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I - Toskana 2008

7.9.2008
Lange haben wir dieses Mal mit der Entscheidung gezögert, wohin es uns in unserem Herbsturlaub verschlagen würde. Unsere ursprüngliche Planung, mit unseren neuen Bikes eine Mehrtagestour an die Ostsee in Mecklenburg zu unternehmen, machen die sehr durchwachsenen Wetterprognosen für die kommenden Periode zunichte. So fällt die Wahl erneut auf unsere neu entdeckte Liebe, die Toskana. Um 5 Uhr morgens machen wir uns auf den Weg gen Süden. Je näher wir den Alpen kommen, desto stärker wird der Regen. Erst hinter dem Brenner kommen erste Lichtblicke in Sicht – die Temperatur steigt rasant von 16° Grad auf 26° Grad. Die ersten beiden Tage werden wir am Gardasee verbringen, den wir beide noch nicht kennen. Für die rund 1.000 Kilometer lange Strecke benötigen wir rund acht Stunden. Wir haben uns auf einem Weingut im Val di Adige (Etschtal) eingebucht. Das Doppelzimmer im Agriturismo Palazzo in Rivalta di Brentino Belluno haben wir über HRS gebucht für 60,--€/Nacht inklusive Frühstück.

Nachdem uns die freundliche Inhaberin eingewiesen hat – ein kurzer Anruf bei der Tochter in München hilft bei der Verständigung -, beziehen wir unser Zimmer und halten erst einmal eine kurze Siesta. Die Zimmer in dem ehrwürdigen alten Palazzo sind ganz neu, außer uns sind im Moment keine weiteren Gäste anwesend.Am Nachmittag entdecken wir das nahe Verona. Wir stellen unser Auto am Etschufer ab und laufen über die Ponte Vittorio zum Stadtkern. Die Etsch rahmt das Zentrum Veronas in Form einer 180° Grad Schleife nahezu vollständig ein. Im malerischen Innenhof des Palazzo del Comune nehmen wir erst einmal einen kleinen Imbiss in einer netten kleinen Trattoria ein. Die Preise sind trotz der prädestinierten Lage erschwinglich (Nizza Salat 7 €, Ravioli in Salbeibutter 5 €).
 


Der benachbarte langgestreckte Piazza del Erbe gilt als einer der schönsten Plätze Italiens. Hier findet wochentags ein Blumen- und Gemüsemarkt statt. Der ganze Platz ist umgeben von prachtvollen alten Villen, deren Fassaden teilweise kunstvolle Gemälde zieren. Den Mittelpunkt des Platzes bildet das Capitello, ein überdachtes Podium aus dem 16. Jahrhundert, von dem aus dem Volk wichtige Entscheidungen und Gerichtsbeschlüsse mitgeteilt wurden.

Über die bevölkerte Prachtstraße Via Stella mit ihren zahlreichen Luxusboutiquen -Verona gilt als elegante Schuh- und Modestadt - erreichen wir das Casa Giulietta, dem Geburtshaus Julias. Tausende Liebepaare pilgern zu diesem sagenumwobenen Ort, um einmal auf den berühmten Balkon zu treten, zu dessen Fuße Romeo seiner Julia ewige Liebe schwor. Romantische Stimmung kann allerdings ob des Rummels  an diesem Ort kaum aufkommen.

Unser nächstes Ziel ist der Piazza Bra mit der weltberühmten Arena von Verona. Das römische Amphitheater ist das drittgrößte seiner Art und stammt aus dem 1. Jahrhundert. Die Arena ist unglaublich gut erhalten (Eintritt 6 €). Früher haben hier Kämpfe der Gladiatoren und Hetzjagden, aber auch weniger blutrünstige Veranstaltungen wie Theatervorführungen stattgefunden. Die diesjährigen Opernfestspiele sind gerade Ende August zu Ende gegangen und Handwerker mit dem Bühnenabbau beschäftigt. Die Arena bietet heutzutage noch Platz für 15.000 Besucher, obwohl das gigantische Rund fast die dreifache Kapazität aufweist.



Über die Via Roma gelangen wir von der Arena zum Castelvecchio, einem Festungsbau aus dem 14. Jahrhundert mit der malerischen Ponte Scaligero, die den Bewohnern des Castelvecchios bei Gefahr die Flucht über die Etsch ermöglichen sollte.


 

Quer durch die ganze Stadt laufen wir schließlich zum Teatro Romano, in dem heutzutage noch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen stattfinden. In einer kleinen Pizzeria gegenüber genießen wir in dem gemütlichen Innenhof den Blick auf den Fluss und das Teatro. Die bestellten Pizzen (Pizza Prosciutto e Ruccola 7 €) können leider nicht ganz überzeugen, während das Capaccio (8 €) hingegen sehr lecker ausfällt. Auf dem Rückweg zum Auto schlendern wir noch vorbei an dem sehenswerten und idyllisch illuminierten Dom, einer romanische Basilika aus dem 12. Jahrhundert .


