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Rückreise

9. Oktober 2013, Ihaha, Chobe NP – Francistown (550 km)

Rückreise in drei Etappen nach Johannesburg
Noch vor Sonnenaufgang brechen wir unser Lager ab, denn wir wollen möglichst vor dem ganz großen Besucherstrom den am besten erschlossenen Teil des Chobe Parks, der sich direkt an Kasane anschließt, in einem letzten Game Drive erkunden. Wie bereits in unserem Ilona Hupe Reiseführer geschrieben steht, ist aufgrund des massiven Safari-Tourismus-Aufkommens im Abschnitt zwischen Sedudu Gate und Serondela ein Einweg-Verkehrsleitsystem eingerichtet worden, an das sich allerdings kaum ein Fahrzeug so wirklich zu halten scheint. Die River Front Route darf eigentlich nur in Richtung Westen befahren werden, da in der Vergangenheit zahlreiche Fahrzeuge im Tiefsand stecken geblieben sind, die einem entgegen kommenden Fahrzeug ausweichen wollten.

Natürlich sind wir trotz der frühen Stunde nicht die Ersten, zahlreiche Safari-Autos kommen uns mit ihren Gästen aus den teuren Lodges in Kasane entgegen. Nach so viel Wildnis in den letzten Tagen können wir den Game Drive aufgrund des Rummels nicht so wirklich genießen und brechen unsere Runde kurzerhand ab. Hinzu kommt, dass uns der etwas abgelegene Teil westlich von Ihaha landschaftlich deutlich besser gefallen hat. Die River Front Route führt größtenteils nicht unmittelbar am Chobe Ufer entlang sondern etwas oberhalb im Busch, so dass zumeist die freie Sicht auf den Fluss durch Buschwerk und Bäume versperrt bleibt.
W
ir tragen uns am Sedudu Gate aus dem Register aus und tanken in Kasane erst einmal voll. Tatsächlich sind wir ab Maun 950 Kilometer inklusive Game Drives gefahren und haben dabei 140 Liter Diesel verbraucht. In Tiefsandpassagen verbraucht der Hilux streckenweise gut und gerne 20 Liter auf 100 km. Dann machen wir uns auf den Weg nach Francistown. Die Verkehrsschilder, die vor kreuzenden Wildtieren warnen, mögen auf einen Touristen kurios wirken, jedoch haben sie durchaus ihre Berechtigung, wie wir kurz darauf feststellen!
 

Über die A33 geht es zunächst nach Nata. Dieser Abschnitt ist derzeit eine einzige Baustelle, da gerade die komplette Fahrbahn erneuert wird. Dennoch kommen wir sehr schnell mit einem Schnitt von 100 km/h voran. Drei Vet-Fences müssen passiert werden, zwei Mal wird sogar unser mehr oder weniger leerer Kühlschrank kontrolliert.

Spontan entscheiden wir uns, in der Nähe von Francistown im Woodlands Stop-Over zu übernachten – eine sehr gute Entscheidung, wie sich herausstellen wird. Zehn Kilometer vor Francistown führt eine Schotterpiste zu der Anlage, die unmittelbar an der legendären Hunter´s Road an der Grenze zu Zimbabwe liegt. Da wir heute Nacht gerne in einem richtigen Bett schlafen wollen, mieten wir uns in eines der sechs hübschen Chalets ein (480 Pula). An der Rezeption erwerben wir kühles Bier sowie tiefgefrorenes Fleisch für unser abendliches Braai. Außerdem gibt es hier auch noch andere tiefgefrorene und vorgekochte Gerichte zu kaufen.

Den ganzen Nachmittag lassen wir es uns gut gehen am gepflegten Pool der Anlage und aalen uns stundenlang im kühlen Nass.

Wir kommen ins Gespräch mit Lilo und Rudi, einem Paar aus Bad Münstereifel, das seit mehreren Jahren Afrika bereist und mittlerweile einen Toyota Landcruiser das ganze Jahr über in Windhoek/Namibia stehen hat. Am Abend plaudern wir noch eine ganze Weile bei einem Gläschen Wein. Drei Monate im Jahr reisen die Beiden mit Dachzelt durch die unterschiedlichsten Länder Afrikas – auch ein spannendes Modell für das Rentendasein, wie wir finden! Wir bestaunen den Landcruiser, der mit viel Liebe zum Detail umgebaut worden ist. Natürlich gibt es eine Solarzelle für die Stromversorgung und sogar eine gut funktionierende Waschmaschine: Eine schwarze, verschraubbare Tonne wird dabei auf dem Dach befestigt. Die Sonne heizt das Wasser schnell auf und durch das Geruckel auf den Offroad-Pisten hat man nahezu den gleichen Wascheffekt wie bei einer elektrischen Waschmaschine! Der Clou des Autos ist eine im Dachzelt eingebaute Minitoilette, versehen mit Filtern und einer Ableitung auf den Boden. Somit muss man in der Nacht nie mehr sein kleines Geschäft inmitten wilder Tiere erledigen! Gewusst wie, Rudi stellt sich als gelernter Ingenieur und Tüftler heraus.



