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Marino Ballena & Manuel Antonio

13. April 2011
Morgens genießen wir das obligatorische Frühstück mit Früchten und Spiegeleiern. Heute trennen sich unsere Wege endgültig von Ina und Christian. Wir verabschieden uns herzlichst und verabreden einen costaricanischen Fotoabend in der Heimat durchzuführen. Auch von Carlos müssen wir Abschied nehmen und schießen noch ein gemeinsames Erinnerungsfoto.

 

Nachdem wir unsere Sachen gepackt haben, machen wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Station in der Nähe von Ojochal. Im Restaurant haben wir gestern Mittag ein traumhaftes Tukan-Gemälde gesehen, das uns nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Wir beschließen es zu kaufen, wenn sich die Verkäuferin auf einen für uns akzeptablen Preis herunterhandeln lässt. Der Deal gelingt, und das Bild ist zugleich das Geschenk zu meinem bevorstehenden Geburtstag, über das ich mich sehr freue!

In Palmar Norte versuchen wir erneut, Geld bei zwei Banken abzuheben, leider erneut erfolglos. Also machen wir uns auf den Weg in Richtung Uvita – dort werden wir schon irgendwo Geld bekommen. Im Internet haben wir eine von Holländern betriebene Unterkunft gefunden, die Rio Tico Safari Lodge, oberhalb des Ortsteiles Punta Mala von Ojochal. Von der Hauptstraße führt eine Schotterpiste vier Kilometer hinauf zur Lodge, das Schild ist an der Straße kaum zu erkennen. Miranda, die freundliche Inhaberin, führt uns kurz herum, und wir fühlen uns sofort heimisch. Vermietet werden komfortable Safarizelte mit wunderbar bequemen Kingsize Betten und einem gemauerten Badezimmer. Ein rauschender Bach mit zahlreichen Kaskaden fließt unmittelbar an dem Gelände entlang. Ein wirklich idyllisches Plätzchen haben wir hier gefunden. Die Lodge ist noch in keinem Reiseführer zu finden, nicht einmal im Lonely Planet. Pro Nacht zahlen wir erschwingliche 63 USD inklusive Frühstück.

Wir fahren nach Uvita, um unser Geldproblem zu lösen. In einer der drei Banken, der Banco Nacional, erhalten wir glücklicherweise zumindest Colones. Nach einem kleinen Einkauf im Supermercado fahren wir zum Playa Pinuela, der bereits im Nationalpark Marino Ballena liegt. Wir genießen unseren ersten halben Strandtag in diesem Urlaub. Die Kullisse des Playa Pinuela ist traumhaft, außer uns verirren sich lediglich ein paar Ticos am Strand. Das Wasser ist nicht wirklich erfrischend, sicher irgendetwas im Bereich von 30° Celsius. Am Playa machen wir ein karges Picknick mit Bananen- und Yucca-Chips sowie einem Cocos-Mango Dipp.



Unmittelbar neben der Rio Tico Lodge gibt es ein kleines Restaurant, das Tilapia La Pavona. Hier kann man seinen selbst gefangenen Tilapia verspeisen. Wir beschließen, unser Abendessen hier einzunehmen. Der Fisch ist superfrisch und mit Sicherheit nicht mit Hormonen verseucht, wie der billige Tilapia aus Asien, der in Deutschland zumeist auf den Tisch kommt. Wir zahlen zusammen inklusive der Getränke 11.500 Colones, gerade einmal 15 €. Anschließend begeben wir uns zur Ruhe in unseren Safari-Zelten. Corinna hat schon immer davon geträumt, einmal wie Maryl Streep in „Jenseits von Afrika“ zu übernachten. The Dream becomes true!