8.9.2008
Nach einem kleinen Frühstück in dem liebevoll restaurierten Saal des Palazzos, unter anderem mit hausgemachter Salami und zuckersüßen roten Trauben aus eigenem Anbau, fahren wir heute zunächst über die Strada Valpollicella Classico durch das nahe gelegene Weinanbaugebiet. In Gorgagnago befindet sich das malerische Weingut Serego Alligheri, dessen Besitzer die einzigen Nachkommen des Dichters Dante sein sollen. Leider ist das Gut geschlossen, so dass wir unsere Fahrt durch die zauberhafte Hügellandschaft bis nach Negrar fortsetzen.

In dem abgelegenen Örtchen Jago, das zur Gemeinde Negrar gehört, entdecken wir das idyllische 
Weingut Villa Spinosa. Eine reizende junge Angestellte führt uns zunächst über das Gut der Familie Spinosa mit seinem eleganten Garten, der malerischen Villa aus dem 19. Jahrhundert sowie einer Aussichtsplattform, von der man die Weinberge in der malerischen Hügellandschaft bewundern kann.

 


Danach werden wir durch den stimmungsvollen Keller des Guts geführt, in denen sich die Barriques zur Verfeinerung des Weines befinden. Die folgende Weinprobe genießen wir in vollen Zügen. Auf dem Weingut der Villa Spinosa wird höchster Wert auf Qualität gelegt, Massenprodukte werden hingegen nicht hergestellt. Highlight der Weinprobe ist ein herrlich runder Amarone Classico. „Classico“ ist in allen Anbaugebieten Italiens der Hinweis darauf, dass die Weine unmittelbar aus dem Original Anbaugebiet stammen. Alle Valpollicella Weine setzen sich verpflichtend zusammen aus den gleichen Anteilen an Rebsorten, unabhängig ob einfacher Classico oder Spitzen Amarone: 70 % Corvina Veronese und Corvinone, 25 % Rondinello und 5 % Molinara. Der erhebliche Qualitätsunterschied ergibt sich aus der unterschiedlichen Aufbereitung. Während der einfache Classico nach der Gärung in Stahlfässern ausgebaut wird und anschließend direkt in Flaschen abgefüllt wird, erfährt der Amarone eine äußerst aufwendige Behandlung: Zunächst werden die Trauben zum Antrocknen für einige Tage ausgelegt, wodurch sich die Konzentration von Zucker und Farbstoffen erhöht. Der Ausbau erfolgt dann minimal ein Jahr im Barrique, ein weiteres Jahr in Fässern aus slawonischer Steineiche, danach erfolgt erst die Flaschenabfüllung. Nach der äußerst interessanten Weinprobe mit anschließender Degustation der köstlichen Weine, entscheiden wir uns für sechs Flaschen des einfachen Classicos (6 €), und je zwei Flaschen des Superiore DOC (mindesten 1 Jahr im Barrique) für 12 €, des spitzenmäßigen, allerdings auch nicht gerade günstigen Amarones (27 €) sowie einer Spezialität der Region, des überaus leckeren roten Süßweines Recioto, für 18 € je Halbliter Flasche. 

 
Nächste Station ist eine „Perle des Gardasees“, das hübsche Städtchen Lazise mit seinem noch komplett mittelalterlich ummauerten Stadtkern. Lazise ist unter anderem bekannt für seine sehr guten – wenn auch teuren – Fischrestaurants in der Nähe des idyllischen Hafens. Wir entscheiden uns heute Mittag allerdings für eine einfachere Variante, der Pizzeria „Al Castello“ unmittelbar hinter dem Stadttor mit einem großen schön angelegten Garten. Dort nehmen wir einen kleinen Snack ein, Spaghetti Ragu für 6,50 € bzw. einen Insalada Nizzarda (8,50 €), beides lecker und preislich in dieser Lage akzeptabel. Vom anschließenden Stadtrundgang sind wir dann begeistert: Die prächtigen Bauten, zumeist venezianischen Ursprungs, schmiegen sich malerisch an den kleinen Kanalhafen. Prunkstück ist ein venezianisches Arsenal aus dem 14. Jahrhundert. Der Touristenstrom hält sich zudem sehr in Grenzen, so dass wir den Gang durch das Städtchen in vollen Zügen genießen. Anschließend fahren wir nordwärts ein kleines Sträßchen oberhalb des Sees zu Füßen des 1.800 Meter hohen Monte Baldos. Immer wieder öffnen sich wunderbare Ausblicke auf den Gardasee.


 


Schließlich landen wir in Malcesine, einem weiteren Vorzeigedörfchens des Gardasees. Leider zieht sich durch die engen Gassen ein unaufhörlicher Menschenstrom, der die zahlreichen Ledergeschäfte und Gelaterien umlagert. Wir ziehen es vor, uns mit einem leckeren hausgemachten Eis in dem kleinen Innenhof des Palazzos del Capitano del Lago unmittelbar am See niederzulassen. Auf der ummauerten Seeterrasse des venezianischen Stadthalters, voll mit Palmen und bunten Blumenbeeten, lässt es sich herrlich entspannen. Ein Straßenmusiker sorgt zudem für die passende Stimmung mit gefühlvollen, melancholischen Liedern.

