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La Palma Teil 4

27. Oktober 2014
Am Morgen steht ein kleiner Einkauf auf dem Programm. Hervorragendes Fleisch bekommt man beim kleinen Metzgerladen in Tijarafe, am Ortsausgang gelegen. Wir erwerben ein ganzes, mit Sicherheit glückliches, Huhn, aus dem wir ein Coq au Vin zaubern wollen. Im kleinen Biolädchen in La Punta kaufen wir noch ein frisches Mandel-Vollkornbrot sowie eine leckere Orangen-Papaya Marmelade.

Eine abwechslungsreiche kleine Genusswanderung startet bei der Plaza in LasTricias
. Zunächst wandert man abwärts durch das idyllische kleine Dörfchen, das uns ein kleines bisschen an El Guro auf La Gomera erinnert. Vor einigen Häusern sind Tische aufgebaut, wo Mandeln aus dem Garten, selbst hergestellte, biologisch abbaubare Seife mit Kräutern, hausgemachte Marmelade oder aber Ableger von Dragos (Drachenbäumen) angeboten werden.

Wie auf einer Perlschnur aufgereiht sind häufig die purpur schimmernden und vom Aussterben bedrohten endemischen Lorbeertauben auf Stromkabeln zu beobachten, so auch in Las Tricias. Interessiert schauen sie auf die passierenden Wanderer herab. Der Taleinschnitt unterhalb von Las Tricias ist bekannt für seine reiche Zahl an Drachenbäumen. Überall sprießen die eindrucksvollen Bäume im Hang und laden ein zu einem Foto mit dem azurblauen Meer im Hintergrund.

Schon bald kommt eine alte Gofio-Mühle in Sicht. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts haben findige Müller diese „weiblich Mühle“ entwickelt. Sie heißt Molina und nicht Molino und zeichnet sich durch eine einfache, leistungsfähige  Konstruktion aus, über die die Windkraft besser übertragen werden konnte.

 

Wir steigen weiter ab zur Finca Aloe, wo ein zauberhaftes kleines Café zum Verweilen einlädt. Wir bestellen einen frisch gepressten Obst-Smoothie, einen sehr leckeren Salat und selbst gebackenes Brot. Es werden überwiegend Produkte aus dem eigenen Garten verwandt und die kleine Speisekarte gibt darüber Auskunft, dass alle anderen Produkte ökologisch einwandfrei „auf dem eigenen Rücken zur Finca transportiert werden“! Man muss in der Finca Aloe allerdings Zeit mitbringen - wir warten gut und gerne 1 ½ Stunden auf den Salat –, und günstig ist es auch nicht gerade: Für den relativ kleinen Salat zahlen wir 9,80 €. Dafür kann man aber sicher sein, mit Liebe angebaute Bio-Produkte auf den Teller beziehungsweise ins Glas zu bekommen.

Unterhalb der Finca befinden sich die Cuevas de Buracas, Höhlen der Alt-Kanarier, der Guanchen, denen wir auch noch einen Besuch abstatten. Beim Aufstieg kommen wir an einem eindrucksvollen Drachenbaumhain vorbei, wahrscheinlich die weltweit dichteste Ansammlung von Drachenbäumen überhaupt. Der steile Aufstieg ist durchaus schweißtreibend – immerhin sind 400 Höhenmeter zu bewältigen -, bevor wir unseren Ausgangspunkt in Las Tricias wieder erreicht haben.
 

Wir sind mit Anna und Marcus am Playa del Calleconjito verabredet. Auf der LP-114 geht bei Kilometer 9 ein kleines Sträßchen ab, das zu einem Parkplatz oberhalb von Calleconjito führt. Von hier aus sind noch 150 Höhenmeter über einen steil hinabführenden gerölligen Pfad zu bewältigen. Auch am Playa del Calleconjito haben sich einige Palmeros Behausungen in die Höhlen gebaut – es gibt sogar fließend Wasser und Strom.

