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E - Mallorca 2006 - 2

14.10.2006
Leider erwachen wir erneut bei sehr unbe­ständigem Wetter. Über den Bergen von Soller hängen tief schwarze Wolken. Wir beschließen auf die andere Seite der Insel zur Cala Ratjada zu fahren. Von der Cala Mesquida, der größten zusammen­hängende Dünenland­schaft Mallorcas, gibt es eine „schwarze“ Wanderung Richtung Cala Ratjada. Der Weg führt über einen unspektakulären breiten Waldweg ohne nennenswerte Steigung. Nach einer Stunde kommt das stark bebaute Panorama von Cala Ratjada in Sicht. In der schroffen Bucht „Cala Molto“ am Ortseingang machen wir eine kurze Picknickpause.




Zurück wandern wir auf direktem Weg zum Talaia de Son Jaumell, einem ehemaligen Wachturm. Auf einem sehr steilen Saumpfad geht es nahezu senkrecht hoch zum „Torre“ – sehr schnell wird uns klar, warum diese Wanderung schwarz katego­risiert worden ist. Ohne Orien­tierungsvermögen ist der zuge­wucherte Pfad nicht zu finden. Stark verblichene rote Punkte weisen den Weg hoch hinauf auf den Puig de S’Agulla. Nach 45 Minuten extrem schweißtreibenden Aufstieges ist der Gipfel schließlich erreicht.

Oben am Torre pfeift der Wind kräftig. Wir entdecken über dem Meer sogar einen kleinen Tornado. Der Abstieg in Richtung Cala Mesquida, blau gekennzeichnet, ist deutlich einfacher zu finden und nicht annähernd so steil.


Unten angekommen legen wir am Strand eine halbstündige Ruhepause ein. Inzwischen ist die Sonne wieder heraus-gekommen. Die Brandung in der Bucht ist immer noch sehr kräftig und es herrscht weiterhin Badeverbot. Die Rückfahrt über gut ausgebaute zweispu­rige Landstraßen dauert etwas über eine Stunde.

In Fornalutx wollen wir unseren letzten Abend mit einem schönen Mahl im Ca’n Antuna ausklingen lassen. Dieses Mal bestellen wir Entremeses variados (9 €), Entrecote (13 €) und Kaninchen mit Zwiebeln (Canejo con cebolla – 10 €). Das Essen war erneut sehr lecker, zudem sitzt man in diesem Restaurant ausgesprochen nett - ein gelungener Abschluss unseres Herbsturlaubes.


15.10.2006
Zwar ist heute unser Abreisetag, jedoch können wir aufgrund des Abendfluges noch den ganzen Tag auf dieser schönen Insel verbringen. Da Francoise keine Nachmieter erwartet, müssen wir unser Zimmer erst am Abend räumen. Zunächst wollen wir uns Deia einmal genauer anschauen. Wir stellen unser Auto auf einem Parkplatz direkt an der Durchgangs­straße ab. Von der über der Stadt thronenden Kirche mit seinem davor gelagerten male­rischen Friedhof hat man einen sehr schönen Ausblick auf die wunderschöne Küstenlandschaft.

Anschließend sollen noch schöne Fotos von Deia mit dem Meer im Hintergrund gemacht werden. Leider hat sich die Sonne gerade hinter einer riesigen Wolke versteckt, so dass die Lichtverhältnisse für dieses tolle Motiv nicht optimal sind. Ich habe zudem meine Leiden­schaft für Makroaufnahmen von Pflanzen, Spinnenweben etc. entdeckt.

Zurück im Ort fahren wir hinunter zur Cala Deia. Beim Parkplatz ganz unten an der Bucht werden saftige Park­gebühren fällig, 200 Meter oberhalb kann man hingegen kostenlos parken. Durch die Regenfälle der letzten Tage hat sich das kleine Bächlein, welches in die Cala Deia ins Meer mündet, zu einem reißenden Strom entwickelt.

Den Strand dieser Bucht kann man nicht gerade als schön bezeichnen. Grober Kies und Algenreste sind auf dem kleinen Streifen anzutreffen. Eigentlich wollen wir zu dem Badeplatz laufen, an dem wir bei unserer letzten Wanderung von Port de Soller nach Deia verweilt haben. Die Entfernung haben wir allerdings unterschätzt, so dass wir nach halbstündigem Marsch in die Bucht von Deia zurückkehren.


Auf einem großen Felsen suchen wir ein freies Plätzchen zum Sonnen und nehmen unser letztes Bad in dem heute durch das hineinströmende Flusswasser deutlich kühlere Meer. In einer der Tavernen genehmigen wir uns noch unge­sunde Pommes mit Aioli sowie ein „spanisches“ Omelett.


Wir fahren zurück nach Soller, duschen in Ruhe und packen unsere „sieben Sachen“. Von Francoise haben wir uns bereits am Morgen verabschie­det. Sicherlich werden wir nicht das letzte Mal bei ihr gewesen sein. Man fühlt sich hier wie zu Hause und das Zusammenleben mit den anderen Gästen klappt wunderbar. Es gibt keine Unstimmigkeiten bezüglich Abwasch, Müllbeseitigung, Badbenutzung etc. – alles funktioniert automatisch. Allerdings muss man bereit sein, sich auf diese ungewöhnliche Form von Urlaub einzulassen. Wir sind froh so etwas gefunden zu haben. Francoise will jedoch langfristig ihr Zimmerkontingent ver­ringern und sucht wohl eher noch einen weite­ren dauerhaften Mitbewohner.



Gegen 18:30 kommen wir am Flughafen an und geben unser Auto zurück. Die Autover­mietung macht sich nicht einmal die Mühe, das Auto zu kontrollie­ren. Nach einem ruhigen Flug landen wir um 22:30 Uhr in Hannover, wo Tim uns abholt. Diese 10 Tage sind uns wieder viel länger vorgekommen. Wir haben jede Minute ausgekostet und die Erlebnisse in uns hineingesogen.






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