Den Besuch des Castellos Scaligero schenken wir uns dann aufgrund der Menschenmassen und des Eintrittspreises (4 €). Ein Grund für den Rummel in Malcesine ist auch die Seilbahn, die von hier aus auf den Monte Baldo fährt. Für dieses Vergnügen muss man allerdings Wartezeiten von einer Stunde und mehr in Kauf nehmen.

Wir fahren hingegen auf der Uferstraße Gardesana Orientale bis zum Weinörtchen Bardolino. Von dort führt eine kleiner Spazierweg bis nach Garda. Am südlichen Ortsrand gibt es einen großen Parkplatz, ausnahmsweise gebührenfrei! Entlang der Uferpromenade haben sich diverse Campingplätze angesiedelt. Wir finden ein schattiges Plätzchen am See und nehmen ein Bad bei angenehmen Wassertemperaturen um 25° Grad. Nach einer kleinen Ruhepause fahren wir schließlich nach Garda und genießen den Sonnenuntergang über dem See bei einem Gläschen weißen Lugana, der ebenfalls aus der Gardasee Gegend stammt. Die Uferpromenade ist „gepflastert“ von den Stühlen der kleinen Restaurants und Bars. In der Hochsaison muss hier der Teufel los sein, jetzt hingegen sind nur wenige Tische mit Gästen belegt.

Zu Abend wollen wir in den Bergen oberhalb des Sees essen, wo wir bei unserer kleinen Rundfahrt heute Nachmittag bereits einige nett gelegene Restaurants entdeckt haben. In San Zeno di Montagna finden wir das Restaurant Giardinetto mit einer großen Außenterrasse und Blick auf den See. Wir bestellen beide Pizza (8 €), vorab ein Cappaccio (9 €), alles superlecker und preislich in Ordnung. Selbst in den besten italienischen Restaurants kann man einigermaßen kostengünstig speisen, wenn man sich für Pasta und Pizzagerichte entscheidet und den Vino de Casa trinkt, teuer wird es zumeist erst, wenn man mehrgängig isst.


9.9.2008
 
Wir schlafen bis 9 Uhr in unserem gemütlichen Camere des Palazzos. Nach dem Frühstück und einem überaus herzlichen Abschied von der netten Signora – in Italien begrüßt und verabschiedet man sich bereits nach wenigen Tagen so, als würde man sich schon seit Jahrhunderten kennen! – machen wir uns auf den Weg in die Toskana. Für die rund 450 Kilometer benötigen wir ca. 4,5 Stunden. Von unterwegs aus kündigen wir uns bei Thorsten, unserem Vermieter, an. Obligatorisch machen wir einen Stopp beim Bauernstand hinter Caffagio.
 

Hier gibt es einen DOC Rosso vom Weingut „Tenuta de Vignale“ für 7,80 € (Jahrgang 2001), der für das Geld hervorragend ist, ebenso wie das Olivenöl Extravergine für 9 € den Liter. 
Wir haben uns dieses Mal in einer ehemaligen Ölmühle "Il Mulino" in der Nähe von Suvereto eingemietet. Erneut hat uns
Lisa Heinrich diese nette Unterkunft vermittelt. Es handelt sich bei dem Haus um eine alte Ölmühle, die Familie Dr. Dunkel, die Eltern von Thorsten, in den 70ern erworben und ausgebaut haben. Das Haus steht auf einem naturbelassenen fünf Hektar großen Grundstück inklusive Bachlauf und kleinem Weiher. Wir haben im Erdgeschoss ein Zimmer mit Bad, die Küche und die davor liegende Terrasse teilen wir uns mit dem zweiten Zimmer im Erdgeschoss, dass allerdings erst ab dem kommenden Wochenende belegt sein soll. Am Haus befindet sich zudem ein schöner gemauerter Pool, an dem wir sogleich an diesem Nachmittag herrlich entspannen.


Thorsten ist ein Künstler, der seit vielen Jahren in der Toskana lebt. Zwischen Sassetta und Suvereto besitzt er ein weiteres Haus, in dem er zumeist während des Sommers wohnt. Derzeit ist gerade Thorstens Ex-Freundin Petra zu Besuch, die für die Firma Wikinger Reisen Wanderreisen durchführt. Ab Samstag führt Petra eine Gruppe 14 Tage lang durch Elba.
Am Abend kaufen wir beim Coop in Venturino ein. Es gibt eine leckere Seezunge mit Spaghetti Aglio e Olio, als Vorspeise leckere klassische Tomaten Bruschetta. Auf unserer kleinen Terrasse genießen wir unser erstes toskanische Mahl dieses Urlaubs in vollen Zügen. Es herrscht um uns herum eine himmlische Ruhe, außer den Grillen und ein paar wilden Katzen, die vom Hund des Hauses, Rani, einer acht Jahre alten Promenadenmischung mit einigen Schäferhundanteilen, aufgeschreckt werden, ist um uns herum kein Laut zu hören. Dies ist für uns die Art von Entspannung, die wir auf unseren Reisen immer wieder suchen!

