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La Palma Teil 1

15./16. Oktober 2014
Am Vorabend unseres Fluges fahren wir nach Düsseldorf, wo wir über
www.Parken-und-Fliegen.de ein Zimmer im Flughafen nahen Tulip Inn gebucht haben. Im Hotelpreis für ein Doppelzimmer von 119,-- € ist der Parkplatz sowie ein Shuttle-Service zum Flughafen enthalten. Das Tulip Inn ist perfekt eingestellt auf Fluggäste wie uns, die am nächsten Morgen in den Urlaub fliegen wollen. Außergewöhnlich an diesem Hotel ist, dass es direkt in der Esprit-Arena von Fortuna Düsseldorf liegt – vom Frühstücksraum kann man direkt in das Stadion hineinschauen.

Wir gönnen uns noch ein Gläschen Wein an der Hotelbar und begeben uns dann zur Ruhe. Viel Zeit bleibt nicht zum Schlafen, da wir uns bereits um 5.30 Uhr wecken lassen. Nach einem „Early-Bird-Frühstück“ – es gibt Kaffee, Croissants, Obst und Saft -, holt uns der Shuttle-Bus pünktlich für die kurze Fahrt zum Flughafen ab. Wir checken beim Iberia-Schalter ein und heben bei übelstem Schmuddelwetter pünktlich in Richtung Sonne ab! Der Flug (355,-- €) führt uns über Madrid, wo wir einen zweistündigen Aufenthalt haben, zum kleinen Inselflughafen von Santa Cruz auf La Palma. Iberia Express setzt für beide Flüge eine A 320 ein, deren Beinfreiheit offenbar auf ein Minimum zu Gunsten einer Kapazitätserhöhung reduziert worden ist. Zum Glück gelingt es uns auf dem zweiten Flug freie Sitzplätze an den Notausgängen zu ergattern.

In Santa Cruz angekommen, kümmert sich Corinna wie gewohnt um das Gepäck, während ich mich auf direktem Weg zum Schalter von Avis begebe. Auf diese Weise entgehen wir dem Ansturm am Schalter und vermeiden erhebliche Wartezeiten. Das Übergabeprozedere bei der Anmietung von Leihwagen in südlichen Ländern avanciert selbst bei renommierten Firmen wie Avis mehr und mehr zum Spießroutenlauf oder anders gesagt, zu einer Nerv tötenden Verkaufsveranstaltungen. Dieses Mal sind im „Angebot“:
1. Upgrade auf ein größeres Fahrzeug – „... das wird aber ganz schön eng in dem kleinen Auto mit zwei großen Gepäckstücken!“
2. Upgrade von Benziner auf Diesel – „... Diesel ist auf La Palma viel billiger als Benzin“
3. Fahrberechtigung für einen zweiten Fahrer – „... was ist, wenn Sie mal nicht fahren können? Dann sind Sie nicht versichert, wenn Ihre Frau fahren muss“!
4. Versicherung für Glas und Unterboden – ist bei unserer Buchung trotz anders lautender Behauptung der Avis-Mitarbeiterin abgedeckt!
5. Insassenversicherung – ist bei unserer Buchung trotz anders lautender Behauptung der Avis-Mitarbeiterin abgedeckt!
6. Mobiles Navigationsgerät – wozu braucht man um Himmelswillen auf einer Insel wie La Palma mit einem mehr als übersichtlichen Straßennetz ein Navi???
7. Option zur Rückgabe des Fahrzeugs mit leerem Tank – hier spekuliert der Vermieter darauf, dass man das Fahrzeug nicht leer fährt und der Autovermieter somit am Verkauf der Tankfüllung Geld verdient!

Ich lehne „freundlich-monoton“ sämtliche Angebote ab, wobei sich die Stimmung der zunächst noch freundlichen Angestellten zusehends abkühlt und am Ende eher geschäftsmäßig ist. Wir fragen uns immer wieder, wie hoch der Anteil der Urlauber wohl liegen mag, die sich während des Verkaufsgesprächs ein vollkommen unnützes „Add-On“ aufschwatzen lassen. Er muss relativ hoch liegen, da die günstigen Mietpreise für Fahrzeuge auf den Kanaren ansonsten kaum erklärlich wären. Wie immer haben wir ein Fahrzeug aus der kleinsten Mietkategorie
gebucht, da man auf den Kanareninseln sowieso nichts anderes braucht. Der Skoda Citigo, ein Pendent zum VW-Up, kostet für 16 Miettage gerade einmal 286,-- €!

