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Rustenburg

Bei Sonnenuntergang verlassen wir den Park. Da es bis zu unserer gebuchten Unterkunft, dem B & B Boubou, lediglich 45 Minuten Fahrzeit sind, werden wir in den kommenden Tagen sicher noch einmal nach Pilanesberg zurückkehren. Marnice und Jan-Piet, die freundlichen Besitzer des B & B, empfangen uns mit herzlicher Gastfreundschaft. Im Boubou gibt es einen schönen Garten, ein wahrhaftes Kleinod für Vögel, mit einem einladenden Pool. Das von uns gebuchte Zimmer ist einfach unbeschreiblich luxuriös, es verfügt über ein Badezimmer mit Whirlpool und eigener Sauna, sowie einem sehr komfortablen Kingsize-Bett (580 ZAR p.P./Nacht). Natürlich nehmen wir vor dem Dinner erst einmal ein entspannendes Bad im Whirlpool und spülen den Staub der letzten drei Wochen aus allen Poren.
Wir haben im Boubou für heute Abend das Dreigang-Dinner bestellt - es besteht aus einer Lauchsuppe, gefolgt von einem Rumpsteak mit Butternut-Kürbis und Pilzsoße sowie als Dessert eine delikate Schoko-Creme. Jan-Piet, der Mann von Marnice, gesellt sich später noch zu uns und wir fachsimpeln über die besten Spots im südlichen Afrika, die von den Beiden mit einem Camper bereist wurden. Auch er ist ein enthusiastischer Fotograf (ebenfalls ausgestattet mit der Canon 70 D) und zeigt uns einige seiner wirklich großartigen Fotos, unter anderem vom KTP. Wir verabreden uns für morgen Nachmittag, dann will Jan-Piet mit uns einen Game-Drive über die Nachbargrundstücke unternehmen, wo es sehr ungewöhnliche und seltene Tiere geben soll – wir sind sehr gespannt!

 

15. September 2015, Rustenburg (B&B Boubou)

Goldene Gnus und Schwarze Impalas
Unser Frühstück nehmen wir auf der Aussichtsterrasse ein – wir genießen es in vollen Zügen, uns einmal von vorne bis hinten bedienen zu lassen. Bei einem kleinen Erkundungsgang über das Grundstück beobachten wir eine Weile Blessböcke und Nyalas. Anschließend sortieren wir unser komplettes Gepäck und übergeben Marnice eine Kiste voller Camping- und Küchenutensilien, die wir für unseren Trip gekauft haben und nicht mit nach Deutschland zurücknehmen wollen. Sie wird die Sachen später unter den Angestellten aufteilen.

Boubou ist Teil eines Zusammenschlusses diverser benachbarter Grundstücke. Auf den meisten werden die unterschiedlichsten Antilopen gezüchtet, darunter einige Farbvarianten, die extrem selten sind und von denen es weltweit nur wenige Exemplare gibt, beispielsweise „Golden-Wildebees“ (Goldene Gnus), deren Fell tatsächlich goldfarben schimmert. Den Marktwert gibt Jan-Piet mit sage und schreibe 1 Million ZAR an! Außerdem sehen wir schwarze Impalas und als absoluten Höhepunkt braun-weiß gescheckte Blessböcke, die gar für 7 Millionen ZAR gehandelt werden – eine unbeschreibliche hohe Summe für eine Antilope.


Zunächst beobachten wir eine Büffelherde, die wir an einem der Futterplätze antreffen. Büffel sind unberechenbar und man tut gut daran, ausreichend Abstand zu halten. Wie bei vielen anderen Tierarten, gibt es auch bei Büffeln einen Herdenchef mit zahlreichen Kühen und Kälbern, zu erkennen an den eindrucksvollen Hörnern und dem massigen Körper.

Nach kurzer Zeit gelingt es Jan-Piet auch die Giraffenherde, bestehend aus acht Tieren, auf dem Gelände aufzuspüren. Zu Fuß nähern wir uns vorsichtig diesen beeindruckenden Tieren, die uns immer wieder faszinieren. Eine ganze Weile halten wir uns in der Nähe einer Giraffenkuh und ihren Kälbern unterschiedlichen Alters auf, später pirschen wir uns auch noch an den großen Bullen heran, der genüsslich an einem Baum äst. Trotz der Abwesenheit von Löwen auf dem eingezäunten Gelände haben erwachsene Giraffen auch hier zwei natürliche todbringende Feinde: Zum einen sind dies Blitzeinschläge – durch ihre hohe Position im Gelände, die wie ein Blitzableiter wirkt, passiert dies relativ häufig (allein im letzten Jahr sind auf dem Grundstück zwei Giraffen vom Blitz tödlich getroffen worden). Zum zweiten werden Giraffen häufig von den extrem giftigen Baumschlangen beim Äsen in den Baumkronen gebissen.


Dank an Jan-Piet van der Smit für die Bereitstellung dieser beiden Fotos

 

Für uns ist dies ein komplett anderer, aber total spannender Game-Drive. Jan-Piet macht diese Game-Drives übrigens aus reinem Enthusiasmus und berechnet seinen Gästen nicht einmal etwas dafür! Wir stellen einhellig nach dem Game-Drive fest, dass es nicht immer Raubtiere, Elefanten oder Nashörner sein müssen, die einen Game-Drive zu einem tollen Erlebnis werden lassen!

Den ganzen Nachmittag relaxen wir am Pool. Über uns in der Palme ist ein Maskenweber damit beschäftigt, sein Nest für die kommende Brutsaison zu bauen. Er schreckt nicht davor zurück, Baumaterial aus einem bereits fertiggestellten anderen Nest zu klauen. Bei vielen Webervögeln baut das Männchen das Nest, während das Weibchen erst nach vollendeter Arbeit dazukommt, um das Bauwerk zu begutachten. Nur wenn das Nest für gut befunden wird, kommt es zur Brut. Wenn das Nest nicht den Anforderungen des Weibchens entspricht, darf das bedauernswerte Männchen mit seiner Arbeit von vorne anfangen.

Zum Dinner serviert uns Marnice traditionelle afrikanische Kost: Bobotie, ein süßer Hackfleischauflauf, der mit gelbem Reis, Salat, Kokosraspeln sowie „Misses Balls Chutney“ belegt wird. Der asiatische Einfluss dieses Gerichts ist unverkennbar. Zum Dessert gibt es einen warmen Kuchen mit einer Karamellsoße.

 







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