14. April 2011

Um 7.00 Uhr gehen wir frühstücken – Früchte, Spiegeleier und Toast. Im Haupthaus versuche ich erneut, einen vor einer Blüte schwirrenden Kolibri zu fotografieren. Ich baue mein Stativ auf und harre eine gute Stunde davor aus. Immerhin gelingen mir ein paar Schnappschüsse eines sitzenden Kolibris auf einer Blüte. Bevor ich meine Kamera auf dem Stativ präpariert hatte, schwirrten zahlreiche Hummingbirds, die sich an den prächtigen Blüten gütlich taten, unher! Als ob diese Vögel merken würden, dass man mit der Kamera auf sie wartet!

Auf dem Nachbargrundstück jenseits des Baches machen wir einen kleinen Erkundungsspaziergang zu einem auf einer Anhöhe gelegenen Indianergrab. Unmittelbar in der Nähe unseres Safari Tent Camps befindet sich der malerische La Pavona Wasserfall. Dieser bezaubernde Ort ist ein Geheimtip, der ebenfalls in keinem Reiseführer zu finden ist. Zwischen einer engen Felsspalte, in der ein mächtiger Felsbrocken feststeckt, rauscht das Wasser rund sieben Meter in die Tiefe. Wir nehmen im natürlichen Pool unterhalb des Wasserfalls ein erfrischendes Bad. Zurück im Tent Camp bestellen wir einen kleinen Snack und relaxen dann in Hängematten unten am Bach.

Gegen Abend erfrischen wir uns nochmals bei den kleinen Kaskaden direkt unterhalb unseres Zeltes. Wir haben uns entschieden, nun doch morgen zum Manuel Antonio Nationalpark zu fahren. Vielleicht wird es gar nicht so schlimm, wie wir es uns ausmalen! Nachdem wir am Strand den Sonnenuntergang bewundert haben, nehmen wir unser Abendessen in einem kleinen Fischrestaurant an der Hauptstraße ein, dem Bocas Coronado. Wir bestellen eine extrem leckere Sopa de Mariscos (4 €) sowie Fischfilet mit Salat und Kartoffeln (4,50 €). In den einfacheren Sodas ist das Essengehen in Costa Rica nach wie vor sehr günstig, während man in den gehobenen Restaurants mindestens ähnlich hohe Preise zahlen kann, wie in Deutschland.


15. April 2011
Miranda und Caas, unsere Vermieter, haben sich bereit erklärt, uns bereits um 5.30 Uhr Frühstück zu servieren – ihre beiden kleinen Kinder seien ohnehin um diese Zeit schon wach! Gegen 6.00 Uhr sind wir startklar. Um dem größten Massenandrang in Manuel Antonio zu entgehen, wollen wir vor allen anderen Besuchern zur Öffnung des Parks um 8.00 Uhr dort sein. Die Costanera Sur zwischen Quepos und Dominical war noch bis vor zwei Jahren eine Schotterpiste und immer wieder Stein des Anstoßes der Anwohner südlich von Quepos. Die Kommunalregierung von Quepos wollte den Straßenausbau verhindern, damit die Touristen möglichst Quepos nicht verlassen, um in Richtung Dominical weiterzufahren. Mittlerweile ist die Straße ausgebaut und wir kommen zügig voran. Zwischen Dominical und Quepos hat sich die Palmölindustrie angesiedelt. Endlose Palmenplantagen und eine Fabrik prägen das Bild dieses Straßenabschnittes. Auch hier muss man im Vorbeifahren daran denken, dass für die Plantagen, die letztendlich nur minderwertiges Öl produzieren, Tausende von Hektar Regenwald haben weichen müssen – ein echtes Trauerspiel!
Im Örtchen Manuel Antonio reiht sich ein Hotel an das andere. Vom Billig-Hostal bis zur Luxus-Suite ist hier alles zu haben. Schon auf der Straße werden die Autos von scheinbar offiziellen Parkrangern abgefangen, allesamt gekleidet im Safari Look mit einem aufgestickten Manuel Antonio Logo am Ärmel. Sie wollen den zumeist arglosen Touristen auf einen Parkplatz lotsen und anschließend eine geführte Tour durch den Park verkaufen. Wir entscheiden uns für einen Parkplatz am Ende der Straße bei einem Wenderondell, die Parkgebühr beträgt 2.000 Colones (3 €). Da wir mehr oder weniger das erste Auto auf dem Parkplatz sind, erhalten wir ein Plätzchen direkt hinter dem improvisierten Counter der Betreiber, ein beruhigendes Gefühl, da Autoaufbrüche in Manuel Antonio auf der Tagesordnung stehen. Es wird dringend empfohlen, das Auto komplett leer zu räumen und das Handschufach zu öffnen, bevor man das Fahrzeug abstellt. Entlang an zahlreichen Souvenirständen gelangen wir zum Eingang des Parks. Der Eintritt beträgt 10 USD. Auch vor dem Park lauern Guides auf Kundschaft, jedoch keiner von Ihnen ist wirklich aufdringlich. Wenn man einmal abgelehnt hat, wird man in der Regel sofort in Ruhe gelassen.

