Über uns
A - Mühlbach 2010 - 2012
CR - Costa Rica 2011
CR - Costa Rica 2017
D - Amrum 2010
D - Daarß 2000 ff.
D - Hannover-Hamburg per Bike 2009
D - Havelland 2017
D - Rügen 2011
D - Sehlendorf 2012
E - Galizien 2006
E - Gomera 2008
E - Gomera 2010
E - Gomera 2011
E - La Palma 2014
E - Mallorca 2006
ECU - Ecuador 2018
GR - Kreta 2010
I - Amalfi & Cilento 2012
I - Elba 2008
I - Sardinien 2009
I - Südtirol 2013
I - Südtirol 2016
I - Toskana 2007
I - Toskana 2008
I - Toskana 2015
LT-LV-EST - Baltikum 2017
Ma - Marokko - 2015
NAM - Kaokoveld-Caprivi 2014
=> Vorbereitung
=> Reiseroute Namibia 2014
=> Windhoek
=> Etosha-1
=> Etosha-2
=> Caprivi-1
=> Caprivi-2
=> Caprivi-3
=> Ovamboland
=> Epupa-1
=> Epupa-2
=> Kaokoveld-1
=> Kaokoveld-2
=> Kaokoveld-3
=> Kaokoveld-4
=> Mount Etjo-1
=> Mount Etjo-2
=> Okonjima
P - Algarve 2013
P - Madeira 2017
RB - Botswana 2013
RB-NAM-ZA - Namaqualand-KTP & more 2015
RB-NAM - Okawango-Sambesi-Kwando 2016
USA - Florida 2009
USA - Südwest 2007
ZA - Südafrika 2012
ZA - Western Cape 2016
Newsletter bestellen
Foto-Equipment
Foto-Tipps (NEU)
Foto-Verwertung
Literatur
Packlisten
Reisen schlau planen
Videos
Kontakt
Impressum
 

Mount Etjo-2

 

Den Nachmittag verbringen wir in der Lodge, zunächst fotografieren wir Flamingos, Gelbschnabel-Störche und Pelikane, die sich in den angrenzenden Teichen wohl fühlen.

 

In der Lodge gibt es nachmittags kostenlos Kaffee und Kuchen – wo gibt es denn so etwas heutzutage noch? Dabei kommen wir mit drei amerikanischen Ärzten ins Gespräch, die hier ein Freiwilligenprojekt in den ländlichen afrikanischen Gegenden betreiben und in den nächsten zwei Wochen Patienten kostenlos behandeln. Morgen sollen weitere Ärzte folgen. Zu uns stößt nach einer Weile Annette, die Witwe des vor knapp zwei Jahren verstorbenen Gründers von Mount Etjo, Jan Oelofse. Sie hört uns interessiert zu, als wir von unserer Reise berichten und legt uns als kommende Reiseziele Zambia und Malawi ans Herz. Sie hat im vergangenen Jahr eine sechswöchige Runde durch zahlreiche Länder Afrikas gemacht, unter anderem durch Tansania, Kenia, Burundi und Zambia und dabei eine Strecke von über 12.000 Kilometern zurück gelegt.

Den Rest des Nachmittags verbringen wir am Pool und relaxen – nach über drei Wochen Action mit sehr viel Autofahrerei ist dies eine willkommene Abwechslung, die wir in vollen Zügen genießen. Am See beobachten wir noch eine Weile Vögel, unter anderem Nimmersatt Störche (Yelllow billed storks). Der Abend und das Dinner verlaufen ebenso stimmungsvoll wie Tags zuvor. Das laute Brüllen der Löwen im Reserve erinnert daran, dass heute Abend wieder eine „Fütterungssafari“ stattfindet.

 


28. April 2014 - Mount Etjo Safari Lodge


Genussvoller Game-Drive mit typischer Afrikastimmung

Auch heute Morgen hören wir wieder die nur wenige Kilometer weit entfernten Löwen zum Frühstück. Das laute Krächzen der Frankolins (Sandhühner) und das chaotische Gebrüll des Baboon-Clans, der geschlossen von seinem Schlaffelsen hinunter in die Ebene klettert, konkurriert in punkto Lautstärke miteinander, als ginge es um eine Meisterschaft – das sind die Geräusche Afrikas, die wir so ins Herz geschlossen haben! 


Rotschnabel Frankolin

Eine kleine Wanderung führt uns zu den „Dinosaur-Tracks“. Der Weg vom Camp ist ungefähr sieben Kilometer lang. Es weht ein kühles Lüftchen, so dass der Weg keine schweißtreibende Angelegenheit wird. Kurz vor dem Ziel verkündet ein Wegweiser treffend: „You are 1.000 steps away from 200 Million Years“! Die Dinosaurier-Spuren sind auf dem flachen Felsplateau deutlich zu erkennen. Wir haben es schon des Öfteren erlebt, dass man sehr viel Phantasie benötigt, um Dinosaurier-Spuren zu identifizieren (z.B. an der Algarve in Portugal) – nicht so hier: Die Abdrücke der drei Saurier-Zehen sind klar und deutlich zu erkennen.