10. Oktober 2013, Francistown – Matamba Bush Camp, 435 km

Eine weitere Nacht im Matamba Bush Camp
Nach dem Frühstück fahren wir über die gut ausgebaute A1 270 Kilometer bis nach Martin´s Drift, der Grenze nach Südafrika. Das Einreiseprocedere ist ähnlich wie auf der Hinfahrt, insgesamt benötigen wir ungefähr eine halbe Stunde, um alle Formalitäten zu erledigen. In Lephalale wollen wir in einem Internet-Cafe für unseren morgigen Flug online einchecken. Corinna fragt in einer Apotheke nach einem Internet-Cafe, zwei junge Frauen bieten ihr spontan an, dies in ihrem Laden nebenan zu machen. Für einen „Network Solutions“ Laden stellt sich der uns zur Verfügung gestellte Rechner als ziemlich altersschwach heraus, aber immerhin gelingt es uns nach einiger Zeit, sowohl die Boardingpässe als auch die Rail & Fly Tickets auszudrucken. Wir bedanken uns überschwänglich bei den beiden Mädels und fahren weiter zum Matamba Bush Camp, wo uns Alan herzlich begrüßt. Natürlich belegen wir wieder die Drongo Campsite und sind begeistert, dass wir erneut die einzigen Gäste sind.

Natürlich machen wir erst einmal einen Rundgang, um die mittlerweile vertraute Giraffenfamilie aufzusuchen. Es tut richtig gut, endlich einmal wieder ein paar Schritte laufen zu können. Wenn uns in diesem Urlaub irgendetwas gefehlt hat, dann ist es eindeutig die Bewegung. Leider lässt sich Botswana nicht anders erschließen als per 4x4 Fahrzeug, ein weiteres Mal würden wir allerdings eine vierwöchige Afrikareise ohne jegliche Chance auf Bewegung nicht planen! Die beeindruckenden Elenantilopen tummeln sich im dichten Busch, wo sie mittlerweile frisches Grün finden. Vor dem Abendessen nehmen wir noch eine Erfrischung in der einmaligen Open-Air Dusche.

Es zieht ein Gewitter auf und die Hoffnung, auf den ersten Regen nach der Trockenzeit. Alan meint, dass alle Tiere sehnsüchtig auf den ersten Regen warten. Für uns ist die Aussicht auf einen afrikanischen Thunderstorm hingegen alles andere als begeisternd! Nur allzu gut ist uns das Unwetter während unserer letztjährigen fünftägigen Wanderung durch den Umfolzi-Park in Südafrika in Erinnerung! Wir entfachen ein Campfire, stellen jedoch alsbald fest, dass das Feuer aufgrund des Windes extrem risikobehaftet ist. Funken sprühen in den knochentrockenen Busch und wir möchten keinesfalls verantwortlich sein für ein ausgedehntes Buschfeuer. So löschen wir schnell unser Campfire und ziehen um in die überdachte Küchenhütte, da es mittlerweile auch angefangen hat zu tröpfeln. Wir haben bei unseren Gastgeben ein Potije bestellt (80 Rand p.P.), den uns Alan zusammen mit einem leckeren Salat und selbstgebackenen Brot am Abend bringt. Wir genießen es, einmal nicht mit der Zubereitung des Abendessens beschäftigt zu sein.

 

Frühzeitig ziehen wir uns gegen 8 Uhr in unser Zelt zurück und erleben einen Thunderstorm, den wir in dieser Form noch nie erlebt haben. Die Blitze zucken 360° Grad um uns herum am Horizont, glücklicherweise geraten wir aber während der ganzen Nacht nicht ins Zentrum des Geschehens. Schließlich zieht das Gewitter weiter und wir haben doch noch eine ruhige letzte Nacht in unserem liebgewonnenen Dachzelt.


11./12. Oktober 2013, Matamba Bush Camp – Johannesburg

Aufbruch zum Flughafen

Alan kommt um 6.15 Uhr und wir bezahlen unsere Campsite und das gestrige Abendessen. Unsere kompletten restlichen Lebensmittel übergeben wir ihm, damit er sie weitergibt an seine Angestellten, die dafür mehr als dankbar sind. Dann machen wir uns auf zu unserer letzten Etappe bis nach Johannesburg, um unser Auto zurück zu geben.

Im Headquarter von Bushlore in Midrand in der Nähe von Pretoria wird unser Fahrzeug einem kurzen Check unterzogen. Wir erläutern unsere Probleme mit der Achse und dem Air Kompressor und man erklärt uns, dass uns die Auslagen in den nächsten Tagen erstattet werden. Da wir eine Full-Insurance ohne Selbstbeteiligung gebucht haben, verläuft alles völlig problemlos. Bushlore organisiert uns einen „Lift“ zum Flughafen von Johannesburg. Da wir bereits online eingecheckt haben, können wir die lange Schlange der wartenden Passagiere passieren und geben unser Gepäck bevorzugt auf. Wir erhalten auf Nachfrage erneut einen Sitzplatz an den Notausgängen, so dass wir einen äußerst komfortablen ersten Teil unseres Rückfluges genießen können. In Doha versuchen wir am Transitschalter wieder einen Platz am Notausgang zu ergattern. Dieses Mal haben wir allerdings ein Glück, so dass wir den letzten Flug nach Frankfurt etwas „gequetscht“ über uns ergehen lassen müssen.

Erstmals in unserer Reisehistorie ist unser Gepäck verloren gegangen. Ein anderes junges Paar, das ebenfalls aus Johannesburg kommt, teilt unser Schicksal – ein Zeichen, dass beim Verladen in Doha irgend etwas schief gelaufen sein muss. Wir geben eine Gepäck-Suchmeldung auf und fahren ohne „Ballast“ mit dem ICE zurück nach Hannover. Das Gepäck taucht bereits am kommenden Tag auf und wird uns an die Haustür geliefert.

Unsere Botswana-Reise hat unser Afrikafieber eher noch weiter entfacht. Bereits auf dem Rückflug sinnieren wir über mögliche Reiseziele auf dem schwarzen Kontinent. Ganz oben auf unserer Liste stehen eine Kombination aus Sambia und Malawi oder aber Namibia zusammen mit der Kgalagadi im Süden Botswanas.


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