10.09.2008
Den ersten ganzen Tag in der Toskana verbringen wir an unserem Lieblingsstrand bei Punta Ala. Wir brechen direkt nach dem Frühstück auf und faulenzen mehr oder weniger den gesamten Tag. Lediglich zum obligatorischen Strandspaziergang zum anderen Ende der insgesamt ca. 7 Kilometer langen Bucht mit feinstem weißen Sand raffen wir uns auf. Dort gönnen wir uns in der netten Golf Hotel Beach Bar wie üblich einen Cappuccino. Ansonsten wird gelesen (Nachtzug nach Lissabon bzw. Tore der Welt von Ken Follett) und geschlafen sowie im sehr warmen Mittelmeer (ca. 25° Grad) gebadet. Da in Bayern noch Sommerferien sind, ist der Strand nicht ganz so leer, wie wir es gewohnt sind, insbesondere vor den beiden großen Campingplätzen im Norden der Bucht.


Gegen Abend kaufen wir im Coop von Follonica noch kurz für das Abendessen ein. Heute gibt es als Vorspeise Bressaola mit Ruccola und Parmesan und danach frischen Seeteufel auf grünem Salat. Der Fisch in den Supermärkten hier ist wirklich immer superfrisch und im Vergleich zu Deutschland sehr günstig. Seeteufel kostet so z.B. heute lediglich 22 €/Kg.

Nach dem Abendessen sitzen wir noch mit Petra und Thorsten bei einem Gläschen Wein zusammen. Eigentlich wollte Thorsten heute Abend nach Hamburg fliegen, jedoch hatte der Zug von Venturino Verspätung, so dass er seinen Flug nicht mehr ereichen konnte. Somit wird er morgen früh fliegen. Da Petra Samstag früh ebenfalls nach Elba aufbricht, hat Thorsten uns gefragt, ob wir von Samstag bis Sonntag auf Rani aufpassen können. Da Rani sehr gut erzogen ist und auch uns bereits nach kurzer bestens gehorcht, übernehmen wir den „Job“ gerne. In Deutschland sind wir ja nicht gerade als große Hundeliebhaber bekannt, jedoch haben wir ja schon öfter festgestellt, dass sich Hunde in solch freizügiger Umgebung viel angenehmer verhalten als in der Stadt.


12.9.2008
Das Wetter scheint sich zu ändern. Es ist recht bewölkt, aber immer noch sehr warm. Nach der „Herumgammelei“ der letzten Tage juckt es Wolfram enorm in den Füßen, soviel Faulenzen ist nichts für ihn. Schon die Tage vorher kommt immer wieder das Wort „Wandern“ in seinem Vokabular vor. Jedes Mal blocke ich dieses Vorhaben ab, mein Bedürfnis nach Wanderungen geht in diesem Urlaub gegen Null. Da Strand- oder Poolwetter heute jedoch nicht in Sicht ist, lasse ich mich heute dennoch zu einer Wanderung überreden. Wir wollen eine Rundtour im Naturpark "Poggio Neri" beim
Biobauernhof La Cerretta bei Sassetta wagen.

Die Wege sollen dort seit dem letzten Jahr bestens ausgeschildert sein. Wir parken auf dem Parkplatz von La Cerretta und gehen zunächst ein Stück die Schotterpiste hinab. Unten an der Gabelung am Flusslauf befindet sich eine ausführliche Wanderkarte mit Wegnummerierung. An den Weinfeldern La Cerrettas vorbei geht es zunächst nach Pian delle Vigne, dem ersten markierte Punkt dieser Wanderung. Hier biegen wir rechts ab und laufen im Wald aufwärts in Richtung Podere I Colli. Es ist ein recht schweißtreibender Anstieg (obwohl nichtsonderlich steil) aufgrund der Temperaturen von 30°C und einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von 95%. Oben angekommen halten wir uns rechts Richtung La Pieve, von wo aus wir in die Flußebene des Lordano absteigen. Am Ende des Abstieges erreichen wir den wunderschön gelegenen, einladenden Badesee Lago d´Anna. Leider befindet er sich in Privatbesitz und das öffentliche Baden wird per Schild untersagt.

 

Von hier wird der Weg etwas unkenntlicher und ist schlecht beschildert. Wir folgen dem ausgetrockneten Fluss im Tal und erreichen nach fast vier Stunden wieder den Biobauernhof. Tipp: Es gibt mittlerweile ein angeblich hervorragendes Wanderbuch zum Val di Cornia - allerdings nur auf italienisch: "Viaggio in Maremma, Itinerari tra i parchi della val di Cornia" von Andrea Semplici, erschienen im "Nardini Editore" Verlag (ISBN: 88-404-9103-1, Preis 15 Euro).