Die Mittagszeit verbringen wir erneut unter den Palmen am Pool und werden verwöhnt mit kostenlosem, eiskaltem Zitronenwasser und später mit einem großartigen Zitronen-Käsekuchen und Kaffee. Wir sind erneut begeistert, mit welcher Zuvorkommenheit die Gäste in der Lodge von allen Angestellten behandelt werden, obgleich wir „nur Camper“ sind! Wir haben uns noch einmal für einen Abend Game-Drive angemeldet. Nachdem wir uns kurz im Camp geduscht haben, erwartet uns bereits Rudi, der Ranger des Reserves, an der Lodge. Wir haben großes Glück, da Rudi sehr erfahren ist, sich bestens auskennt und eine der treibenden Kräfte des Rhino-Conservation Projektes im Park ist. Er berichtet uns, dass sich noch vor zwanzig Jahren die Löwen im Reserve aufgehalten haben. Anfang der Neunziger entschlossen sich die Betreiber von Mount Etjo, etwas zum Erhalt der Rhinos beizutragen und sowohl Black- als auch White Rhinos in das Reserve zu holen. Auflage war allerdings, keine Löwen im Areal zu haben. So entschloss man sich, für die Löwen und einem Teil des Wildbestandes ein eigenes kleineres Reserve zu bauen.

 

Wir befahren zunächst einen ähnlichen Weg wie gestern Morgen. Überall rennen die Gnus, sowohl Streifen- als auch Weißschwanz-Gnus, außer Rand und Band über die Ebene. Gnus sind von früh bis spät am Rennen, teils jagen die Männchen hinter den Weibchen hinterher, teils rennen sie scheinbar nur aus reiner Lebensfreude. Überall sichten wir Springböcke, deren seltsamen Sprünge, die den Tieren ihren Namen verliehen haben, uns jedes Mal aufs Neue erfreuen!

Giraffen sind in Mount Etjo allgegenwärtig. Rudi erläutert, „our Reserve is also called Giraffic Parc“! Tatsächlich leben rund 1.000 Giraffen im Reserve - demnächst sollen 200 Exemplare an andere Reservate verkauft werden, da der Bestand inzwischen zu groß geworden ist. Ausgewachsene Giraffen haben hier keine natürlichen Feinde, da sich die Leoparden, Geparden und nicht einmal die Hyänen an die riesigen Tiere heran trauen. Rudi ist auch versierter Fotograf und hat ein Auge für tolle Fotomotive. So weist er uns auf die scheinbar halslose Giraffe hin, oder aber das Postkartenmotiv einer Giraffe vor dem Okonjati, einem spitzen Berg, der dem Kilimandscharo gleicht.

Wir fahren in den Sonnenuntergang hinein auf eine riesige Ebene. Noch immer haben wir kein Rhino gesichtet. Plötzlich sagt Rudi, „Can you smell it? This is a Rhino!“ Natürlich hat er nur Spaß gemacht – längst hat er in größerer Entfernung endlich ein White Rhino gesichtet. Trotz des geringen Lichtes und der relativ großen Entfernung gelingen mir auf den letzten Drücker doch noch ein paar akzeptable Aufnahmen eines Rhinos. Was man auch nicht alle Tage zu sehen bekommt: Eine liegende Giraffe, die sich an einem der aufgestellten Salzblöcke gütlich tut.

 

Die Ebene im Abendlicht strahlt eine solche Friedlichkeit aus. Rudi stellt den Motor ab und wir lauschen eine ganze Weile den Geräuschen des Buschs. Nur wer um diese Tageszeit einmal inmitten von Tieren in Afrika gewesen ist und den Geräuschen des Buschs gelauscht hat, wird wissen, was ich meine. Wie gerne würden wir jetzt unser Zelt aufstellen und die Nacht hier verbringen! Da sind männliche Weißschwanzgnus zu hören, die ihr Territorium mit einem hellen Quieken abstecken, was sich so gar nicht „männlich“ anhört. Gleich daneben markiert ein Streifengnu mit seiner Drüse am Kopf sein Revier in einer Sandkuhle – übrigens die Ursache für alle kleineren Wasserlöcher im Busch! Auch der Galopp der Zebras ist fortlaufend zu vernehmen. Beide Arten, Hartmann-Bergzebra als auch Steppenzebra sind im Reserve heimisch.

Auf dem Rückweg zur Lodge sichten wir noch zweimal Porcupines (Stachelschweine), die wir zuvor noch nie in freier Wildbahn gesehen haben. Leider habe ich bereits meine Kamera im Fotorucksack eingepackt und bin für einen Schnappschuss zu langsam. Für einen kurzen Moment verweilen die Porcupines im Scheinwerferlicht unseres Fahrzeugs, dann suchen sie das Weite im dichten Dickicht.

Noch einmal genießen wir unseren letzten Abend in der Mount Etjo Lodge bei einem stimmungsvollen Dinner. Inzwischen ist die komplette Gruppe des amerikanischen Hilfsprojektes eingetroffen, so dass es heute deutlich lebhafter zugeht als die Tage zuvor.


Weiter ►

 







Kommentar zu dieser Seite hinzufügen:
Dein Name:
Deine Nachricht:

Es waren schon 257841 Besucher hier!