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Caprivi-1

7. April 2014 – Vom Onguma Reserve nach Divundu (580 Km, ca. 8 Stunden reine Fahrzeit)

T4Africa Karte: Onguma - Divundu 

Eine erste fast abenteuerliche Wasserdurchfahrt
Wir entscheiden uns gegen die asphaltierte Variante über Tsumeb und Grootfontein und fahren dafür auf dem kürzeren Weg über die D 3001 und D 3016, zweihundert Kilometer Gravelroads, die sich jedoch bis auf einige Pottholes in passablem Zustand befinden. In einem Reisebericht haben wir gelesen, dass die D 3001 am Ende bei Tsintsebis gerade noch vor zwei Wochen überflutet und schwer passierbar war. Schauen wir mal, ob wir da durchkommen! Die Strecke ist ziemlich unspektakulär und eintönig und führt schnurgerade nach Osten. Wir brauchen gut und gerne zwei Stunden, dann stehen wir bei Tsintsebis vor einer riesigen Wasserfläche, von der auch die Gravelroad komplett bedeckt ist.

Der heutige Tag steht im Zeichen des Autofahrens – wir haben eine Strecke von fast 600 Kilometern abzureißen. Wir begleichen unsere Rechnung in der Rezeption und machen uns um 7.30 Uhr auf den Weg. Sogleich wird uns ein „Eskort-Service“ bestellt, der uns den Weg durch den Fluss weisen soll. Nach kurzer Zeit kommt ein Safarifahrzeug der Lodge. Die Furt ist allerdings ziemlich harmlos – da wären wir locker auch ohne ortskundige Fremdhilfe durchgekommen! Da Corinna Wasserdurchfahrten nicht gerade schätzt, ist sie aber dankbar für die kompetente Unterstützung.

Wir entscheiden uns gegen die asphaltierte Variante über Tsumeb und Grootfontein und fahren dafür auf dem kürzeren Weg über die D 3001 und D 3016, zweihundert Kilometer Gravelroads, die sich jedoch bis auf einige Pottholes in passablem Zustand befindet. In einem Reisebericht haben wir gelesen, dass die D 3001 am Ende bei Tsintsebis gerade noch vor zwei Wochen überflutet und schwer passierbar war. Schauen wir mal, ob wir da durchkommen! Die Strecke ist ziemlich unspektakulär und eintönig und führt schnurgerade nach Osten. Wir brauchen gut und gerne zwei Stunden, dann stehen wir bei Tsintsebis vor einer riesigen Wasserfläche inklusive der überfluteten Gravelroad. Corinna möchte am liebsten sofort umdrehen, ich erkläre jedoch, dass dies sicher schlimmer aussieht, als es am Ende ist - sicher bin ich mir jedoch keinesfalls! Also durchwate ich die gut und gerne zweihundert Meter überflutete Gravelroad und stelle zufrieden fest, dass der Untergrund hart ist und das Wasser an kaum einer Stelle das Knie erreicht. Das sollte kein Problem für unseren Hilux sein!



Der 4x4 Gang wird eingelegt und schon geht es ab in die Fluten. Corinna verkrampft auf dem Beifahrersitz für einen kurzen Augenblick, aber dann stellt auch sie fest, dass wir diese Wasserdurchfahrt problemlos meistern werden. Wahrscheinlich hat sich bei ihr unser Erlebnis in Botswana bei Dead Tree Island aus dem vergangenen Jahr, als wir uns in einem Wasserloch in absoluter Wildnis festgefahren haben, nachhaltig im Kopf festgesetzt, so dass sie Wasserpassagen nicht mehr entspannt angehen kann.

Im weiteren Verlauf haben wir unterwegs noch tolle Tiersichtungen: Zunächst flüchtet ein grüner Flussfrosch vor unserem herannahenden Fahrzeug, kurze Zeit später passiert ein wunderschönes grünes Chamäleon die Fahrbahn. Nach insgesamt 3,5 Stunden Gravelroad erreichen wir endlich die asphaltierte Hauptstraße.