Über eine der beiden Passstraßen, über die man auf La Palma von Ost nach West gelangen kann, fahren wir zunächst nach Los Llanos, wo wir in einem Supermarkt einen ersten kleineren Einkauf erledigen. Von hier aus sind es noch einmal 20 Kilometer bis nach Tijarafe. Pedro, den Besitzer des von uns gemieteten „Casa Tota“, treffen wir in der Bar Canaria zur Schlüsselübergabe. Ein sehr steiles Sträßchen führt zwei Kilometer außerhalb von Tijarafe am Rande eines Barrancos hinab zu unserem Häuschen.


Wir sind spontan begeistert von der geradezu atemberaubenden Lage! Das Haus klebt am Steilhang des Barrancos und eröffnet einen phantastischen Blick auf das vor uns liegende Meer. Ein kleiner solarbeheizter Pool mit angrenzender Sonnenterrasse unter Dattelpalmen ist das I-Tüpfelchen des Anwesens.

Das gemütlich eingerichtete Haus ist ein über 100 Jahre altes, umgebautes Bauernhaus. Es verfügt über zwei Schlafzimmer, ein Wohnzimmer mit Kamin sowie eine sehr gut ausgestattete Küche (leider ohne Backofen). Einziger Minuspunkt des Hauses sind leider die qualitativ minderwertigen Betten, zum einen nur 1,90 m lang, zum anderen absolute Billigware! Pedro versichert uns später, dass er demnächst die Betten auswechseln wolle, zumal diverse Bretter des Lattenrostes bereits gebrochen sind. Gebucht haben wir das Casa Tota über CasasCanarias (1.215,-- € für 16 Nächte inklusive Endreinigung).

Wir richten und erst einmal ein und genießen anschließend bei einem Gläschen Rotwein den Sonnenuntergang auf unserer Terrasse. Winzige Kanaren Zilp-Zalps hüpfen auf den Dattelpalmen von Zweig zu Zweig und zwitschern uns dabei ein fröhliches Liedchen. Oben an der Straße nach Puntagorda befindet sich nicht weit von unserem Casa entfernt das Restaurant La Muralla. Dort nehmen wir unser erstes Dinner auf La Palma ein. Es liegt direkt am Hang und wir bewundern durch die großen Panoramafenster den sich rot verfärbenden Abendhimmel. Wir entscheiden uns  als Vorspeise für Knoblauchbrot sowie mit Bacalao (Kabeljau) gefüllte Pimientos, danach bestellen wir gegrillten Tintenfisch und Kottelets vom Iberico Schwein. Alle Gerichte sind lecker , auch die Weinkarte ist recht ordentlich.

 

17. Oktober 2014
Unseren ersten Tag auf La Palma starten wir mit einem ausgedehnten Frühstück: Verschiedene Sorten kanarischer Ziegenkäse, Serrano-Schinken, Spiegelei und ein frischer Obstsalat werden auf dem Aussichtsplätzchen vor unserem Casa aufgetischt. Leider macht uns das Wetter ein Strich durch die Rechnung, da die tief hängenden Wolken meinen, ausgerechnet jetzt sich entladen zu müssen. Kein Problem – wir ziehen kurzer Hand in unsere Küche um, wo sich das Frühstück trocken und ebenfalls mit tollem Ausblick auf das Meer genießen lässt.

Wir fahren nach Los Llanos und schlendern durch die Gassen des autofreien Zentrums. Viele der alten, bunt getünchten kanarischen Häuer verfügen über hübsche Holzbalkone.