Der Park Manuel Antonio wurde 1972 vor den Planierraupen des Betreibers einer Ferienanlage im letzten Moment gerettet. Mit gerade einmal 1625 Hektar ist er einer der kleinsten Nationalparks des Landes. Das Wegenetz ist entsprechend überschaubar. Gleich in der Nähe des Eingangs zeigt ein Guide seiner Kundschaft ein brütendes Aracari-Tukan Pärchen und uns gelingen ein paar schöne Schnappschüsse von diesen wundervollen Vögeln.


Aracari-Tukan

Gleich am Ende des Hauptweges steht eine kleinere Menschentraube und blickt in die Baumgipfel. Hoch oben hängen Faultiere, allerdings wenig fotogen, an den Stämmen. Von einem der Exemplare sieht man wenigstens die Pfoten, während der Rest des Körpers im Verborgenen bleibt. In einem naturbelassenen Urwald, wie zum Beispiel dem Corcovado Nationalpark, sind diese Tiere schwer zu entdecken, da sie sich tagelang so gut wie überhaupt nicht bewegen. Erschwerend kommt hinzu, dass man im Urwald naturgemäß mehr zu Boden als in die Baumwipfel schaut. Im Manuel Antonio kennt man natürlich die bevorzugten Plätze dieser putzigen Wesen.

Viele Wege sind derzeit aufgrund von Baumaßnahmen im Park geschlossen. Wir laufen zu den Playas Gemelas, Manuel Antonio und Espadilla. Die Strände im Park sind tatsächlich von einer geradezu unwirklichen Schönheit. Alleine dafür lohnt sich der Besuch des Parks und das Eintrittsgeld. Das Wildlife hingegen ist wie erwartet unnatürlich domestiziert und verhält sich völlig anders, als in freier Wildbahn. Insbesondere die niedlichen Kapuziner-Äffchen trauen sich sehr nah an die Besucher heran. Aber auch Waschbären, Agutis und andere Säugetiere sowie diverse große Echsen sind fast wie im Zoo aus der Nähe zu betrachten, da sie an Menschen gewöhnt sind.

 

Wer Corcovado durchwandert hat, wird vom Manuel Antonio Park sicher enttäuscht sein. Insbesondere Vögel haben sich aufgrund der Menschenmassen weitgehend zurückgezogen. Da hilft auch die  Maßnahme der Betreibergesellschaft herzlich wenig, einen besucherfreien Ruhetag für die Tiere einzuführen (Montag). Einer der schönsten Wege ist der 1,6 Kilometer lange Rundweg bei der Punta Catedral. Der Wald ist an dieser Stelle einigermaßen ursprünglich. Von Aussichtsplattformen aus hat man tolle Ausblicke auf die Küste rund um Manuel Antonio. Am Playa Espadilla Sur legen wir uns für eine Weile unter den Schatten eines Baumes und nehmen ein kleines Bad im warmen Pazifik. Dort stehen auch einige Manzanillo-Bäume. Deren Früchte sind sehr giftig, so dass Schilder vor dem Genuss warnen.

