bestellen beide einen Seafood Platter (25,50 USD) mit hervorragenden frischen Shrimps, Jakobsmuscheln (bedauerlicherweise frittiert), einem Crab Cake (einer Art Fischfrikadelle) und einem Stück Lachs. Der Fisch ist wie überall hier sehr gut und frisch, die Bedienung ist hingegen auffallend unaufmerksam und kommt nicht annähernd an das hervorragende Personal vom MC T´s der vergangenen beiden Tage heran.


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