Die Lädchen in der Calle Calvo Sotelo sind fest in deutscher Hand: Anzutreffen sind unter anderem Schmuck-, Aloe Vera-, Trekking- oder aber Öko-Textil-Läden. Der Plaza de Espana ist der Mittelpunkt des Städtchens. Hier finden zahlreiche kulturelle Events statt, und man trifft sich zum Plausch bei einem Café Cortado. Uns zieht es jedoch zum Mercado (Montag bis Samstag 8 – 14 Uhr geöffnet), wo wir frischen Fisch zum Grillen für heute Abend erwerben wollen. Wir entscheiden uns für einen roten Fisch namens „Alfonsino“. Die deutsche Übersetzung ist wenig appetitanregend, sie lautet „Glänzender Schleimkopf“. Der rote Alfonsino soll dem Kabeljau ähneln und sich aufgrund seines festen Fleisches gut zum Grillen eignen.

Auch am Nachmittag präsentiert sich das Wetter von seiner launischen Seite. Wir haben uns kaum mit einem Buch bewaffnet am Pool niedergelassen als eine dichte Wolkendecke vom Meer her aufzieht. Also beschließen wir, einen ersten kleinen Spziergang zu machen. Zunächst wandern wir die steile Straße hinauf, vorbei an einem der markanten Drachenbäume, die vor allem im Norden La Palmas anzutreffen sind. Über einen alten Camino, der in nördlicher Richtung bis nach Puntagorda führt,  gelangen wir nach Tijarafe. Wir passieren üppige Avocado- und Mandelbaumanpflanzungen.

Tirjafe ist ein fast verschlafenes Nest, in dem man glücklicherweise kanarisches Leben ganz deutlich spüren bekommt. Über den für das kleine Örtchen überdimensional anmutenden Kirchplatz gelangen wir zu einem „Senioren-Spielplatz“ mit interessanten Gerätschaften, sozusagen einem Outdoor-Fitnessstudio, das dem Erhalt der Beweglichkeit dienen soll. Solch vorbildliche Einrichtungen, die leider auch hier kaum frequentiert zu werden scheinen, werden wir später auch noch in anderen Orten der Insel vorfinden. In dem kleinen Bioladen Vida Sana, in dem man unter anderem eine kleine Auswahl an Bio-Gemüse, Obst und Brot bekommen kann, kaufen wir noch ein paar Kräuter für den Fisch am Abend ein. Es hat mittlerweile wieder angefangen  zu regnen, so dass wir uns am Kiosko Diabolo unter einem Sonnenschirm unterstellen und uns einen Café Cortado und ein Stückchen Mandelkuchen genehmigen. Anschließend machen wir uns im Regen auf den Heimweg.

Der Alfonsino schmeckt am Abend vorzüglich, dazu gibt es Salat und vorab eine Auswahl Käse sowie Serrano-Schinken mit Knoblauchbaguette. Die Regenwolken haben sich inzwischen verzogen, so dass uns rot glühende Wolken über dem Meer ein romantisches Licht zum Dinner bescheren.



18. Oktober 2014
Unsere erste Tour führt uns nach Puntagorda
. Wir stellen unser Auto an der Bushaltestelle unmittelbar an der Abzweigung nach El Fayal ab. Zunächst verläuft der Pfad durch die senkrecht abfallende Steilwand des Barrancos de Izagua und führt unmittelbar danach hinab zum Barrancogrund. Der Aufstieg auf der anderen Seite folgt zugleich und eröffnet einen atemberaubenden Blick auf den Atlantik. Wir passieren erste Drachenbäume. Die Gegend um Las Tricias ist bekannt für die bizarren Gewächse, die streng genommen eigentlich keine Bäume, sondern Liliengewächse sind. Bis zu 500 Jahre können sie werden und kommen eigentlich auf den kanarischen Inseln bis auf ganz wenige Ausnahmen (z.B. gibt es einen vereinzelten „Drago“ auf La Gomera) nur noch auf La Palma vor. 