 
 

Gegen Nachmittag verlassen wir den Park, da wir uns noch Dominical anschauen wollen. Auf dem Weg zum Ausgang zeigt uns ein offizieller Guide von Manuel Antonio noch einen interessanten Masken-Laubfrosch, der sich perfekt getarnt hat, so dass wir ihn selbst bei näherer Betrachtung durch ein Teleobjektiv nicht entdecken können. Da wir in Reiseführern über "Fakes" der Guides gelesen haben, die den ahnungslosen Touristen Tiere zeigen, die überhaupt nicht da sind, halten wir die Info zunächst für ein solches "Täuschungsmanöver" - ein Irtum, wie das später "entwickelte", leider etwas unscharfe Foto eindrucksvoll beweist!

Dominical ist wegen seiner Monsterwellen bei Surfern einer der Hotspots Costa Ricas. Die Szene, die sich hier herumtreibt, besteht überwiegend aus Backpackern, Surfern und „Faulenzern“. Ein offenes Geheimnis ist, dass sich in Domincal eine ausgeprägte Community von Marihuana Konsumenten angesiedelt hat. Kaum eine Strandbar ist in den Abendstunden auszumachen, aus der nicht der markante süßliche Qualm emporsteigt. Ansonsten macht der Ort einen etwas heruntergekommenen Eindruck. Wir schlendern über die staubige Schotterpiste des Dorfes hinab zum Strand, trinken den Saft einer Kokosnuss, der hier überall angeboten wird und beobachten eine Weile Surfer, die auf die ultimative Welle hoffen.

 

Danach machen wir uns auf den Heimweg und nehmen noch ein erfrischendes Bad in unserem romantischen Bächlein. Abendessen gibt es im Hotel Villas Gaia unten an der Hauptstraße. Dieses Hotel hat uns auch Eugenio aus Durika wärmstens empfohlen. Das Essen ist hervorragend, die Preise allerdings auch etwas höher. Insbesondere das Thai-Curry mit frischem Red Snapper (13 €) ist sehr gut. Außerdem probieren wir Red Snapper in einer Macadamiakruste (10 €) – ebenfalls lecker.


16. April 2011

Wir wollen heute auf dem Meer paddeln gehen. Caas hat für uns bei der Villa Leonor zwischen Uvita und Ojochal zwei Kanus bestellt, die Miete beträgt 20 USD für den ganzen Tag. Der amerikanische Besitzer weist uns kurz ein, insbesondere gibt er uns Tipps, wie man die zum Teil starke Brandung in Strandnähe überwindet. Wir werden ausgerüstet mit einer Rettungsweste und einem Trockensack, in dem wir unsere Sachen deponieren können. Die Ocean Kayaks werden an den Strand gezogen und schon geht es los. Bei den sich brechenden Wellen soll man das Gewicht nach hinten verlagern, um den Wellenkamm zu überwinden.

Zwei Felsen sind dem Ballena Beach unmittelbar vorgelagert. Eine Dreiviertelstunde benötigen wir, um dorthin zu gelangen. Nachdem ich einen der Felsen umkurvt habe – ein wenig Vorsicht ist dabei geboten, da hohe Wellen an die Felsen schlagen -, erkunden wir die Unterwasserwelt. Mit Taucherbrille und Schnorchel betrachten wir die bunten Fische. Zahlreiche Papageienfische und gelbschwarz gestreifte „Zebrafische“ sind hier anzutreffen. Später erfahren wir, dass alle Fische unmittelbar nach dem Tsunami in Japan eine ganze Zeit lang verschwunden waren. Die Auswirkungen waren auch hier an der Küste spürbar. Unter anderem wurde ein ganzer Strand, der Playa Vendana, weggespült. Menschen kamen hier allerdings bei der verheerenden Katastrophe nicht zu Schaden. Delfine oder Schildkröten, wie der Kayakbesitzer zuvor in Aussicht gestellt hat, sichten wir allerdings leider nicht.