Auf dem Rückweg nehmen wir die kurvenreiche Strecke über Sassetta nach Suvereto. Leider können wir im kleinen In-Coop von Suvereto nicht einkaufen, da der kleine Dorfsupermarkt erst um 17 Uhr öffnet. Die fehlenden Kleinigkeiten für unser Abendessen besorgen wir somit schnell in Venturina. Zurück in unserer Mühle entspannen wir ein wenig am Pool. Leider fallen dann auch schon wieder erste Regentropfen. Vor dem Abendessen sitzen wir noch ein wenig mit Petra zusammen, die uns noch die letzten Tipps zur Versorgung von Rani gibt. Wir plaudern noch ein wenig über das Reisen, den Job einer Reiseleiterin und insbesondere über die von ihr bereits bereisten asiatischen Länder. Dies ist eine Ecke der Welt, die wir uns noch nicht erschlossen haben und insofern lauschen wir gespannt ihren Ausführungen.

Heute gibt es ein schnelles Essen, das restliche Risotto und Lachs von gestern als Primo Piatto und als Secondo, wie in jedem Italienurlaub mindestens einmal, Spaghetti Bolognese. Dazu verwenden wir Staudensellerie, was der Soße einen noch intensiveren Geschmack verleiht.


13.9.2008

Ab heute sind wir Hundesbesitzer auf Zeit. Leider regnet es in Strömen als wir aufstehen. Der Blick in den Himmel lässt auch nicht unbedingt auf besseres Wetter hoffen. Wolfram befreit zuerst einmal Rani aus Thorstens Wohnung. Freudig nimmt sie in der Nähe unseres Frühstückstisches Platz. Es ist wirklich sehr angenehm, diesen Hund um sich zu haben: Sie gehorcht sehr gut und bettelt so gut wie gar nicht. Nach dem Frühstück bekommt sie dann auch von ihrem Interims-Herrchen ein Leckerli.

 


Anschließend machen wir es uns in der Küche gemütlich, der Regen ist stärker geworden und ein Gewitter kommt ebenfalls auf. Ausnahmsweise darf auch Rani mit in die Küche, da sie sich vor dem Gewitter zu fürchten scheint. In der Küche stößt sie aber so starke Ausdünstungen aus, dass wir sie nach einer Zeit „verbannen“ müssen. Heute sollen die Mieter des anderen Zimmers im Untergeschoss ankommen, weshalb ich unsere stark beanspruchte Küche erst einmal säubere.

Inzwischen hat die Sonne sich auch wieder hervorgewagt und wir beschließen, nachdem wir die herumstreunende Rani „eingesammelt“ haben, einen Strandspaziergang in der Bucht von Follonica zu unternehmen. Wir parken am Torre und wandern in Richtung Piombino. Die Bagni haben auch hier am Strand ihren Betrieb schon eingestellt bzw. stark reduziert. Den Strand haben wir fast für uns allein.


Am Ende des Spazierganges trinken wir noch ein Cappuccino an der Strandbar (mit angeschlossenem Risorante) La Scogliera am Carbonifera Strand. Leider ist der Barbesitzer sehr mürrisch und hat offenbar keine große Lust, uns zu bedienen! Die Saison ist für ihn offenbar mit dem Abzug der italienischen Urlauber Ende August weitestgehend beendet.

In Follonica besorgen wir uns für weitere Ausflüge im Fremdenverkehrsamt (in der Fußgängerzone, Via Roma) die uns mittlerweile bekannten hervorragend aufgemachten Informationsbroschüren über das Maremma Gebiert. Anschließend bestreiten wir noch den Wochenendeinkauf im dortigen bestens sortierten COOP. Heute Abend soll es Kaninchen geben, normalerweise nicht gerade mein Leibgericht, da man zuviel an Knochen „herumnagen“ muss. Wir kaufen zwei Kaninchenrücken, die auf einem Gemüsebett aus Fenchel, Oliven, Tomaten und Zwiebeln mit einem Schuss Weißwein geschmort werden. Trotz meiner Vorbehalte schmeckt es mir sehr gut.



14.9.2008

Aufgrund des miserablen Wetters – es regnet in Strömen - bleiben wir den ganzen Vormittag beim Haus, was Rani natürlich hochgradig erfreut (ansonsten müsste sie den Tag eingesperrt in Thorstens Wohnung verbringen). Erst gegen Nachmittag hört es auf zu regnen, so dass wir uns aufraffen, um wenigstens noch eine kurze Zeit am Strand zu verbringen. Der Spaß dauert allerdings nur kurze Zeit, da sich die Himmelsschleusen bereits nach kurzer Zeit wieder öffnen. So fahren wir unverrichteter Dinge zum Haus zurück und unternehmen mit Rani einen sehr netten Spaziergang durch die nahen Weinstöcke in Richtung Suvereto. Man merkt ihr an, wie sehr sie diesen Gang genießt. Lediglich zwei aggressive Hunde hinter dem Zaun eines fremden Grundstückes lassen sie für kurze Zeit den friedlichen Spaziergang unterbrechen, kurze Zeit später läuft sie jedoch wieder schwanzwedelnd neben uns her.