In Las Tricias müssen wir über das Betonsträßchen eine halbe Stunde lang hinauf zur Hauptstraße LP-1 steil ansteigen – ein schweißtreibendes Unterfangen und ein eher unangenehmer Part dieser Wanderung. In anderen Wanderführern (z.B. Genusswandern auf La Palma von Michael Reimer) ist die Wanderung in umgekehrter Richtung angegeben – aufgrund des erwähnten Abschnittes eine empfehlenswerte Variante! Über einen sanft ansteigenden Camino passieren wir nun Mandelhaine und gelangen dann in einen duftenden lichten Kiefernwald.

An einer Weggabelung kann man einen kurzen Abstecher auf den Gipfel des Montana de Tricias machen, wo sich ein Brandwachturm befindet. Der Wächter besteigt soeben seinen Arbeitsplatz, während seine drei Hunde uns bei unserem wohlverdienten Picknick beäugen. Vom Gipfel hat man einen schönen Blick auf das Tal von Puntagorda und den Barranco de Izcagua.

Nach der Mittagspause laufen wir auf gleichem Weg zurück bis zur Weggabelung und weiter durch dichten Kiefernwald. Den im Rother empfohlenen Abstecher nach Briestas schenken wir uns und verbleiben anstatt dessen auf dem Wanderweg PR LP 10. Im idyllisch gelegenen Weiler Mataburros widmet man sich bis heute dem Weinanbau – davon zeugen Weinstöcke am Wegesrand und eine alte Weinpresse. Wir verlassen den LP 10 und gelangen durch Mandelhaine zu einer Weggabelung. Rechts über uns thront der Brandwachturm des Tricias während ein schmaler Pfad links in steilen Serpentinen hinab in den Barranco de Izcagua führt. Eine dicke Schicht Kiefernnadeln federt jeden Schritt wunderbar ab. Im Barrancogrund haben sich die Steinmännchenkonstrukteure intensiv betätigt. Wir folgen dem auf der anderen Seite des Barrancos ansteigenden Pfad und nach einer weiteren halben Stunde Fußmarsch haben wir unseren Ausgangspunkt erreicht.

Am Samstag Nachmittag (15 – 19 Uhr) findet in La Fayal ein Bauernmarkt statt. Es gibt Käse, Brot, Gemüse und Obst und Fleisch in bester Bio-Qualität zu kaufen. Im hinteren Teil des Mercandillos haben sich zudem Kunsthandwerker angesiedelt – wie sollte es anders sein, es sind  dort überwiegend deutsche Residenten anzutreffen, die sich mit ihrem Handwerk den Lebensunterhalt auf La Palma verdienen. Wir kaufen einige Dinge für unser Abendessen ein und machen uns dann auf den Rückweg. Den ganzen Nachmittag verbringen wir bei herrlichstem Sonnenschein an unserem Pool – für uns eher ungewöhnlich, jedoch ist das Plätzchen an unserem Casa so atemberaubend schön, dass wir auch in den kommenden Tagen immer mal wieder hier Zeit verbringen.

Am Abend wird erneut gegrillt. Der Schlachter in Los Llanos hat uns gestern versichert, dass sein Schweinefleisch von La Palma mindestens genau so gut sei wie das Iberico Schwein, wenn es auch nicht ausschließlich mit Eicheln gefüttert wird. Tatsächlich überzeugt uns der Geschmack des gegrillten Koteletts. Dazu gibt es kanarische Pappas Arrugadas (Runzelkartoffeln mit Salzkruste) sowie einen frischen Salat.


19. Oktober 2014
Eigentlich ist heute ein Strandtag in Planung, jedoch hat sich das Gewitter, das die ganze Nacht über dem Meer wütete, am Morgen noch immer nicht verzogen. Daher vertrödeln wir die Zeit mit einem ausgedehnten Frühstück und buchen danach kurzentschlossen die Flüge für unseren Marokko Trip Anfang kommenden Jahres. So können wir uns bereits nach unserem La Palma Urlaub direkt auf die nächste Reise freuen.

Endlich hört es gegen Mittag auf zu regnen und erste blaue Flecken sind über dem Meer auszumachen. Wir fahren zum „Sonnendreieck“ Los Llanos, Puerto Naos, Tazacorte, eine dicht besiedelte Ebene, die bedeckt ist mit Bananen-Monokultur Anpflanzungen. Von Tirjafe kommend öffnet sich der Blick auf das Dreieck, das als die sonnenreichste Gegend der Insel gilt, am Mirador El Time.