Zurück am Strand essen wir in der Villa Leonor zu Mittag. Es gibt ganz frischen und leckeren Thunfisch, medium gebraten, mit Soyasoße und Reis (8 €). Wir haben einen netten Plausch mit einem älteren amerikanischen Ehepaar aus Kalifornien, das gerade plant, seinen Altersruhesitz nach Costa Rica in die Nähe von Palmar zu verlegen. Nach dem Lunch halten wir eine ausgedehnte Siesta am Strand, bevor uns gegen Nachmittag der Unternehmungsgeist erneut packt. Mit dem Kayak wollen wir noch ein wenig die Küste entlang paddeln – es soll ein kurzer Tripp werden! Gerade haben wir die Brandungswellen überwunden als Corinna auf die Idee kommt, ein Foto vom schönen Strand zu machen. Also wird der Drysack geöffnet und die Kamera herausgeholt. Genau in diesem Moment erfasst uns von hinten eine gewaltige Welle, der gesamte Inhalt unseres Drysacks inklusive Corinnas Kamera ist pitschnass. Mein Kayak wird, nachdem die Welle mich aus meinem Kayak katapultiert hat, führerlos an den Strand gespült. Uns ist glücklicherweise nichts passiert. Vermutlich hat die Kamera einen Totalschaden erlitten. Die Elektronik der heutigen Kameras ist unglaublich empfindlich. Das ist insbesondere deswegen ärgerlich, da uns noch fast  zwei Wochen in Costa Rica verbleiben. Usere bisherige Absprache, dass Corinna überwiegend Landschaften fotografiert und ich Nahaufnahmen von Pflanzen und Tieren, können wir jetzt zu den Akten legen.

In unserem Zelt trocknen wir erst einmal unsere ganzen Sachen, unter anderem ein Bündel Geldscheine, das sich ebenfalls in dem Drysack befunden hat. Caas gibt uns den Tipp, die Kamera in einen Plastikbeutel mit Reis zu legen, um die Feuchtigkeit aus dem Inneren zu entziehen – eine sehr gute Idee. Schauen wir einmal, ob diese Maßnahme von Erfolg gekrönt sein wird. In der Zwischenzeit schauen wir uns noch ein bisschen im Garten um und entdecken noch schöne Fotomotive, unter anderem einen Baumfrosch, der soeben die Hauswand erklimmt.

Unser Abschlussmahl möchten wir in einem weiteren Restaurant verbringen, welches sich ebenfalls auf der Schotterpiste hinauf zum Safari Tent Camp befindet, das Tilapia La Cascada. Erneut sind wir die einzigen Gäste. Wir fragen uns, wovon diese Menschen leben, denn von der Hauptstraße aus finden nicht viele Gäste den Weg hier hinauf in die Abgeschiedenheit. Das Restaurant ist ebenfalls in Familienbesitz, alle Familienmitglieder wuseln im Gastraum oder in der Küche herum. Wir versuchen uns bei der netten jungen Tochter des Hauses mit unserer Bestellung verständlich zu machen. Natürlich gibt es die Spezialität des Hauses, einen fangfrischen Tilapia, dazu Reis, eingelegtes scharfes saures Gemüse als Salsa, Bohnenmus, frittierte Platanen und  Salat. Der Herr des Hauses macht es sich ungeniert in einem Sessel vor dem Fernseher gemütlich und sieht einen englisch sprachigen „Ballerfilm“ mit spanischen Untertiteln. Außer dem lärmenden Fernseher ist das Ambiente hier oberhalb des rauschenden Baches recht idyllisch. Mit einem Imperial Bier zahlen wir am Ende zusammen nicht einmal 15 Euro.

 

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