 


Die avisierten Gäste des Nachbarzimmers kommen auch an diesem Abend nicht an und werden auch nicht mehr kommen, wie Thorsten uns am nächsten Tag verkündet.


15.9.2008
Das Wetter sieht heute morgen vielversprechend aus. Blauer Himmel und Schönwetterwolken sind aus dem Badezimmerfenster zu sehen. Wir wagen einen Ausflug in das Hinterland der Südtoskana. Auf der Aurelia fahren wir bis kurz vor Grossetto und biegen dann auf eine kleine Landstraße ab Richtung Roccastrada. Einige Kilometer weiter entdecken wir auf einem Hügel einen kleinen Ort namens Sticciano. Eine 4 km lange Straße schlängelt sich malerisch den Berg hinauf. Der Ort wirkt so friedlich, aber auch recht verlassen. Wir schlendern ein wenig durch die Gassen. Nach kurzer Zeit befinden wir uns in Begleitung zweier Katzen, die uns bis zum Ende unseres Weges anbetteln. Leider hat die einzige Bar im Dorf geschlossen, so dass wir bald unseren Ausflug fortsetzen.


Der nächste Punkt ist Roccastrada, ebenfalls eine auf einem Fels errichtete mittelalterliche Stadt. Sie wirkt recht kühl und unnahbar. Auch hier schlendern wir durch die Gassen bis zu einem Aussichtspunkt, von aus man einen weiten Blick in die Maremma hat. Wir wollen heute noch einen Abstecher nach Montalcino machen, dem Anbaugebiet des berühmten edlen Brunello Rotweins. Auf dem Weg dorthin machen wir noch einen Stopp am Kloster von Sant’ Antimo, eine Benediktinerabtei, die schon bereits im 8. Jahrhundert gegründet worden ist. Die jetzige Kirche stammt allerdings aus dem 12 Jahrhundert. Lange war diese Abtei verwaist.




Erst Ende der 70er Jahre zogen hier wieder acht Mönche ein, die sieben mal am Tag in Form von gregorianischen Gesängen beten. Dieses Kloster erreicht man über eine Abkürzung über eine Schotterpiste von St. Angelo in Colle. Die Schotterpiste führt vorbei an vielen Weinbergen und schön gelegenen Weingütern. Man hat wundervolle Ausblicke in die Crete Senesi, ein Hügellandschaft mit Bilderbuch-Zypressenalleen, Weinbergen und Getreidefeldern.

Am Kloster angekommen haben wir gleich die Möglichkeit an einer Andacht mit gregorianischen Gesängen teilzunehmen. In langen weißen Gewändern mit Kapuze wirken die Mönche wie Darsteller aus dem Film „Der Name der Rose“. Wolfram, der gerade einen Ken Follett Roman liest, der im Mittelalter spielt, kann sich gut in die Stimmung hineinversetzen. Wir lauschen diesen Gebetsgesängen, bevor wir nach Montalcino aufbrechen.

Montalcino ist ein ansehnliches Städtchen aus dem Mittelalter mit einem kleinen Palazzo und vielen Enotecas, die alle ihren Brunello an den Mann bringen wollen. Im Direktvertrieb des Wengutes Tenuta Communali des Winzers Bartoli Giusti in der Via Ricasoli probieren wir zunächst den einfachen Rosso di Monatalcino.
Dieser Wein lagert vor der Flaschenabfüllung 6 Monate im Barrique und ist schon hervorragend. Danach folgen die beiden spitzenmäßigen Brunellos aus 2001 sowie der Riserva von 1999. Wir entscheiden uns schließlich für je eine Kiste Brunello aus dem 4-Sterne Jahrgang 2003 ( je 16 €) sowie dem Rosso 2005 für lediglich 5 €, da dieser Wein keine lange Lagerungsfähigkeit mehr hat und innerhalb eines Jahres ausgetrunken werden sollte, um keine Qualitätsverluste hinnehmen zu müssen.


Inzwischen sind die Berge wolkenverhangen und die Temperatur auf unterem deutschen Niveau. Bei soviel Niesel, Nebel, Temperaturen um 10° Grad und grauen Wolken vergeht uns die Lust, und wir fahren über die mittlerweile als Autobahn ausgebaute SS 223 in Richtung Grossetto und weiter über die Aurelia zurück nach Suvereto.


16.9.2008
Endlich ist das Wetter wieder einigermaßen freundlich, so dass wir am Morgen nach dem Frühstück aufbrechen, um uns in dem kleinen Bergdörfchen Scarlino zwischen Follonica und Castiglione umzusehen. Schon die kurvenreiche Panoramastraße lohnt den Besuch des Städtchens, dessen Erscheinungsbild geprägt wird durch das Castello Alobrandesco aus dem 10. Jahrhundert. Von hier oben öffnet sich ein toller Ausblick auf den Golf von Follonica.