Anna und Marcus wollen eine Nacht in einer heimeligen kleinen Höhle unten am Strand verbringen und haben sich ihr Nachtlager bereits gemütlich eingerichtet. Ein kleines bisschen sind wir „neidisch“ auf die Beiden. Es ist sicher höchst romantisch, den Abend und die Nacht mutterseelenalleine hier unten am tosenden Meer zu verbringen. An Baden ist am heutigen Tag allerdings nicht zu denken: Hohe Wellen schlagen mit großer Wucht an den steinigen Strand. Wir verbringen einige Stunden am Playa, trinken Rotwein und plaudern angeregt. Zum Sonnenuntergang machen wir uns auf den Heimweg, schließlich müssen wir noch eine halbe Stunde den Berg hinaufsteigen und das schmale kurvenreiche Sträßchen direkt am ungesicherten Steilhang bis zur Hauptstraße fahren. Beides wollen wir nicht unbedingt bei Dunkelheit machen! Zurück in unserem Casa bereiten wir uns Tapas Variadas zu und genießen einmal mehr den lauen kanarischen Abend.


28. Oktober 2014
Da wir am Abend Anna und Marcus zum Coq au Vin Essen eingeladen haben, bereiten wir das Hühnchen bereits direkt nach dem Frühstück zu. Es schmeckt ohnehin viel besser, wenn es eine Zeitlang gezogen ist. Bei einem Bummel durch Los Llanos zieht es Corinna magisch zum kleinen Aquamarina Schmucklädchen in der Fußgängerzone. Dort hat sie vor einigen Tagen eine traumhaft schöne Lapislazuli Kette entdeckt, die ihr nicht mehr aus dem Kopf geht. Die deutsche Besitzerin des Ladens erklärt, dass die Steine aus Afghanistan kommen. Gerade habe ich den Roman
„Traumsammler“ von Khaled Hosseini gelesen, in dem auch von den mit Lapislazuli prachtvoll verzierten Palästen in Afghanistan berichtet wird – wohl bemerkt zu einer Zeit, bevor die Taliban das ganze Land innerhalb kürzester Zeit zu einer trostlosen, kargen Wüste verwandelt und die Paläste in Schutt und Asche gelegt haben.


Wir wollen im Puerto de Tazacorte eine Kleinigkeit zu Mittag essen. Erstaunlich ruhig und gemächlich geht es hier unten zu. Wir sind positiv überrascht, von dem angenehmen Flair, dass von dem Badeörtchen ausgeht. Der schwarze Strand ist feinsandig und breit, im ruhigen Meer kann man sorglos schwimmen. Unsere Wahl fällt auf die Taberna del Puerto, einem schön restaurierten gelb getünchten alten kanarischen Haus an der Promenade unter einladenden Schatten spendenden Bäumen. Der Fisch ist extrem frisch und lecker – wir bestellen Pesce del dia, heute gibt es unter anderem Vieja (Papageienfisch) und Sama, eine wohlschmeckende Brassenart (jeweils um 13 €). Dazu werden Pappas Arrugadas serviert.

 

Den Rest des Nachmittags relaxen wir am Pool, später dann stoßen Anna und Marcus  zu uns. Wir verbringen einen richtig netten Abend zusammen und lassen uns das leckere Coq au Vin bei einem Gläschen Rioja Gran Reserva munden.


29. Oktober 2014
Der Klassiker aller Wanderungen auf La Palma ist die Ruta de Los Volkanes, die wir heute in Angriff nehmen wollen
. Die Tour will ein wenig geplant sein, da es sich um eine Streckenwanderung handelt. Am besten stellt man sein Fahrzeug in Tajuya an der Bar Sombrero an der Abzweigung nach El Pilar ab. Hier hält der Bus, den wir auf dem Rückweg von Los Canarios aus nehmen wollen. Wir haben auf dem Weg hinunter ein Taxi bei Rutas Taxi bestellt („man spricht deutsch“ - 0034-922-48 50 03), um uns zum Startpunkt, dem Waldrastplatz El Pilar, bringen zu lassen.

