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Matapalo & Uvita

16. Februar 2017 – Von Santa Elena nach Matapalo

Am Traumstrand von Matapalo
Bereits um 7 Uhr sind wir startklar, um hinunter an die Pazifikküste zu fahren. Wir haben unsere ursprünglichen Pläne etwas geändert und werden zwei Tage länger die schönen Palmenstrände genießen, um uns dann wieder in den Regenwald auf der Osa Halbinsel zu begeben. Bei Tarcoles machen wir das, was nahezu jeder Tourist tut, wenn er hier vorbeikommen: Die Brücke hinabschauen, um die größten Krokodile des Landes im Rio Grande zu bewundern. Weiß der Himmel, warum die Riesenechsen sich ausgerechnet an diesem so unwirtlichen Ort so gerne aufhalten!?


Natürlich haben sich auch die obligatorischen Souvenirstände eingefunden, die allerlei Kitsch feilbieten. Wir laufen über die Brücke und werfen einen Blick auf die stattlichen Krokodile unten im Flussbett, einige von ihnen messen gut und gerne fünf bis sechs Meter.

Vorbei am Manuel Antonio, den wir dieses Mal links liegen lassen – wir haben bereits beim letzten Mal festgestellt, dass der Park viel zu touristisch ist und sich kaum lohnt -, fahren wir zum Playa Matapalo, wo wir für einen Tag einen der schönsten Strände der gesamten Pazifikküste genießen wollen. Links und rechts der Straße passieren wir endlose Palmölplantagen – ein Jammer, dass für minderwertiges Öl riesige Flächen an Regenwald haben weichen müssen.


Kleiner Exkurs zum Thema Palmöl: Palmöl wird für die unterschiedlichsten Produkte der Lebensmittelindustrie verwendet. Dabei ist erwiesen, dass Palmöl bei der industriellen Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie gesundheitsschädlich sein kann, da Fettsäureester entstehen. Palmöl ist beispielsweise enthalten in Langnese-Eis, Kitkat und Lion-Riegel von Nestle, Prinzenrolle, diverse Produkte von Knorr und Maggi, Rama und Lätta von Unilever, Nutella etc. Außerdem ist es enthalten in diversen Kosmetika von Nestle, Dove, Schwarzkopf und L´Oreal sowie in Waschmitteln wie Ariel, Persil und Frosch. Das einzige, was wir als Verbraucher tuen können, auf Produkte mit Palmöl künftig zu verzichten und dies möglichst auch noch den Herstellern mitzuteilen! Damit tragen wir zumindest ein kleines Stück dazu bei, dass die letzten Regenwaldflächen der Welt erhalten bleiben. Die „Weiße Liste hilft dabei, Alternativprodukte ohne Palmöl zu finden.

Wir haben in dem reizenden kleine B&B Jardin de los Monos ein Zimmer gebucht (80 $ inkl. Frühstück). Die beiden jungen Holländer Lettika & Gijsbert haben sich mit dem B&B einen Lebenstraum erfüllt. Lediglich zwei Zimmer umfasst die Anlage, jeweils mit einem großen bequemen Kingsize-Bett. Lettika stattet uns mit Hängematten aus, mit denen wir uns später zum Strand begeben und unter schattigen Palmen einen geruhsamen Nachmittag mit Lesen verbringen werden. Zunächst aber treibt uns der Hunger in das kleine Fischrestaurant Langosta Feliz oben an der Hauptstraße. Die Lage kann man nicht gerade als wildromantisch bezeichnen, die Gerichte und die Größe der Portionen sind allerdings gigantisch! Wir entscheiden uns für Spaghetti con Pulpo sowie Arroz de Atun – lecker, lecker!

Nach dem anstrengenden gestrigen Wandertag haben wir uns das Faulenzen am Strand wahrlich verdient! Der Playa Matapalo ist mehrere Kilometer lang und es sind kaum Menschen an dem Palmen umsäumten Traumstrand anzutreffen.

Am Nachmittag machen wir einen ausgedehnten Strandspaziergang und beobachten dabei eine Gruppe kleiner Sandpiper, die mit dem Spülsaum im Gleichschritt den Strand auf und ab tippeln – ein lustiges Schauspiel!