 

 

Danach fahren wir an den Strand von Castiglione, südlich der Bruna Mündung gelegen, ein wunderbar weißer Sandstrand und nahezu unverbaut, da sich im Hinterland ein Naturschutzgebiet befindet. Bei unserem Strandspaziergang entdecken wir sogar Formationsflüge von Flamingos, die sich offenbar in dem Naturschutzgebiet aufhalten.

Am späten Nachmittag wechseln wir noch einmal den Strand, da sich eine hartnäckige Wolke ausgerechnet über uns festgesetzt hat. Kurz hinter dem Yachthafen von Puntone parken wir unser Auto an der Straße und lesen noch eine Zeit am Strand. Dieser Strand ist nicht gerade eine Augenweide, da vor Follonica Industrieanlagen ins Meer hineinragen.

Am Abend gibt es einmal mehr ein Festmahl aus der guten Fischküche der Toskana: Als Vorspeise Thunfisch Carpaccio, danach einen 1 Kilogramm schweren Steinbutt (beim Coop für gerade einmal 14,50 €/Kg zu haben) auf einem Gemüsebett. Der Steinbutt wird zunächst in einer Marinade aus Olivenöl, Knoblauch, einer abgeriebenen unbehandelten  Zitrone (vom Zitronenbaum vor dem Haus!), Fenchelgrün, Salz und Pfeffer eingelegt, mit Zitronenscheiben belegt und schließlich auf einem Gemüsebett aus Fenchel, Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten im Backofen 40 Minuten lang gegart.



 


17.9.2008
Für den heutigen Ausflug haben wir uns den Wecker auf 7 Uhr gestellt, denn wir wollen den ganzen Tag auf der Insel Giglio verbringen (das diese Insel ein paar Jahr später traurige Berühmtheit durch den Untergang der Costa Concordia gelangt, können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen). Das Wetter ist an diesem Morgen verheißungsvoll. Ca. 120 Kilometer sind es bis Porto Santo Stefano auf der Halbinsel Monte Argentario. Von hier fahren zwei Schifffahrtslinien ungefähr im Stundentakt nach Giglio. Die Überfahrt hin und zurück kostet 19 Euro pro Person und dauert eine Stunde. Um 9.30 Uhr legt die Fähre pünktlich ab und wir genießen bereits die Überfahrt bei herrlichem Sonnenschein in vollen Zügen.

Giglio ist mit 21qkm nach Elba die zweitgrößte Insel des toskanischen Inselarchipels. Da die Übernachtungskapazitäten relativ gering sind, herrscht hier selbst zur italienischen Hauptsaison kein Massenbetrieb. Auf der Insel, die auf den ersten Blick ein einziger großer Felsklotz zu sein scheint, befinden sich drei kleine Ortschaften. In Giglio Porto legt die Fähre an. Der idyllische kleine Hafen ist geprägt von den unterschiedlich bunt Hausfassaden.  

Dahinter steigt der charmante Hafenort terrassenförmig an. Mit dem Bus geht es in steilen Serpentinen hinauf nach Giglio Castello. Fahrkarten für den Bus sind ausschließlich in den Tabacci Läden der Insel zum Preis von 1,60 Euro zu erwerben. Giglio Castello thront auf dem Gipfel der Insel und hat ihren mittelalterlichen Charakter vollständig erhalten. Es macht großen Spaß durch die engen Gassen mit kleinen Torbögen und steilen Treppen zu schlendern.


Der dritte Ort ist Campese, den wir dieses Mal allerdings nicht besuchen werden. Campese liegt an der Westküste der Insel und ist ein niedlicher kleiner Badeort mit einem schönen weißen Sandstrand.

Wir haben uns für die Kammwanderung zum äußersten Ende der Insel entschieden, die in Giglio Castello ihren Ausgangspunkt hat. In südlicher Richtung verlassen wir auf dem  asphaltierten Weg das Örtchen. Nach einer Stunde haben wir die Anhöhe Castellucci erreicht, wo sich ein Picknickplatz mit fantastischem Ausblick befindet. Wir legen eine kleine Rast ein und blicken hinüber auf das Tyrrhenische Meer und Monte Argentario, das Festland, Montecristo und Elba. Von Castellucci geht es nun immer über den Bergkamm, mit beidseitigem Blick auf die unendliche Weite des Mittelmeeres – Wanderherz was willst du mehr!? Bis zum Endpunkt Pago del Sasso Ritto ist es nochmals eine knappe Stunde. Auf gleichem Weg geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt. Auch auf dieser Wanderung stellen wir fest, dass sich Italien erst sehr langsam den Wandertourismus erschließt. Die Beschilderung ist zwar auch auf Giglio mittlerweile ganz gut, dennoch fehlen hier und da an entscheidenden Wegkreuzungen Markierungen, so dass die Orientierung nicht immer ganz einfach ist. Zudem ist das Kartenmaterial zumeist nicht auf dem neuesten Stand.


