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Epupa-2

Wir fahren mit unserem Guide Staygon zurück zum Kunene und ein Stück die D 3700 ostwärts. Diese Strecke wären wir normalerweise gefahren, wenn wir unseren ursprünglichen Plan realisiert hätten und von der Kunene River Lodge gekommen wären. Ich bezweifele sehr, dass wir bei dieser starken Strömung Krokodile zu sehen bekommen und werde Recht behalten. Die meisten Sandbänke, auf denen sich Krokodile bevorzugt sonnen, sind komplett überflutet und an der gegenüber liegenden Flussseite sind ebenfalls keine Tiere auszumachen. Toni zeigt uns Fotos von gestern Abend, als er unmittelbar an unserer Campsite ein 30 Zentimeter großes Baby-Krokodil am River gefunden hat und in den Händen hält. Auch diese kleinen „Biester“ können bereits unangenehme Verletzungen verursachen, wenn man sie nicht an der richtigen Stelle packt! Aber Toni hat selbst Schlangen gezüchtet und kennt sich auch mit Echsen gut aus. 


Dank an Horst Tobias/Aschaffenburg für die Bereitstellung dieses Fotos
 

Auf dem Rückweg machen wir noch Fotos von der fantastischen Kaokoland-Landschaft und dem Epupa-Tal, relaxen dann während der Mittagshitze im Camp. Einige farbenfrohe Agamen huschen dabei auf der Suche nach Insekten über unsere Campsite.





Gegen Nachmittag machen wir eine kleine Wanderung entlang der Wasserfälle – bei Temperaturen von über 35 ° Grad wird selbst eine solch harmlose Wanderung zu einem Schweißbad. Für den Weg entlang der Falls braucht man ebenso wie für die „Crocodile-Tour“ keinen Guide, auch wenn dieser im Camp immer wieder angeboten wird. Es gibt sogar einige Zeichen, die den Weg weisen. Schnell schließt sich unserer kleinen Gruppe ein kleiner Himba-Junge an, der sich mit „Snake“ vorstellt. Er trägt stolz ein ziemlich verdrecktes FC Barcelona Trikot und erzählt uns, was er alles über den Fußball in Europa weiß.

Die Epupa Falls sind sozusagen die Victoria-Falls in Miniaturausgabe. "Epupa" ist aus der Herero Sprache abgeleitet und bedeutet so viel wie "fallendes Wasser". 
Das Wasser des Kunene stürzt in eine etwa 40 m tiefe und enge Schlucht hinein, ein spektakulärer Anblick. Dadurch, dass der Kunene viel Wasser führt, bilden sich oberhalb der Falls kleine Pools, die von den männlichen Himbas zum Baden und Waschen genutzt werden. Ein Baobab Baum und kleine Kaskaden, über deren Gischt sich ein feiner Regenbogen bildet, geben an dieser Stelle ein tolles Fotomotiv ab. Es ist übrigens in der Gegend die einzige Möglichkeit, gefahrlos eine kühle Erfrischung zu nehmen – entlang des gesamten Kunene lauern große Krokodile auf einfache Beute und warten nur auf die Arglosigkeit dummer Touristen. Auch sollen regelmäßig Frauen und Kinder den Krokodilen beim Wasserholen zum Opfer fallen. Staygon plant, eine Art Charity-Fonds zu gründen, damit eine Pumpe gekauft werden kann, die fünf umliegende Villages versorgen könnte. Kostenaufwand wäre gerade einmal 600 €!


Am Abend wandern wir bewaffnet mit einem Sundowner zum Omutima Viewpoint, einem Hügel, von dem man auf die kompletten Falls überblicken kann. Beim Viewpoint wird eine „Entrance-Fee“ erhoben (20 NAM $). Leider machen uns Wolken, die vor die Sonne ziehen, das Licht für unsere Fotosession kaputt – das kühle Bier genießen wir trotzdem. Wir haben ja noch einen weiteren Abend, an dem wir unser Glück nochmals versuchen können.

Als es dunkel wird, entzünde ich ein Campfire und grille uns leckere Sirloin-Steaks. Dazu gibt es Salat und geröstetes Knoblauchbrot. Wie aus dem Nichts steht plötzlich Snake, der kleine Himba-Junge, neben uns. Wir fragen ihn, ob er heute Abend schon etwas gegessen hat, was er verneint. Schnell ist unser Braai wieder aktiviert und Snake isst sein Dinner, drei Würstchen mit Toast und Soße, mit strahlenden Augen und großem Appetit.