Bevor wir uns dem Strand widmen, schlendern wir noch kurz über den Flohmarkt in Argual, einem Vorort von Los Llanos. Aufgrund des schlechten Wetters haben sich aber nur ein paar unerschrockene Standbetreiber, zumeist deutsche Residenten, eingefunden, so dass wir uns nicht lange aufhalten.

Puerto Naos ist die Touristenhochburg der Westküste. Der größte Badestrand weit und breit wird optisch beherrscht von dem großen Hotel Sol, das sich durch seine dunkle Farbe jedoch einigermaßen in das vulkanische Ambiente der Gegend einpasst. Vom großen Rummel anderer Kanaren-Destinationen ist Puerto Naos dennoch trotz der Apartment- und Hotelanlagen weit entfernt. An der großzügigen, mit Palmen umsäumten Strandpromenade herrscht angenehme Beschaulichkeit und Ruhe.



Uns zieht es weiter zum Playa El Remo. Die holprige Betonpiste führt durch überdachte Bananenplantagen hindurch zu der kleinen Siedlung. Hier haben sich Palmeros kleine Wochenendhäuschen mit kleinen Blumen umrankten Vorgärten errichtet und es gibt ein paar kleine Kioskos, die günstige Fischgerichte feilbieten. Die Kioskos haben wechselseitig Ruhetag, daher wird uns die Entscheidung über die Auswahl der gemütlichsten Location abgenommen: Am heutigen Tag schiebt der Kiosko Artenure Dienst. Wir bestellen Schwertfisch sowie gegrillte Calamari (je 7,50 €!), dazu Pappas Arrugadas und Salat. Die aufspritzende Gischt des unruhigen Meeres dringt fast bis zu den Tischen vor, das Ambiente des kleinen Restaurants ist gigantisch! Noch besser gefällt es uns sogar ein paar Tage später im Kiosko 7 islas. Dieses Restaurant macht von allen den gepflegtesten Eindruck und liegt auch am hübschesten. Die Speisekarte ist ähnlich, wenn auch der Hauswein deutlich besser ist als im Artenure.
Eine ähnliche "wilde Siedlung" wie El Remo befindet sich nördlich von Puerto Naos, die wir einige Tage später inspizieren. La Bombilla, so der Name der Siedlung, wirkt auf uns allerdings deutlich verkommener und ungepflegter und bietet längst nicht das Ambiente von El Remo.

Der Playa de Charco Verde ist ein kleiner, ruhiger und feinsandiger Badestrand, ebenfalls mit einem Kiosko ausgestattet. Hier liegen wir eine Weile faul am Strand in der Sonne und lesen. Eine zutrauliche Gänsefamilie wohnt unter dem Kiosko, sehr zur Freude der wenigen Badegäste. Immer wieder watscheln die jungen flauschigen Küken neugierig den zum Kiosko führenden Holzsteg auf und ab. Nach einem Café con Leche und einem Mandelkuchen machen wir uns auf den Heimweg.

Wir beschließen noch einen kleinen Abstecher zur Playa de la Veta zu machen, zu dem von unserem Casa eine abenteuerliche steile Piste hinabführt. Corinnas Nerven liegen angesichts der Wegstrecke blank. An einem Parkplatz, 150 Höhenmeter über dem Meer, geht es mit dem Auto nicht mehr weiter, und wir müssen einen kleinen steilen Pfad, der zunächst durch einen kleinen Tunnel, danach über einen Treppenpfad hinab zum Playa führt, hinabsteigen. Am Playa de la Veta schmiegen sich ein paar kleine Wochenendhütten in den Steilhang – die Bucht gibt ein malerisches Bild ab.

Kurz vor dem Ziel fängt es leider wieder an zu regnen, so dass wir uns das letzte Stückchen schenken und uns wieder an den kurzen, aber dennoch schweißtreibenden Aufstieg machen. Über dem Meer geht die Sonne unter, eine schwarze Wolke am Horizont verhindert aber den perfekten Sonnenuntergang.


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