Zurück in Giglio Castello schlendern wir durch die verschachtelten Gässchen und trinken dann am Piazza Gloriosa im Ristorante La Porta einen Cappuccino, dazu gibt es eine leckere Torta mit Pinienkernen. Anschließend fahren wir mit dem Bus zurück zum Hafen und nehmen die 17Uhr Fähre nach Santo Stefano. Am Hafen in San Stefano bieten mehrere Händler Fisch an. Wir erstehen ganz frische, wenn auch nicht gerade günstige riesige Gamberoni (30 Euro/Kg), dazu frisches Weißbrot aus einem kleinen Supermarkt. Nach einer guten Stunde sind wir wieder in unserem Häuschen „Il Mulino und lassen uns die Gambas in Knoblauch und Olivenöl mit einem Salat munden.

 

18.9.2008
Nach dem gestrigen Aktivtag wollen wir uns heute noch einmal am Strand entspannen. Wir entscheiden uns für den Strand zwischen Piombino und Follonica. Wir lesen und baden nahezu den ganzen Tag, unterbrochen von einem ausgedehnten, mindestens 10 Kilometer langen Strandspaziergang zur Bar am Strand von Carbonifera „Il Pino“. Im Gegensatz zur benachbarten Bar La Scogliera,  in der wir vor einigen Tagen waren, ist die Bedienung hier äußerst freundlich und zuvorkommend, so dass wir unseren wohl verdienten Cappucino auf der sonnenüberfluteten Terrasse richtig genießen.

Gegen Abend fahren wir nach Campiglia Marittima, eines der zahlreichen schmucken Städtchen mittelalterlicher Prägung. Der schöne Piazza im Zentrum ist ausgesprochen lebhaft und man kann das bunte Treiben von der Terrasse der La Pranca Bar aus bei einem Gläschen Vino Bianco herrlich verfolgen. Sehr lohnend ist auch der Besuch der mittelalterlichen Burg aus dem 12. Jahrhundert auf dem Gipfel Campiglias. Von hier öffnet sich der Blick auf die etruskische Riviera, besonders bei Sonnenuntergang beeindruckend.

Am Abend gibt es ein köstliches Risotto mit kleinen Polpi und grünem Spargel – ein wahrer Genuss.


19.9.2008
Leider bereits unser letzter Urlaubstag – und der zeigt sich wahrlich nicht von seiner besten Seite! Es regnet in Strömen und Besserung ist auch nicht in Sicht. Also beschließen wir, es uns in der Küche gemütlich zu machen, an unserem Reisebericht zu schreiben, bzw. zu lesen. Gegen Mittag fahren wir zum Carbonifera Strand. Wir testen dort die hochgelobte Fischküche des „Il Pino“. Die Spaghetti mit Meeresfrüchten (mit Polpo, Herz- und Miesmuscheln) für 10 Euro sind tatsächlich ausgezeichnet. Da es nach dem Essen noch immer stark regnet, fahren wir unverrichteter Dinge wieder nach Hause.


Dort angekommen kommt die Sonne schließlich doch noch um Vorschein, so dass wir mit Rani noch einen kleinen Spaziergang unternehmen. Wir haben diesen Hund während dieser zwei Wochen richtig ins Herz geschlossen, zumal sie so herzlich wenig von den vielen verzogenen „Un-Hunden“ in Deutschland hat!


Wir halten schließlich noch ein nettes Pläuschchen mit Thorsten, unserem netten Vermieter. Im Februar macht er im ECE in Hamburg Harburg eine Ausstellung –vielleicht schaffen wir es ja, ihn dort zu besuchen. Ansonsten verabschieden wir uns in der Gewissheit, sicher noch einmal hierher zurück zu kehren.


Unser Abschiedsmahl besteht aus einer Seezunge, dazu gibt es eine Marinade aus Oliven, Kapern, getrockneten Tomaten, Sardellen und Kräutern in Olivenöl sowie Spaghetti Aglio e Olio. Ein leckerer weißer Ansonica Wein, den es nur in dieser Gegend und auf Elba gibt, rundet das Essen ab.



20.9.2008
Bereits um 7 Uhr machen wir uns auf den Heimweg. Ein  kleiner Abstecher am Tegernsee und ein zünftigen Mittagessen beim „Lieberhof“ in Tegernsee Ort unterbricht die Fahrt. Leider können wir bei Temperaturen um 10° Grad nicht auf der wunderbaren Aussichtsterrasse sitzen. Nach zwei Wochen mediterraner Kost schmeckt auch wieder einmal Hausmannskost wie Zwiebelrostbraten und Tafelspitz. Gegen 9 Uhr Abends kommen wir schließlich zu Hause an. Ein sehr entspannender, dieses Mal nicht ganz so aktiver Urlaub, ist zu Ende.

 


 

 

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