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Marrakesch-4

Wir haben uns mit Alain in der Nähe des Tores in die Medina „Bab Ghamet“ verabredet und steuern von dort einen bewachten Parkplatz an.

Nach einem herzlichen Empfang bei Nadine und Alain folgt ein kleiner Rundgang durch die Souks und über den Djemaa El Fna mit einer "blauen Stunde" über dem Minarett der
Kutubiya Moschee.


Abends genießen wir ein fantastisches Abendessen im Riad Alnadine:
- Auberginen Mus

- eine sechs Stunden geschmorte Tanija de Boeuf mit Zucchini, Möhren und Zitronen-Confit in Knoblauchmarinade
- Pain Perdu mit warmen Apfel Konfitüre und Vanilleeis
Lecker, lecker, lecker...!!!

Wir können nur empfehlen, auf die Suche nach einem passablen Restaurant in Marrakesch zu verzichten, wenn man im Riad Alnadine wohnt! Nadine und Alain sind fantastische Köche und man wird in ganz Marrakesch schwerlich ein Restaurant finden, das ähnlich gute Qualität serviert!


21. Februar 2015
Der heutige Tag soll im Zeichen gezielter Einkäufe in den Souks stehen. Zunächst schlendern wir über den nahen Gemüsemarkt und halten ein paar Impressionen auf Fotos fest.

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Insbesondere interessieren wir uns insbesondere für eine Lampe, die im Suq Haddadine hergestellt worden ist. Dieser Souk steht für sein traditionelles Eisenschmiede Handwerk, überall klopfen die Handwerker feine Muster in Metallteile oder schweißen Metall zu kunstvollen Tischen oder anderen Gegenständen zusammen.

Wir gucken uns einen Laden aus – Abou El Aibada - und werden sofort von dem älteren Inhaber freundlich aber nicht aufdringlich in Empfang genommen. Hier kann man sicher sein, dass die Ware nicht aus China kommt - direkt hinter dem Laden sitzen Handwerker und sind beschäftigt mit ihren Metallarbeiten. Nachdem wir uns ausgiebig im Laden umgeschaut haben, schränken wir zunächst unsere Wahl auf drei schöne Messinglampen ein.

Jetzt folgt der schwierigste Teil des Geschäfts – das Feilschen. Der Händler lobt natürlich die gute Qualität seiner Lampen in höchsten Tönen und möchte gerne 320,-- € für das von uns favourisierte Stück haben. Wir fallen erst einmal gespielt in Ohnmacht und machen erste Schritte in Richtung Ausgang. „What is your democratic last price“, will er nun wissen. Wir haben uns zuvor geeinigt, dass wir für eine Lampe, die uns gefällt etwas über 100,-- € auszugeben bereit sind. Wir nennen ihm unseren letzten Preis und er bietet uns 280,-- € an. Das Spielchen geht noch eine Weile hin und her und Corinna stellt sich als harter Verhandlungsführer heraus. Nach einer halben Stunde einigen wir uns schließlich per Handschlag auf 135,-- €. Wir haben das Gefühl, das dies ein Preis ist, mit dem beide Seiten leben können! Es wird noch ein abschließendes Erinnerungsfoto von unserer ersten „erfolgreichen“ Souk-Verhandlung geschossen und dann setzen wir unseren Weg fort.

Nadine hat uns einen Tipp gegeben, wo man am besten Argan Öl kaufen kann. Arganöl wird von den Kernen des Arganienbaumes gewonnen, der ausschließlich im marokkanischen Antiatlas gedeiht, zum Beispiel in Tafraoute. In den Souks wird an jeder Ecke Arganöl zum Dumpingpreis angeboten, jedoch werden diese Öle in der Regel mit minderwertigem Olivenöl gepanscht und man sollte die Finger davon lassen. Im „L´Argan´ hier“ in der Rue des Banques, nahe des Djemaa El Fna Platzes, kann man hingegen sicher sein, dass man reines Arganöl bekommt. Die gute Qualität hat natürlich auch ihren Preis, für einen Liter zahlt man 250 Dirham, das Arganöl zu kosmetischen Zwecken ist noch reiner und kostet fast doppelt so viel.