Wir gehen hinüber zu der Truppe aus Aschaffenburg, um uns bei Toni mit einer guten Flasche Rotwein zu bedanken. Am Ende bleibt es nicht bei der einen Flasche und wir haben jede Menge Spaß. Wir tauschen Geschichten aus Afrika aus – Toni hat ein scheinbar grenzenloses Repertoire an interessanten, wie lustigen Anekdoten aus seiner langjährigen Erfahrung beizutragen. Wir tauschen unsere Adressen aus – vielleicht kann uns Toni für unsere künftigen „Expeditionen“ nach Afrika irgendwann noch einmal wertvolle Tipps geben!

 

18. April 2014 – Epupa

Relaxen an den Falls
Am Morgen beginnen unsere Reisebekanntschaften aus Aschaffenburg in aller Herrgottsfrühe ihr Camp abzubrechen. Wir verabschieden uns herzlich und hoffen auf ein Wiedersehen in Deutschland. Jeden Morgen kommt ein geschäftstüchtiges junges Mädchen vorbei und bietet Dienstleistungen aller Art an, zum Beispiel Wäschewaschen, Autowäsche (welch unsinnige Arbeit, wenn man Offroad fährt!!!), Firewood. Wir kratzen den Rest unserer Wäsche zusammen, um ihr Arbeit zu verschaffen. Auch kaufen wir ihr zwei weitere Bundle Firewood ab. Auf der Campsite gibt es eine dicke, herzliche Mama und es sieht fast so aus, als sei sie die Stammmutter aller Menschen, die auf der Campsite beschäftigt sind. Am Morgen begegne ich auf dem Weg zum Waschhaus der dicken Maria mit einer ihrer süßen Enkelinnen auf dem Arm – ein wunderbarer Anblick!

Noch einmal wollen wir zum Omutima Viewpoint um einige Fotos von den Falls mit besserem Licht zu schießen. Hier oben liefern die Epupa Falls schon ein berauschendes Bild ab. Auch wollen wir versuchen, die D 3.700 noch einmal so weit wie möglich in Richtung Osten zu fahren. Wir kommen nicht allzu weit. Bereits nach ca. 6 Kilometern ist der Weg komplett vom Kunene überflutet und wir wollen keinesfalls ausprobieren, ob wir da durchkommen würden. Also kehren wir zurück zur Campsite, wo wir uns auf die Terrasse des Restaurants setzen und bei einer Cola Light und dem einzig verfügbarem Lunch-Snack, „Russian & Chips“ (gebratene Wurst mit Pommes), die bevorstehende Route durch das Kaokoveld beratschlagen. Wir entscheiden, von Opuwo die D 3705 über Otjiu den Hoarusib Riverbed 4 wd-Trail in Richtung Puros zu versuchen. Allem Anschein nach, sind die Riviere trocken, so dass die Befahrung möglich sein sollte. Alternativ würden wir ansonsten der D 3707 bis Orupembe folgen, um von dort aus nach Puros zu gelangen (rund 100 Kilometer Umweg). 



Eine weitere Fotosession bei den Falls folgt am späten Nachmittag. Leider verderben uns die aufziehenden Wolken erneut den Fotoerfolg in Vollendung! Das grandiose Natur-Schauspiel der Epupa-Falls bleibt jedoch bei jeder Wetterlage erhalten. Die Aufnahmen mit meinem Graufilter gelingen an dieser Stelle ebenso, wie Timelapse-Aufnahmen mit einer sich drehenden
Eieruhr mit der GoPro Kamera.

Auf dem kleinen Craft-Markt vor dem Camp kaufen wir eine aus Holz geschnitzte Puppe einer Himba-Frau (100 NAM $) und stellen fest, dass sie die gleichen Ausdünstungen verströmt, wie die Himbas selbst. Mal sehen, wo dieses Mitbringsel seinen Platz in unserem Haus findet.


Mit einem Rinderfilet-Braai und einem guten Pinotage lassen wir am Campfire den Abend ausklingen. Morgen ziehen wir weiter, die Einsamkeit des Kaokovelds wartet auf uns.


 






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