Sandpiper

Mit dem Sonnenuntergang nehmen wir nochmals ein Bad im warmen Pazifik – die Temperatur des Wassers sorgt nicht gerade für Abkühlung und dürfte bei ungefähr 30° C liegen! Der Sog und die Wellen sind gewaltig, so dass wir uns nicht allzu weit hinaus wagen. Bei einem Sundowner, einem kühlen Imperial, versinkt die Sonne makellos im Meer.

Unser Dinner nehmen wir in der sehr empfehlenswerten Guave Lodge ein. Hier gibt es unter anderem frischen Fisch zu mehr als verträglichen Preisen. Für den Red Snapper mit Kartoffelpüree und Gemüse zahlen wir gerade einmal umgerechnet 10 €.



17. Februar 2017 – Von Matapalo nach Uvita

Ein Tukan als „Vogelbaby-Killer“

Das Frühstück serviert Lettika direkt vor unserem Zimmer auf der kleinen Terrasse. Es gibt unter anderem frische Früchte, Eier und selbstgebackenes Brot nach einem „Geheimrezept“! Wir räumen schon einmal unser Zimmer, da neue Gäste erwartet werden, wollen aber noch einen halben Strandtag am Playa Matapalo verbringen. Die hohen Bäume rund um die Lodge sind voll von Faultieren, sie sind in den hohen Baumwipfeln allerdings kaum zu erspähen. Die zweifingrigen Faultiere heben sich durch ihre hellbraune Färbung zwar etwas besser von ihrem Hintergrund ab, jedoch ist zumeist außer einem „Wollknäuel“ und einem Arm mit Klauen ebenfalls kaum etwas zu erkennen. Wir genießen noch einmal den Bilderbuchstrand von Matapalo in vollen Zügen.


Unsere nächste Station ist Uvita, gerade einmal 40 Kilometer von Matapalo entfernt. Unterwegs nehmen wir einen Snack im Restaurant Porqueno ein. Von hier hat man einen Wahnsinnsblick auf ein in das Meer hineinragendes Felsmassiv, an dem sich die Wellen tosend brechen. Wir bestellen Thunfisch-Carpaccio und einen Salat mit frittierten Avocados. Die Bedienung ist reizend und unterstützt uns in unserem Bemühen spanisch zu sprechen; auch das Essen ist hervorragend.

Wir haben uns spontan in die
Cacatua Lodge, oberhalb von Uvita in den Bergen eingebucht. Ursprünglich hatten wir noch zwei weitere Nächte in Osa geplant, am Rande des Corcovado Nationalparks, jedoch gefiel uns spontan der Gedanke, ein paar Tage an den grandiosen Pazifikstränden zuzubringen. Die Cacatua Lodge liegt mitten in einem Naturparadies und wir sind spontan begeistert. Wir beziehen ein Häuschen inmitten des Gartens, in dem zahlreiche Vögel und bunte Schmetterlinge umherschwirren.


Auch einen kleinen Pool gibt es im Garten der Lodge. Bei einem ersten Erkundungsgang über das Grundstück entdecke ich einige Straßen von Blattschneideameisen. Abertausende der kleinen Krabbler sind damit beschäftigt, riesig erscheinende Blätter, die ein Vielfaches ihres eigenen Körpergewichtes wiegen, in den unterirdischen Bau zu schleppen. Die Blätter werden im Bau vermengt mit Speichel und zu einem Brei verarbeitet, auf dem schließlich ein Pilz wächst, von dem sich die Ameisen ernähren – ein wirklich ausgetüfteltes System!


Blattschneideameise

Kurze Zeit später vernehmen wir das aufgeregte Schreien einiger Flycatcher aus dem benachbarten Bougainvilleabusch direkt neben unserem Häuschen. Der Grund für das Gezeter sitzt nebenan im Baum, ein Chestnut-mandibled Toucan. So schön und eindrucksvoll dieser Vogel auch sein mag, er ist auch ein berüchtigter Nesträuber und vertilgt mit Vorliebe die Eier und Jungtiere kleinerer Vögel. Mit vereinten Kräften und dem Mut der Verzweiflung stürzen sich die Elterntiere auf den ungebetenen Gast, als er sich in die Nähe ihres Nestes heranpirscht, müssen sich jedoch dem Gesetz des Stärkeren beugen. Mit Genuss legt der Tukan den Kopf in den Nacken und verschlingt die gesamte Brut.