Wir sind darauf vorbereitet, dass nun eine Kontrolle an einem Veterinärzaun folgt. Vorsichtshalber nehmen wir das komplette Fleisch aus dem Kühlschrank und verstecken es in einem „Geheimfach“ unseres Wagens. Im Normalfall kontrolliert der Checkpoint ausschließlich die Fahrzeuge, die von Nord nach Süd fahren. Wir haben aber auch schon über Fälle gelesen, bei denen sich die Kontrolleure einfach willkürlich an den Vorräten der Reisenden bedient haben. Uns bleibt eine Kontrolle des Kühlschranks erspart und wir verstauen einige Hundertmeter nach dem Checkpoint unsere Fleischvorräte wieder zurück in den Kühlschrank.


Auch die nun folgende Strecke von 140 Kilometern ist eintönig – die einzige Abwechslung bieten die am Straßenrand winkenden Kinder sowie Heerscharen von Rindern und Ziegen, denen man permanent ausweichen muss. Schließlich erreichen wir Rundu, wo wir zunächst einmal volltanken. Erneut können wir nicht mit Kreditkarte bezahlen, was bedeutet, dass wir schon wieder zu einem ATM fahren müssen. Bislang hat nur der ATM von der FNB Bank in Windhoek unsere EC-Karte akzeptiert, dort erhält man allerdings lediglich maximal 2.000 NAM $ pro Vorgang. Beim Spar in Rundu wollen wir unsere Vorräte auffüllen, die Gemüseabteilung lässt jedoch schwer zu wünschen übrig, so dass wir einen zweiten Durchgang beim besser sortierten Shoprite in Kauf nehmen müssen. Außerdem kaufen wir noch bei Pep Sonnenschutzmittel sowie zwei dicke Kissen (die mitgelieferten Kissen von Bushlore sind uns einfach zu unbequem!).

Noch einmal liegen 200 Kilometer bis zur Nunda River Lodge bei Divundu vor uns. Einen Teil der Strecke fahren wir auf der alten Strecke entlang des Okavangos. Hier reiht sich Graal an Graal am Flussufer, die zumeist mit trockenem Schilf eingezäunt sind. Es herrscht buntes Treiben am Wegesrand, Kinder wie Erwachsene beäugen uns interessiert und winken uns zu. Gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir die Nunda River Lodge in der Nähe der Pupa Falls und sind auf Anhieb begeistert. Der weiße Manager, Cameron, begrüßt uns und wir richten uns erst einmal auf dem vorgebuchten Campsite No. 7 ein (die Campsites 2,3 und 8 liegen direkt am Okavango und sind ebenso schön). Das Dinner, zu dem wir uns angemeldet haben, beginnt in wenigen Augenblicken, so dass wir kaum Zeit haben, uns unter der Dusche vom Reisestaub zu befreien.

In Caprivi gilt nicht wie im restlichen Namibia die Winterzeit, die gerade vor zwei Tagen begonnen hat. Um die Verwirrung komplett zu machen: Diese Sonderregelung gilt nicht für offizielle Stellen und Grenzübergänge – hier ist wiederum die Zeit des restlichen Namibias gültig! Manchmal glauben wir, dass selbst die Einheimischen nicht durch dieses Zeiten-Wirrwarr durchsteigen!

Der Abend auf der Terrasse am Okavango ist stilvoll. Es wird eine Kartoffelsuppe, Kingklip Fisch mit Beilagen sowie eine Apfeltarte serviert. Wir lassen den Abend am Fluss sitzend ausklingen und begeben uns alsbald zur Ruhe.


8. April 2014 – Nunda River Lodge

Erste Elefantensichtung im Mahango Game Park
Der Morgen beginnt mit einem lauten Vogelkonzert. Von der anderen Uferseite des Okavangos schallt das inbrünstige Grunzen der Hippos herüber. Unsere Campsite ist die Idylle pur. Wir nehmen erst einmal eine heiße Dusche in dem wunderschönen Sanitärhäuschen, in dessen Mitte sich ein üppiges buntes Beet befindet.

