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Red Dune Camp

Zurück im Camp entscheiden wir, nicht mehr zu frühstücken, da der Wind unangenehm bläst - wir hoffen anstatt dessen auf eine Einkehrmöglichkeit unterwegs. Zunächst ist die C19 recht aussichts- und abwechslungsreich. Wir überqueren Passstraßen auf einer recht passablen Gravelroad. Bis Maltahöhe ist jedoch von einer Frühstücksmöglichkeit weit und breit nichts in Sicht. In der kleinen Ortschaft, in der es gefühlt mehr Kirchen als Wohnhäuser gibt, kehren wir ein in dem kleinen Backbacker-Hostal am Ortseingang. Wir bestellen Omelett bzw. Oryx-Boereworst mit French-Fries - für ein Frühstück ist es mittlerweile schon zu spät. Im Garten schwirren bunte Sunbirds herum und saugen emsig mit ihren langen gebogenen Schnäbeln Nektar aus den Blüten. Wie bei den meisten Sunbirds ist auch bei dieser Spezies das Weibchen extrem benachteiligt: Ihr Federkleid ist durchgängig unscheinbar-bräunlich, während das Männchen mit einer knallig roten Brust und grün schimmerndem Kopf daherkommt! Auch sichten wir erstmals Weißrücken-Mausvögel, die sich an Kaktusfrüchten gütlich tuen und aufgrund ihrer grauen Haube leicht zu verwechseln sind mit den allgegenwärtigen Graulärmvögeln.


Rotkehl-Nektarvogel, (Scarlet chested Sunbird)


Rotkehl-Nektarvogel, Bildergebnis für zeichen weiblich  (Scarlet chested Sunbird)


Weißrücken-Mausvogel (White-backed Mousebird)

Von Maltahöhe bis nach Mariental ist die Straße asphaltiert, so dass wir sehr schnell vorankommen. Wir haben geplant, in Mariental bei Spar einzukaufen. Der Supermarkt erweist sich als hervorragend sortiert, so dass wir unseren Einkaufszettel innerhalb einer Stunde abarbeiten und die Vorräte für den bevorstehenden Aufenthalt im Kgalagadi Transfrontier Park wie gewünscht auffüllen können. Vorsichtshalber lassen wir auch noch einmal unsere Gasflachen auffüllen, da wir hierzu hinter Mariental keine Gelegenheit mehr haben werden.

Wir haben beschlossen, vor dem KTP noch einmal zwei Tage in einem „richtigen Bett“ zu schlafen und uns dafür die Red Dune Farm ausgesucht, die sich auf der C 23, kurz hinter Gochas und rund 150 Kilometer vor Mata Mata befindet. Damit lassen wir zwar eine Buchung im KTP (Rooiputs) sausen, aber das ist es uns wert. Denn wir wollen uns hier in aller Ruhe auf den insgesamt fast zwei wöchigen Aufenthalt in der Wildnis vorbereiten. Telefonisch haben wir ein Safari Tent auf der Farm reserviert. Es gibt weiterhin noch eine idyllisch, auf einer Sanddüne gelegene Campsite (nur mit 4x4 erreichbar) sowie an gleicher Stelle noch ein weiteres Safari Tent, das aber leider schon vergeben war. Pieter, der freundliche Besitzer der Red Dune Farm, der in seinem früheren Leben Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften war, begrüßt uns herzlich. Das Zelt ist simpel ausgestattet, ebenso das „En-Suite“ Badezimmer, dafür kostet die Nacht auch gerade einmal 320 NAM$. In jedem Fall gibt es ein schönes großes Doppelbett – das ist uns am allerwichtigsten.

Mit dem auf der Farm gekauften Oryx-Filet bereiten wir uns ein schönes Abendessen zu und verarbeiten dabei die Reste der letzten Tage. Nebenan auf den Weiden schreien sich eine Kuh und ihr Kalb die Seele aus dem Leib – das kann ja lustig werden, wenn das die ganze Nacht so weiter geht! Wie sich herausstellt, ist das Muttertier heute den ersten Tag von seinem Kalb getrennt. Pieter sorgt nachts dann noch für Ruhe, in dem er die beiden Tiere wieder zusammenführt und auf eine weiter abgelegene Weide treibt. Wir erleben einen grandiosen African Sky mit einer Milchstraße, die von einem Ende des Horitonts bis zum anderen reicht. Der abnehmende Mond geht erst gegen 21.30 Uhr auf, so dass wir bis dahin in den Genuss eines der eindrucksvollsten Nachthimmel kommen, den wir jemals in Afrika gesehen haben!




3. September 2015, Red Dune Farm

Reifenpanne die Zweite und Vorbereitung auf den KTP
Am Morgen stelle ich unseren zweiten Plattfuß innerhalb von zwei Tagen fest - die Gravelroads fordern ihren Tribut! So mache ich mich nach dem Frühstück zunächst an den Reifenwechsel – die Handhabung des Hi-Lift-Jacks wird langsam zur Routine – und anschließend flicke ich den kaputten Reifen mit dem von Bushlore bereitgestellten Reparatur-Set.



Den ganzen Vormittag verbringen wir damit, Wäsche zu waschen, unsere Kameras vom Dünenstaub zu befreien und vor allem unsere „Sieben Sachen“ sinnvoll neu im Auto anzuordnen. Dinge, die wir nur selten oder gar nicht brauchen, kommen in die hintersten Storage-Boxen unseres Autos. Außerdem sortieren wir einige Lebensmittel neu bzw. verstecken sie, da die Aussagen zu den Grenzübertritten nach Südafrika bzw. Botswana sehr unterschiedlich ausfallen. Angeblich soll „rotes Fleisch“ kein Problem sein, wohl aber Milchprodukte, Maismehl und Feuerholz, deren Einfuhr strikt verboten sein soll. Auch müssen wir einen Teil unserer Wein, Bier und Savanna-Dry Vorräte verstecken, da nur zwei Liter Alkohol pro Person eingeführt werden dürfen. Wir werden auf jeden Fall auf Nummer sicher gehen. In einem Reisebericht im Namibia-Forum haben wir gelesen, dass ein Pärchen beim Grenzübertritt nahezu seine kompletten Vorräte eingebüßt hat – das soll uns auf keinen Fall passieren!

Zum Sonnenuntergang laufen wir noch ein paar Kilometer in Richtung der Roten Düne, wo die Campsites zu finden sind. Dies ist wahrlich ein idyllisches Plätzchen! Wir halten anschließend noch einen kleinen Plausch mit Pieter und kaufen zwei Pakete Oryxfilet, die wir uns in den nächsten Tagen im KTP munden lassen werden. Auch heute verwöhnt uns der African Sky wieder mit einer atemberaubenden Milchstraße, unter der wir unser Dinner, eine Gemüsepfanne mit Oryxfiletstreifen, genießen.


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