Zunächst durchwandern wir sanft bergan steigend einen dichten Pinienwald bis zum Mirador de Birigoyo. Die Sicht hinüber zur Caldera bleibt uns leider versagt, da sich dichte Passatwolken an den Hängen der Cumbra Vieja gebildet haben. Der erste Vulkan der Tour, der Birigoyo, kommt in Sicht. Ihn kann man, wie die meisten anderen Vulkangipfel der Strecke auch, über einen kurzen zusätzlichen Stichweg besteigen. Wir lassen den Birigoyo jedoch links liegen und durchqueren das erste Vulkanaschefeld. Schnell kommen weitere Vulkankegel in Sicht -  den ersten eindrucksvollen Blick in einen Vulkanschlund erlangen wir an dem kreisrunden Kraterrand des zuletzt 1949 ausgebrochenen Hoyo Negro.

Ab und zu reißt die dichte Wolkendecke auf und wie aus dem Nichts taucht hinter dem Pico Nambroque, die markante Spitze des Teide auf Teneriffa auf.

Wir nehmen die Sichtung zum Anlass, einen kurzen zusätzlichen Abstecher auf den Pico Nambroque zu machen. Leider wird die Mühe der Gipfelbesteigung nicht belohnt, denn oben sind wir alsbald von einer dichten Regenwolke umgeben. Der Wettergott hat dann schließlich doch noch ein Einsehen mit uns, bläst die Wolken beiseite, so dass wir nochmals einen kurzen Blick auf den Teide erhaschen können. Während unserer Brotzeit auf dem zugigen Gipfel hüpft ein kleiner Kanarenpieper um uns herum und lauert auf ein paar herunterfallende Brotkrumen. Auch dieser kleine Singvogel kommt ausschließlich auf den Kanaren und auf Madeira vor.

Am Vulkan Duraznero weichen wir von der offiziellen rot-weiß markierten Route ab und steigen direkt hinauf zum Kraterrand – eine unbedingt zu empfehlende Variante, da man um Zweidrittel des gesamten Vulkankegels herumwandern kann und herrliche Einblicke in den Vulkanschlund erhält.

Später führen beide Wege am Volkan Deseada II wieder zusammen. Durch ein Vulkanaschefeld in einer malerischen Senke laufen wir schnurstracks auf den perfekt geformten Kegel des Vulkans San Martin zu.



Schon seit geraumer Zeit werden wir verfolgt von einem Kolkrabenpärchen, das uns nicht aus den Augen lässt und sich bei jeder noch so kleinen Rast direkt vor unsere Füße oder auf die erhabenen Wegweiser setzt, in der Hoffnung, einen Leckerbissen von unserem Picknickbrot abzubekommen.

Die letzten sechs Kilometer der Ruta de los Volkanes sind weniger spektakulär. Sie führen durch lichten Kiefernwald über einen Vulkanaschepfad stetig bergab bis nach Los Canarios, wo wir geradezu mit einer „Punktlandung“ um 17 Uhr zur Abfahrtszeit des Busses in Richtung Los Llanos ankommen. Die Busse verkehren nur alle zwei Stunden, der nächste würde also erst wieder um 19 Uhr fahren! Mit dem kleinen Abstecher zum Roque Nambroque haben wir auf dieser Tour in fünf Stunden reiner Wanderzeit fast 19 Kilometer zurückgelegt, einen Aufstieg von über 800 Höhenmetern sowie einen Abstieg von über 1.500 Höhenmetern bewältigt – insbesondere letzteres spüren wir am Ende der Wanderung deutlich in den Knien!


30. Oktober 2014
Tazacorte, unterhalb von Los Llanos gelegen, gilt als der sonnenreichste Ort auf La Palma. Dass der Ort bis heute von seinen „Platanos“, den kleinen kanarischen Bananen, lebt, ist unübersehbar. Die Plantagen ziehen sich bis zur Abbruchkante am Meer, die bunten Häuschen sind am Hang in die Plantagen integriert. Wir schlendern eine Weile durch die hübschen schmalen und autofreien Gassen des Örtchens. Prunkstück ist die Plaza Espana mit seinem malerischen Laubengang, dessen Dach von üppig bunten Bougainvillea Büschen überwuchert ist. Geradezu mystisch mutet das Ambiente der angrenzenden San Miguel Archángel Kirche an, in die ein merkwürdiges diffuses Licht durch die bunten Mosaikfenster dringt.