Am Nachmittag fahren wir mit dem Petit Taxi hinaus zu den Menara-Gärten. Hier kann man von dem permanenten Zweitakter-Gestank aus den Souks zumindest einmal Luft holen. Der Garten besteht aus einer großen Olivenbaum Anpflanzung mit einem großen Wasserbecken und einem Pavillon in der Mitte. Viele Marokkaner nutzen den Garten für ein kleines Picknick im Schatten der Olivenbäume. An klaren Wintertagen gibt der Pavillon ein schönes Fotomotiv mit den schneebedeckten Gipfeln des Atlasgebirges im Hintergrund ab.

Das Dinner von Nadine und Alain ist erneut überragend:
1. Gang: Salat mit Garnelen und Tintenfisch
2. Gang: Seezunge und Lotte mit Lauchgemüse
3.
Gang: Erdbeercrumble
Bleibt nur zu wiederholen: Unsere kulinarische Nummer 1 in Marrakesch ist das Riad Alnadine!!!

 


22. Februar 2015
An unserem letzten Tag in Marrakesch führt uns Alain zu einer Weberei, die in einem ehemaligen Gefängnis untergebracht ist. Hier werden farbenfrohe Tischdecken, Tücher und Stoffe per Handarbeit produziert. Die handbetriebenen „Maschinen“ sehen so aus, als ob sie aus dem vorletzten Jahrhundert stammen. Die Arbeiter ziehen die Fäden in einer affenartigen Geschwindigkeit durch den Webstuhl, so dass wir kaum nachvollziehen können, wie solch gleichförmige Muster auf den produzierten Stoffen entstehen können. Wahrscheinlich werden hier die Stoffe für alle Händler Marrakeschs produziert, da wir schon einige der Muster in den Souks gesehen haben.

Wir möchten eine schöne Tischdecke erstehen, die aus „Kaktusseide“ produziert worden ist. Wenn man den aufwändigen Entstehungsprozess per Handarbeit in dieser Manufaktur erlebt hat, kann man den Wert der Decken erst richtig einschätzen. Da Alain den Besitzer der Manufaktur gut zu kennen scheint, macht er uns einen besonders guten Preis, zwei 2 x 3 Meter große Tischdecken für 450 Dirham. Es ist einfach ein besseres Gefühl, direkt beim Produzenten einzukaufen, da man sicher sein kann, hochwertige Handarbeit zu erwerben. Für den Kauf von Tüchern können wir die Manufaktur „Fil Artisanal“ in der Trik Azbesz N° 57 daher nur wärmstens empfehlen.

Wir genehmigen uns noch einen letzten kurzen Mittagssnack im sehr empfehlenswerten Cafe/Restaurant Toukbal auf dem Djemaa El Fna und schlendern dann zurück zu unserem Riad. Ausgerechnet an unserem Abreisetag wird das Wetter richtig gut, strahlender Sonnenschein und über 20 ° Grad – und auch wir sind beide auf dem Weg der Genesung. So etwas nennt man schlechtes Timing! Auf der Sonnenterasse saugen wir begierig noch ein paar warme Sonnenstrahlen auf, denn in Deutschland warten auf uns in wenigen Stunden Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schmuddelwetter.

Wie üblich ist der Ryan Air Flug pünktlich und bringt uns in 3:40 Stunden zurück in die Heimat.
Ein Urlaub geht zu Ende, den wir uns etwas anders vorgestellt haben. Jedoch ließ unsere angeschlagene Gesundheit nur ein sehr reduziertes Programm zu. Sicher werden wir zurückkehren und dann ein viel umfangreicheres Aktivprogramm mit Trekkingtouren durch die faszinierenden und abwechslungsreichen marokkanischen Landschaften in Angriff nehmen.







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