Florida Keys13. Oktober 2009 - Florida Keys
Unser erstes Interesse auf den Keys gilt dem John Pennecamp State Park auf Key Largo, der ersten Insel der Keys und gleichzeitig der größten. Dort befindet sich der Korallenriffpark von John Pennekamp. Der Eintritt kostet 4,50 USD pro Person. Der größte Teil des Riffs befindet sich rund 5 Meilen östlich der Insel. Leider läuft das Boot zur Schnorcheltour unmittelbar aus, als wir beim Visitor Center ankommen, so dass wir knapp drei Stunden bis zur nächsten Tour um 15 Uhr warten müssen. Die Tour kostet 29,95 USD, wir kaufen noch eine einfache, aber wieder verwendbare Unterwasserkamera, um die Eindrücke vom Riff auch mit nach Hause tragen zu können. An einem kleinen mit Kokospalmen umsäumten Strand, der fast an die Südsee erinnert, relaxen wir noch eine Weile. Eine große grüne Echse und zahlreiche kleine weiße Ibisse (Bilder unten) lassen sich durch unsere Anwesenheit kaum stören.
Wir fahren auf direktem Weg die rund 100 verbleibenden Meilen auf dem Oversea Highway nach Key West. Rund zwei Stunden benötigt man für diese Strecke. Der nördliche Teil der Keys wirkt nicht sonderlich spektakulär. Man durchfährt einen Wald voller Reklameschilder, Motels und Schuppen und nur selten erblickt man das Meer. Erst hinter Islamorada wird die Szenerie so, wie man sich die Keys im Allgemeinen vorstellt. Über die berühmte Seven-Mile-Bridge (Bild rechts) fahren wir der Abendsonne entgegen. Dieses gigantische Bauwerk gipfelt an ihrem Scheitelpunkt 25 Meter über dem Meer, so dass sich nahezu ein Gefühl einstellt, man fahre zwischen Himmel und Wasser in ein „Nichts“. Auf direktem Weg geht es in unser über www.hotels.com gebuchtes Hotel. Die Hotelpreise in Key West sind sagenhaft hoch, so dass die 104 USD, die wir für ein Zimmer im Eden House zahlen, fast schon als Schnäppchen zu bezeichnen ist. Das Eden House (Bilder unten) ist eines der beliebtesten Hotels auf Key West. Es steht in der Altstadt und gehört zu den hier zahlreich vertretenen, liebevoll restaurierten weiß getünchten Holzhäusern im viktorianischen Baustil. Das Eden House war das erste Hotel in Key West. Vollständig umgebaut umfasst es inzwischen mehrere Gebäude die mit einem schönen Pool, Whirlpool, Hängematten und einem üppigen tropischen Gelände eine wunderbare Oase bilden. Ein Problem im Eden House sind sicherlich die extrem lauten Klimaanlagen in den Zimmern, dies werden wir in dieser ersten Nacht noch zu spüren bekommen. Man sollte versuchen, den Raum vor dem zu Bett gehen herunter zu kühlen, denn bei laufender Air Condition ist an Schlafen nicht zu denken, nicht einmal mit Hilfe von Ohrstöpseln!
Das Willie T´s ist ein Open-Air Lokal und eine der Szene-Kneipen auf der Duval Street (Bild unten rechts). Eine weitere beliebte Kneipe nicht weit entfernt gegenüber, die des in den USA sehr bekannten Country Sängers Jimmy Buffet. Markenzeichen des Willi T´s sind Tausende von Dollarnoten, die von den Gästen an die Wände getackert worden sind. Die Speisen sind mittelmäßig, dafür aber recht teuer. Da wir das so ähnlich in dieser touristischen Umgebung erwartet haben, bestellen wir lediglich eine Pizza sowie eine Seafood Pie.
Nachdem wir uns in der Kneipe von Jimmy Buffet mit einer Diet Coke - wie üblich in den USA extrem gechlort!!! - etwas erfrischt haben, fahren wir zurück zum Eden House und sitzen eine Weile am schönen, hauseigenen Pool. Drinks gibt es hier zwischen 4 und 6 Uhr kostenlos – nicht der einzige Umstand, der dieses Etablissement von anderen in positiver Weise unterscheidet! Eine der berühmtesten Attraktionen Key Wests besteht darin, sich am Mallory Square Dock eine Stunde vor Sonnenuntergang zu versammeln und die Hippies, Kleinkünstler, Musiker und andere Künstler zu beobachten, bevor die tropische Sonne am Horizont unter geht (Bild unten). Hier gibt es skurrile Typen zusehen, wie z.B. einen Alt-Hippie, der überdimensionale Seifenblasen produziert (Bild unten), während sein Hund die Dollar Scheine der Passanten einsammelt.
Nachdem die Sonne eindrucksvoll untergegangen ist, begeben wir uns in eines der Seafood-Restaurants am Hafen, dem Turtle Kraals. Wir sitzen auf der Terrasse im ersten Stock mit fantastischem Blick auf den Hafen, in dem beleuchtete Yachten ankern. Hier bekommen wir wieder einmal einen Einblick in den „American Way of Life“, und zwar denjenigen Teil, den wir weniger schätzen: In USA muss alles seinen geregelten Gang gehen, jede Abweichung von der Norm ist unerwünscht, zumeist nicht möglich. Dazu gehört auch, dass im Restaurant zunächst die Getränke bestellt und dann erst die Speisen aufgenommen werden. Wir wollten eigentlich erst einmal sehen, was wir aus der Speisekarte auswählen, um dann zwischen Rot- und Weißwein zu entscheiden. Die ansonsten nette Bedienung rückt alsbald mit ihrem Chef an, welcher uns unmissverständlich auffordert, zunächst Getränke zu bestellen. „That´s Life“, wir beugen uns selbstverständlich und bestellen! Anschließend essen wir zu sehr moderaten Preisen unter anderem frischen Hummer und gegrillte Austern. Zum Abschluss gibt es die berühmteste Spezialität der Insel, die "Key Lime Pie". Hierbei handelt es sich um einen Kuchen mit dem einzigartigen Geschmack der Florida Keys Limette.
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