Während des Frühstücks werden wir umschwirrt von Gelbbauchbülbüls, Palmtauben, Weißbrauenröteln und Braundrosslingen. Auch ein laut schreiender, juveniler Jacobin Kuckuck gesellt sich dazu und fordert die anderen Vögel auf, ihn zu füttern – ein interessantes Schauspiel, zumal der Kuckuck deutlich größer ist als die Drosslinge und die Bülbüls. Der Jacobin Kuckuck parasitiert vorrangig bei kleineren Vögeln wie Bülbüls.


Juveniler Jakobiner-Kuckuck (Jacobin Cuckoo)    /    Weißbrauenrötel (White-browed Robin Chat)


Gelbbauchbülbül (Yellow-bellied Greenbul)


Im Schilf schwirren einige wunderschöne, metallisch glänzende Bronzesultanhühner aufgeregt von Halm zu Halm, für uns ebenfalls eine Vogel-Erstsichtung!


Bronzesultanshühner (Allen's Gallinule)


Den gesamten Vormittag verbringen wir in der Lodge und schauen uns zunächst in der liebevoll gestalteten Anlage um. Dadurch, dass der Okavango ganzjährig Wasser führt, ist das gesamte Gelände wie ein buntblühender tropischer Garten. Wir genießen ein erfrischendes Bad im Pool und relaxen mit Blick auf den Fluss. Im Garten rund um den Pool schwirren Hunderte von Schmetterlingen von Blüte zu Blüte. Wir fühlen uns ein kleines bisschen wie im Paradies!

Am Mittag fahren wir zum 15 Kilometer entfernten Mahango Game Park, Bestandteil des Bwabwata Nationalparks. Wenn man den Park durchfährt, gelangt man zur Grenze nach Botswana. Von hier aus könnte man die bekannten Tsodillo Hills besuchen. Wir haben bei der Anfahrt eine nette Begegnung mit zwei Kindern auf einem Fahrrad. Wir fragen, ob wir sie fotografieren dürfen und belohnen sie mit ein paar Trockenfrüchten. Auf die Verteilung von Süßigkeiten sollte man besser verzichten aufgrund der mangelnden zahnärztlichen Versorgung.

Im Mahango Nationalpark leben Löwen, Leoparden, Tausende von Elefanten, diverse Antilopenarten und natürlich zahlreiche Vogelarten. Wir zahlen den Eintritt am Gate (45 NAM $ p.P.). Der interessanteste Teil des Parks ist eine 19 Kilometer lange Fahrt auf einer gut befestigten Gravelroad entlang des Okavangos. Auf uns wirkt der Park unglaublich friedlich, auch wenn hier das gleiche unbarmherzige Leben von „Fressen und Gefressen werden“ herrscht, wie anderen Orts in der Wildnis. Im Schritttempo durchfahren wir den Park. Zu Beginn bestimmt eine ausgedehnte Wasserfläche die Szenerie - zahlreiche Antilopen tummeln sich in der Nähe des Wassers, hauptsächlich Letschwe, Kudus und Impalas.



Rallenreiher (Squacco Heron)


Auch die ersten Elefanten sichten wir - ein Bulle beäugt uns kritisch, bleibt aber auf Distanz und verschwindet schließlich im dichten Unterholz. Auf eine Raubtierbegegnung hoffen wir am heutigen Tag vergeblich. Dennoch gefällt uns der überschaubare und Ruhe ausstrahlende Park fast besser als Etosha. Mehrere mächtige Baobab Bäume sind ebenfalls zu bewundern.

 


Den Abend verbringen wir auf unserer Campsite und bewundern das Farbenspiel des Sonnenuntergangs über dem Okavango. Das Campfire wird entzündet und wir kochen uns einen Potjie mit Kudu-Filet und Gemüse.



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