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Hufeisentour-Tag 2

 

2. Tag: Rittner Horn – Latzfonser Kreuz, 534 Höhenmeter, 14,9 km, 4 Stunden reine Gehzeit, Schwierigkeit: moderat
Das Frühstück in der Hütte ist reichhaltig und man kann sich sogar ein Brot als Proviant für die nächste Etappe zubereiten. Ein letztes Erinnerungsfoto zum Start der zweiten Etappe ist schnell gemacht, und dann sind wir auch schon wieder unterwegs. Auf gleichem Weg wie gestern gehen wir bei strahlendem Sonnenschein zunächst ca. eine Stunde zurück bis zu der Weggabelung, die zur Sarner Scharte führt. Über einen schmalen Pfad (Nr.1) und durch saftige Wiesen steigen wir hinauf zum aussichtsreichen Rittner Billstock, wo wir eine kurze Rast einlegen.

Beim nun folgenden Abstieg muss man aufpassen, den richtigen Pfad, der rechts hinab ins Tal führt, zu finden, will man nicht über den blau-weiß markierten Weg am Bergrücken einen kleinen Umweg über Totenkirchl bzw. die Pfroderalm machen. Unten beginnt der Weg durch das Villanderer Hochmoor. Man ist hier gut beraten, feste Wanderstiefel zu tragen, da man sich ansonsten in den Sumpfwiesen ziemlich nasse Füße holt. An einigen besonders morastigen Stellen ist der Weg mit Holzbohlen ausgelegt.


Nach einer kurzen Mittagspause setzen wir unseren Weg über üppige Wiesen fort, auf denen Haflinger friedlich grasen. Alsbald kommen zwei „sehr aufgeschlossene“ Fohlen auf uns zu und lecken mit wachsender Begeisterung an meinem T-Shirt. Das Salz ist so verlockend, dass sie mich gar nicht weiter ziehen lassen wollen! Zum wiederholten Male bewundern wir das Paradies, in dem sich diese Tiere frei bewegen können.

 

Das letzte Teilstück ist ein idyllischer stetig ansteigender Bergpfad. Hier müssen wir unser erstes kleineres Schneefeld passieren - an dieser Stelle noch völlig harmlos. Es sollen aber im Laufe unserer Tour noch weitere folgen, die es in sich haben. Vor zwei Wochen gab es in der Nähe des Latzfonser Kreuzes noch eine geschlossene Schneedecke und die Hufeisenrunde war nicht begehbar.

Und dann kommt die markante Kapelle des Latzforner Kreuzes in Sicht. Es ist Sonntag und eine wahre Prozession von Tagesausflüglern kommt uns entgegen. Die meisten von Ihnen haben den traditionellen Gottesdienst in der Kapelle am Latzfonser Kreuz, die jeden Sonntag um 11 Uhr stattfindet, besucht. Das Latzfonser Kreuz ist die höchst gelegene Wallfahrtskirche Europas (2.305 Meter). Gerade recht zur Kaffeezeit erreichen wir unser heutiges Etappenziel und genießen erst einmal eine große Hollunderschorle sowie anschließend Capuccino  und ein großes Stück Käse-Sahne Torte! Zunächst herrscht an der Hütte noch Hochbetrieb, nach und nach lichten sich jedoch die Reihen und es verbleiben ausschließlich die Übernachtungsgäste – Ruhe kehrt ein am Latzfonser Kreuz. Erst jetzt wird die Magie, die von diesem Ort ausgeht, spürbar – der Ausblick ins Tal von Latzfons ist atemberaubend.

Wir beziehen unser Nachtlager – leider haben wir nur noch Plätze im Gemeinschaftslager bekommen. Die
Latzfonser Kreuz Hütte verfügt über 15 Betten in Zimmern und 32 Lagerplätze. Mal sehen, was die Nacht so bringt! Duschen sucht man in der Latzfonser Hütte vergeblich. Es gibt lediglich einen für Frauen und Männer gemeinsamen Waschraum. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, aber wenn man abends das außergewöhnliche Flair oben auf der Hütte erlebt, sind alle kleineren Unannehmlichkeiten bezüglich des Komforts vergessen.

Das Abendessen, zubereitet vom Hüttenchef Hansjörg, einem ehemaligen Radprofi und Extrem-Bergsteiger, höchstpersönlich, ist hervorragend. Es gibt Gemüsesuppe mit frischen Kräutern von der Alm, als Hauptgang Kasknödel mit geschmolzener Butter und Parmesan bzw. Rindsgulasch mit Knödel. Das Dessert, ein leckeres Parfait, ist gar derartig kunstvoll arrangiert, das es einen Vergleich mit einem Feinschmeckerrestaurant nicht scheuen müsste - ein unerwarteter Luxus in einfachem Hüttenambiente.

 

Bevor wir uns in unser Nachtlager zurückziehen, lassen wir uns noch von der Sonnenuntergangsstimmung über der in Abendrot getauchten Hohen Gaisl begeistern.

Erenut ziehen wir uns früh gegen 21 Uhr zurück - ab 22 Uhr herrscht auf den Hütten sowieso Nachtruhe. Die Nacht im Bettenlager ist mäßig. Es ist gleichzeitig meine Premiere mit Ohrstöpseln. Ich kann nicht verstehen, dass man sich diese Dinger jede Nacht freiwillig in die Ohren stopft (wie Corinna!). Glücklicherweise hält sich das Geschnarche im Saal in Grenzen, viel schlimmer ist die durch den Hüttenschlafsack bedingte Enge, wodurch man gewohnte Schlafpositionen nicht einnehmen kann. Irgendwie fühlt man sich eingepackt wie eine Mumie!

 

Reservierung Latzfonser Kreuz Hütte per E-Mail oder telefonisch, +39 – 0472 – 545 017, Website Übernachtung im Lager inkl. Halbpension 36,-- € p.P.



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