  


 

Unterhalb der Plaza Espana liegt der alte Teil Tazacortes mit Herrenhäusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert.Wir statten zunächst dem kleinen Museo de Plátano einen Besuch ab (Eintritt 2 €). Man kann oben auf einem Balkon auf alten Holzstühlen sitzen und auf die Plantagen hinabschauen – genau so müssen sich die Gutsherren  vor ein paar hundert Jahren gefühlt haben, wenn sie an dieser Stelle ihre Ländereien begutachtet haben.

Ein paar Schritte weiter befindet sich die Hacienda de Abajo, ein ganz besonderes Hotel, in dem die Nachkommen der Zuckerbarone, die hier einst residierten, ein kleines Museum eingerichtet haben. Über 1.200 Antiquitäten, Gemälde, Gobelins und Skulpturen aus aller Herren Länder füllen die Räumlichkeiten der Hacienda. Die ältesten Stücke, zwei Steinskulpturen aus Asien, stammen aus dem 7. Jahrhundert und zieren zusammen mit anderen exquisiten Stücken eine prachtvollen Mosaiktisch in der Eingangshalle. Eine freundliche Angestellte zeigt uns bereitwillig den Speiseraum und wir entscheiden und spontan, hier heute Abend ein vorgezogenes Abschiedsmenü einzunehmen.

Das Abendessen ist dann an Skurrilität kaum zu übertreffen. In dem Bewusstsein, dass man sich auf einer kleinen „Bananeninsel“ befindet, betritt man den mit wertvollen Kunstwerken, Gobelins und Antiquitäten vollgestopften Speiseraum. In der einen Ecke des Raumes sitzt ein Musiker, der das Dinner mit leisen Klängen von seiner Harfe begleitet. Der aufmerksame und in Schale geschmissene Oberkellner, der selbstverständlich perfekt deutsch spricht, führt uns zu unserem reservierten Tisch und rückt uns die Stühle gerade. Kurze Zeit später ist er untröstlich, da er einem von uns eine spanische Speisekarte gereicht hat und korrigiert seinen „Fehler“ unter tausend Entschuldigungen umgehend! Die beiden etwas „gestelzt“ wirkenden Kellner schwirren den ganzen Abend dezent um uns herum und lesen uns jeden Wunsch von den Lippen ab, eben wie in einem Luxusrestaurant aller erster Güte. An den spärlich besetzten Tischen sitzen ausschließlich deutsche Gäste, da das Hotel in vielen großen deutschen Reisekatalogen vertreten ist. Wir entscheiden uns zur Vorspeise für eine hervorragende Hummersuppe (10,75 €), dann zum Hauptgang für Conejo Salmorejo, Kaninchen mit einem Püree aus Süßkartoffeln (16,50 €) sowie Dados Atun, marinierter Thunfisch mit allerlei Beilagen (17,50 €) und stoßen mit einem Malvasier Wein aus Teneriffa auf unsere schöne Zeit auf La Palma an. Wir genießen den Abend der besonderen Art dann in vollen Zügen.


31. Oktober 2014
An unserem letzten Tag wollen wir noch einmal eine gemütliche Wanderung in Angriff nehmen und auch nicht zu lange im Auto sitzen. Also entscheiden wir uns für eine Streckenwanderung von Tirjafe nach Puntagorda. Wir stellen fest, dass diese Wanderung alles andere als ein leichter Spaziergang ist. Einige Barrancos müssen entlang des Caminos de la Costa durchquert werden, natürlich verbunden mit steilen Ab- und Aufstiegen. Während des ganzen Weges hat man einen schönen Ausblick auf das Meer.

