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Namaqualand-2

24. August 2015 - Namaqua Nationalpark (60 km)

Abschied von einem geliebten Menschen in passender Umgebung
Am Morgen tropft es von den Stangen unseres Zeltes auf uns herab – ein bekanntes Phänomen bei Dachzelten, wenn es nachts kalt wird und sich Raureif bildet! Das lästige Tropfen beheben wir, in dem wir Handtücher zwischen Zeltdach und Firststangen klemmen. Während ich das Morgenlicht nutze, um einen Zeitraffer an den Blumenwiesen aufzunehmen, bereitet Corinna schon einmal das Frühstück vor.

Der Morgen präsentiert sich zunächst bedeckt und windig und die Temperaturen steigen nur sehr langsam an. Glücklicherweise kommt die Sonne gegen 11 Uhr hervor und wir begeben uns auf den vier Kilometer langen Skilpad Walking Trail. Es ist einfach ein ganz anderes Erlebnis, wenn man sich zu Fuß durch diese unwirklich schöne Landschaft begibt.

Die Bittergousblom-Teppiche erstrecken sich über mehrere Kilometer in dieser Ebene. Überall entdecken wir aber auch andere bunte Blumen, die wir zuvor noch nicht gesehen haben. Die Kameras laufen heiß, da die unterschiedlichen Blüten großartige Motive für Makroaufnahmen bieten.





 

Nach der kleinen Wanderung stärken wir uns mit einem kleinen Snack in der kleinen Bar unserer Campsite und bereiten uns dann vor für ein ganz besonderes Ereignis: Es heißt Abschied nehmen von unserer geliebten Omi Ilse, die im 109. Lebensjahr kurz vor unserer Abreise friedlich in unserer Anwesenheit eingeschlafen ist. Wir finden ein traumhaft schönes Plätzchen am Rande des Caracal Eco-Trails, den wir uns ausgesucht haben, da hier nicht viele Autos entlang fahren. Dieser Platz hätte unserer Omi auch gefallen, da sind wir uns sicher. Wir stellen zwei Kerzen und Wildblümchen vor ihrem Bild auf und gedenken eine ganze Weile und in aller Stille einem wirklich großartigen und einzigartigen Menschen – wir werden ihn sehr vermissen! Auch das von ihr so geliebte Klarinettenkonzert von Mozart lassen wir leise erklingen. Es ist für uns ein sehr emotionaler Augenblick voller Trauer, aber auch Dankbarkeit.

Am Nachmittag fahren wir auf der bereits bekannten Strecke über Soebatsfontein zurück zu unserem Camp. Auch heute sind die Temperaturen nicht besser als gestern. Corinna kommt bei unserem Abendessen kulinarisch voll auf ihre Kosten: Es gibt Spaghetti Bolognese mit manuell geschnittenem Rinder-Hackfleisch – eine ihrer Leibspeisen. Nach dem Dinner schlägt sie noch einen Nachtspaziergang vor über den Skilpad Walking Trail zu einem idyllisch gelegenen kleinen Teich mit Bänkchen. Da die Verbindung dort sehr gut ist, schicken wir per Whats App Grüße in die Heimat.

25. August 2015 – Vom Namaqua National Park zum Richtersveld Wilderness Camp (220 Km)

Himmlische Ruhe am Orange River

Nach einer erneut kalten Nacht wollen wir, bevor wir aufbrechen, zunächst unser Zelt trocknen lassen. Daher nutzen wir die Zeit, im schönen Morgenlicht ein paar Schritte auf dem Korhaan Walking Trail zu laufen. Wir entdecken einen selten zu entdeckenden Zwergadler (Hieraaetus pennatus), der sich hoch oben in einem Baum sitzend von der Morgensonne wärmen lässt. Das Wetter präsentiert sich von seiner besten Seite: Strahlend blauer Himmel und windstill.


Zwergadler (Booted Eagle)

Wir frühstücken in der kleinen Bar der Skilpad Campsite Toast mit Spiegeleiern und Speck - während dessen mache ich einen Zeitraffer von den sich öffnenden Bittergousblomen.

In der Bar kann man selbst gemachte Marmeladen zu einem sehr günstigen Preis erwerben (35 Rand für ein großes Glas). Im Gegensatz zu der „Pampe“, die in den Supermärkten als Marmelade verkauft wird, kann man hier wenigstens die Frucht heraus schmecken. Außerdem im Angebot: Eine sehr leckere hausgemachte Tomatensoße. Gegen 10 Uhr brechen wir ein bisschen wehmütig auf – die Tage im Namaqualand haben uns sehr beeindruckt. Beim nächsten Mal würden wir sicher etwas mehr Zeit einplanen.



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