Abends essen wir im Sabor Espanol am Strand von Uvita, einem Restaurant, das im Besitz spanischer Auswanderer ist. Die Qualität der Gerichte und auch das Ambiente sind ausgezeichnet – allerdings entsprechen die Preise auch gehobenem europäischen Standard. Meine kurze Nachttour durch den Garten der Lodge ist leider nicht von Erfolg gekrönt – um Frösche zu finden ist es einfach viel zu trocken! An der Pazifikküste hat es seit dem Hurricane Otto im November letzten Jahres so gut wie gar nicht mehr geregnet. Immerhin sichte ich ein paar Käfer und Spinnen.



 18. Februar 2017 – Uvita

Endlich ein Treefrog!
Marija und Peter, unsere Gastgeber, servieren ein leckeres Frühstück und geben uns Tipps für unsere Tagesgestaltung. Sie haben ein ganz spezielles Haustier, die zahme Papageiendame Carolina, die aus Indonesien stammt und bereits über zwanzig Jahre alt ist. Bis zu achtzig Jahre können diese Vögel alt werden, ebenso übrigens wie die roten und grünen Macaws. Während des Frühstücks genießen wir den einzigartigen Ausblick auf unberührte Natur.

Da wir in den nächsten Tagen Dschungelaktivität pur haben werden, beschließen wir, nochmals einen Strandtag einzulegen. Wir fahren zum Playa Uvita und zahlen bei der dortigen Rangerstation Eintritt für den Parque Nacional Marina Ballena (6 $). Es gibt mehrere Zugänge, wir entscheiden uns für die malerischen Strände am „Whale Tale“. Die ins Meer hineinragende Sandbank hat tatsächlich die Form einer Walflosse und bei Ebbe kann man über sie hinweg bis zum Ende laufen. Es ist ein komisches Gefühl, wenn die Brandung, die hier nicht besonders stark ist, beidseitig am Strand angespült wird.

Wir verbringen ein paar Stunden mit Lesen und Baden unter einer schattigen Palme – Pura Vida! Da es in letzter Zeit an den teilweise einsamen Stränden des Marina Ballena zu Diebstählen gekommen ist, patrouillieren hier inzwischen Polzisten auf Motorrädern.

Auf dem Rückweg versorgen wir uns noch bei der Banco de Costa Rica mit Bargeld (die einzige Bank, bei der man Dollar bekommt!) und verbringen den Rest des Nachmittags am Pool unserer Lodge.


Am Abend sitzen wir bei einem Sundowner vor unserer Hütte und betrachten den sich rot färbenden Himmel. Plötzlich platscht es neben uns und siehe da – was uns auf diversen Nachtexkursionen verwehrt geblieben ist, springt uns nun direkt auf die Terrasse! Ein wundervoller Rosenberg´s Treefrog, auch Gladiator Frog genannt, möchte sich das Licht vor unserem Häuschen zu Nutze machen und die vom Licht angelockten Insekten fangen. Offenbar ist er bereits erfolgreich gewesen, denn an seinen klebrigen Fingern hängt eine kleine Spinne. Der Gladiator Frog ist einer der großen nächtlichen „Krachmacher“. Sein Ruf ist ohrenbetäubend laut und gleicht einem Presslufthammer!


Rosenberg´s Treefrog (Gladiator Frog)

Unser Dinner nehmen wir im Los Laureles ein – derzeit die Nummer 1 bei Tripadvisor in Uvita. In dem kleinen Restaurant werden Nachos und frittierte Kochbananen (Patacones) mit unterschiedlichen Zutaten serviert. Sandy, die eloquente und unterhaltsame Inhaberin des Restaurants präsentiert ihre Speisekarte auf ihrem Smartphone in Bildern und erklärt jedes einzelne Gericht ausführlich. Die Gerichte sind köstlich und wir verleben einen vergnüglichen Abend – nicht einmal die Fernseher, über die Champions League- und Rugby-Übertragungen flimmern, stören das Gesamtambiente! Bei unserer Rückkehr sitzt der Treefrog noch immer auf der Terrasse. Wahrscheinlich hat er sich in der Zwischenzeit dick und rund gefressen!







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