In Tinizara an einer Bodega und Wein-Probierstube müssen wir die Hauptstraße überqueren und laufen fortan auf der anderen Straßenseite, mehr oder weniger parallel zur LP-1. Dieser Abschnitt ist nicht ganz so schön, zumal sich die Straße immer in Hörweite befindet. Noch einmal führt der Weg tief in eine Schlucht hinein, um am anderen Ende durch das Bachbett wieder aus dem Barranco herauszuführen. Nochmals überqueren wir die Straße und passieren die ersten Häuser von Puntagorda, bevor wir die Bushaltestelle erreichen. Mit dem 100er Bus, der in beiden Richtungen stündlich die Insel umrundet, geht es zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Am letzten Abend wird noch einmal leckeres La Palma Kotelett vom Schlachter in Tirjafe gegrillt und wir stoßen mit einem Gläschen Acertijo, ebenfalls aus La Palma, auf einen tollen Aktivurlaub in einem traumhaften kleinen Casa an. Noch einmal verwöhnt uns bei unserem Abschiedsdinner ein glühender Abendhimmel.

 

1. November 2014
Es bleibt uns vor unserem Abflug noch ausreichend Zeit, die Hauptstadt La Palmas, Santa Cruz, zu erkunden. Schon von weitem sehen wir im Hafen ein Aida-Kreuzfahrtschiff liegen und uns schwant nicht Gutes, da die Kreuzfahrer erfahrungsgemäß in Scharen in die Hafenstädte einfallen. Aus unserer beschaulichen Stadtbesichtigung wird also nichts!

Wir schlendern durch die hübsche Calle O´Daly, in der zahlreiche alte Patrizierhäuser zu bewundern sind. Tatsächlich strömen uns Heerscharen von Aida-Kreuzfahrern entgegen, viele von ihnen bewaffnet mit einem Audio-Guide, um die Stadt zu besichtigen, andere wiederum – zumeist die etwas beleibteren unter ihnen – sitzen bereits wieder in Straßencafés oder Restaurants, als hätte es auf der Aida seit Tagen  nichts zu essen gegeben! Wir beschließen, die Kreuzfahrer einfach auszublenden und uns das besondere Flair dieses reizvollen Städtchens einzusaugen. Der Plaza Espana ist der Dreh- und Angelpunkt von Santa Cruz, mit seiner Kirche El Salvador und den angrenzenden herrlichen Palazzos, gegenüber dem Rathaus mit seiner Renaissancefassade aus dem 16. Jahrhundert.

An der Uferstraße sind prachtvolle Balkonhäuser zu bewundern, die teilweise mit bunten Blumenarrangements geschmückt sind. Die farbenfrohen Balkone sind teilweise mit Sprossenfenstern verglast oder werden als Wintergarten genutzt.

Himmlische Ruhe kehrt ein auf der idyllischen Plaza des Museo Insular, zumal hier weder Shops noch Cafés zu finden sind. Hier stehen zwei afrikanische Tulpenbäume in voller Blüte und verleihen dem Platz einen bunten Farbtupfer.

 

Wenige Meter weiter treffen wir auf die Plaza Alameda, dessen maurisch anmutender Kiosko in der Mitte des Platzes sofort ins Auge springt. Dort ist eine Nachbildung der Santa Maria, des Flaggschiffes von Christopher Kolumbus, zu finden. Kaum zu glauben, in welchen Nussschalen sich die Seefahrer in früheren Zeiten auf hohe See begaben! Auf der Plaza wollen wir noch schnell einen letzten Drink einnehmen und ich entdecke am Nachbartisch einen Bekannten samt Anhang aus meinem beruflichen Umfeld, der ebenfalls mit der Aida nach Santa Cruz gekommen ist – so klein ist die Welt!



Es wird Zeit, zum Flughafen aufzubrechen. Wir hatten noch einmal schöne Stunden in Santa Cruz, eigentlich viel zu wenig für diese wundervolle Stadt. Wir kommen sicher einmal wieder, dann allerdings an einem Tag ohne Kreuzfahrer!







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