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Salema

Isa, die Verwalterin des Casas Boa Vida wartet bei Ankunft in Salema bereits auf uns. Das Casa ist ein modernes, sehr ruhig gelegenes und mit seinen über 170 Quadratmeter Wohnfläche geradezu riesiges Atriumhaus mit Meerblick. Es befindet sich auf einem Plateau ca. 40 Meter über dem Meeresspiegel am Ortsrand und man hat vom Balkon eines der drei Schlafzimmer im oberen Stockwerk aus einen schönen Ausblick auf das Meer. Im großzügig ausgestatteten Wohnbereich in der unteren Etage befindet sich ein gut funktionierender Kamin, den man abends um diese Jahreszeit auch dringend benötigt, zudem eine bestens ausgestattete Küche mit vierflammigem Gasherd, einer Spül- und Waschmaschine. Vor dem Wohnzimmer schließt sich ein Wintergarten mit einem kleinen, immergrünen Garten und einer großen Schatten spendenden Palme an. Es gibt auch eine Elektroheizung im Casa Boa Vida, der Betrieb ist jedoch relativ teuer und nicht unbedingt für einen Dauerbetrieb gedacht. Lediglich abends zum Duschen/Baden schalten wir die Heizung für eine halbe Stunde ein, ansonsten ist der Kamin für die Erwärmung des Hauses völlig ausreichend. Für den Heizbetrieb zahlen wir am Ende für die zwölf Tage 7,50 €. Wir haben mit der Wahl des Hauses wieder einmal alles richtig gemacht, wenn auch das Casa Boa Vida aufgrund seiner Lage zu anderen Jahreszeiten und unter anderen Umständen (wenn wir alleine unterwegs wären) nicht unsere allererste Wahl wäre. Dann würden wir sicher ein Häuschen auf dem Land in der Einsamkeit bevorzugen.

Salema besteht zumindest im oberen Teil überwiegend aus mehr oder weniger uniformen Reihenferienhäusern, gegenüber des Casa Boa Vidas steht eine größere Anlage (The View II), die nahezu fertiggestellt ist, lediglich einige Außenanlagen müssen noch gebaut werden. Der Investor ist vor vier Jahren in Konkurs gegangen und seitdem steht der komplette Bau und die Vermarktung still. Klassische Bausünden wie in anderen küstennahen Ferienorten gibt es glücklicherweise jedoch im Ort (noch) nicht. Noch in den Achtziger-Jahren war Salema ein bekannter Treffpunkt für Rucksachtouristen – davon ist auch im alten Ortskern unten am Meer nicht mehr allzu viel zu sehen. Hier soll es am Sandstrand in den Sommermonaten mittlerweile sehr eng werden. Im März hingegen wirkt die Szenerie eher verschlafen: Die Hotelbesitzer beginnen mit dem Frühjahrsputz, einige Restaurants haben ihren Betrieb noch nicht einmal wieder aufgenommen. Traurige Berühmtheit erlangte die Gegend um Salema übrigens in den Medien im Jahr 2007, als das kleine englische Mädchen Maddie im Nachbarort Luz unter mysteriösen Umständen spurlos aus einer Ferienanlage verschwand und bis heute unauffindbar geblieben ist.


Salema

Wir genießen gleich nach unserer Ankunft in der Bar "Central" am Meer die Sonne bei einem „Cafe com Leite“ und beobachten eine Weile das Treiben auf dem Dorfplatz. Die paar Touristen, die sich hierher verirrt haben, kommen zum Großteil aus Deutschland, das erkennen wir sehr schnell an den Gesprächsfetzen, die wir in der Bar aufgreifen. Am Abend stellen wir allerdings fest, dass sich Salema fest in britischer Hand befindet. Aus den Bars und Restaurants dringen überwiegend englische Gesprächsfetzen zu uns durch. Am westlichen Ortsrand führt eine Treppe von der Steilküste hinab ans Meer. Dort beginnt auch ein Trampelpfad, über den man von Salema aus bis nach Sagres wandern kann.

Steilküste von Salema

Schon bei einer ersten Erkundung sind wir begeistert von der grandiosen Aussicht, dem sprießenden zarten Grün, das sich allseits aus dem felsigen Boden herauspresst und dem betörenden Duft von blühendem Rosmarin, Thymian und Lavendel. Die ganze Steilküste ist zu dieser Jahreszeit ein einziges Blütenmeer, rosa- und weißblühende Zistrosenbüsche soweit das Auge reicht dominieren das Bild! Wir beschließen spontan, dass wir gleich zu Beginn unseres Urlaubes die Wanderung von Salema nach Sagres machen werden.

Zistrosenblüte

Von den zahlreichen Restaurants testen wir während unseres Aufenthaltes drei Empfehlungen unserer Vermieter: Das Lourenco gilt bei Einheimischen als das beste Fischrestaurant im Ort und hält bei unserem Besuch was es verspricht. Wir bestellen eine Fisch-Cataplana (30,-- € für 2 Personen), eine portugiesische Spezialität. Unterschiedliche Fischsorten, Kartoffeln mit frischem Koriander in Tomatensoße werden wie ein Eintopf in einem kupfernen Spezialgefäß serviert. Unser Fazit: Einfach, authentisch, ehrlich und von daher absolut empfehlenswert!

Das in deutlich gehobenem Ambiente geführte
Agua Na Boca („Wasser, das im Mund zusammenläuft“) in der Parallelstraße zum Strand wird von den direkten Nachbarn des Casa Boa Vida betrieben. Die Weinkarte ist äußerst vielversprechend. Wir entscheiden uns für einen lokalen Algarve Weißwein, einen Tapada da Torre, ein Cuvee aus Arinto und Siria Trauben. Von dem Wein sind wir überaus begeistert, die Trauben, von denen wir zuvor noch nie etwas gehört haben, werden ausschließlich in Portugal angebaut. Corinna entscheidet sich für Lammfilets mit Minzmarinade (für meinen Geschmack einen Tick zu süß geraten, während Corinna die Marinade durchaus schmeckt), ich wähle Red Snapper mit Gambas (15,90 €). Zu allen Gerichten wird standardmäßig eine Gemüseauswahl (Blumenkohl, Broccoli, Rosenkohl, Möhren) gereicht, die ich persönlich als relativ langweilig empfinde, sowie gebackene Kartoffeln. Hervorzuheben ist in jedem Fall der äußerst zuvorkommende Service des gesamten Personals.

Am Abflugtag verabschieden wir uns aus Salema mit einem Mittagessen im
Boia, einem Restaurant direkt an der kleinen Strandpromenade am Meer. Bei Tripadvisor kommen die Strandrestaurants nicht ganz so gut weg – völlig unbegründet, wie wir finden. Corinna bestellt fangfrischen Thunfisch (13,20 €), der rosa gebraten mit einer delikaten Zwiebelsoße gereicht wird. Für mich gibt es einen frisch gegrillten Wolfsbarsch, ebenfalls sehr lecker. 

Unser kullinarisches Salema-Resümee: Uns persönlich hat es in den einfachen Lokalen Boia und Lourenco besser geschmeckt als in dem edleren Agua Na Boca.






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